Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Impressionistinnen – Schlüsselwerke einer weiblichen Moderne

Dozentin

Dr. Annegret Friedrich

Zeit

Di  16:15 bis 17:45 Uhr; Digitale Vortragsreihe

Termine

12. 1., 19. 1., 26. 1., 2. 2., 9. 2., 16. 2. 2021

Unterrichtsstunden

12

Teilnehmerzahl

Max. 30

Veranstaltungsentgelt

30.- EUR

Inhalt

Monet, Manet, Renoir, Degas… Den bekannten und überaus beliebten Protagonisten des französischen Impressionismus können wir eine beachtliche Anzahl an künstlerisch tätigen Frauen der Epoche hinzufügen: Berthe Morisot, Mary Cassett, Marie Bracquemont, Eva Gonzalés und andere. Sie sind seit etlichen Jahren insbesondere durch eine feministische Kunstgeschichtsschreibung, durch vielbesuchte Ausstellungen und neu erschienene Künstlerinnenbiografien wieder ins Bewusstsein gerückt.

In dieser Vortragsreihe soll es darum gehen, Schlüsselwerke einer weiblichen Moderne kennenzulernen. Die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, die Attraktion von Paris für ambitionierte Künstlerinnen aus ganz Europa sowie die Rezeptionsgeschichte (Anerkennung von Zeitgenossen sowie das spätere „Vergessen“ durch eine patriarchal geprägte Kunstgeschichtsschreibung) werden ebenfalls thematisiert. Welche Sujets haben Frauen aus welchen Gründen bevorzugt, und wie spiegeln sich darin die Klassenverhältnisse wider? Inwiefern haben Frauen sich als Vermittlerinnen, als Mäzeninnen und Käuferinnen betätigt? Welche Rolle spielten Modelle, etwa die von Manet so häufig in Szene gesetzte Victorine Meurent? Welche Wirkung hatte das Tagebuch der Marie Bashkirtseff?

Es wird in jeder Sitzung auch die Möglichkeit geben, abschließend Fragen zu diskutieren.

Literaturhinweise:

Ingrid Pfeiffer, Max Hollein (Hg): Impressionistinnen – Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès, Marie Bracquemond. Ausst.-Kat. Schirn Kunsthalle Frankfurt/M. 2008, Ostfildern: Hatje Cantz Verlag 2008

Griselda Pollock: Moderne und die Räume von Weiblichkeit. In: Ines Lindner u.a. (Hg.): Blick-Wechsel. Konstruktionen von Männlichkeit und Weiblichkeit in Kunst und Kunstgeschichte. Berlin: Reimer 1989, S. 313-332.