Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Künstlerinnen im Surrealismus

Dozentin

Dr. Annegret Friedrich

Zeit

Do 16:00 bis 17:30 Uhr; Digitale Vortragsreihe

Termine

10.06., 17.06., 24.06. 2021

Unterrichtsstunden

6

Teilnehmerzahl

Max. 20

Veranstaltungsentgelt

0,- €

Anmeldung per E-Mail an: mvesper@uv.uni-kiel.de

 

 

Inhalt:

Wenngleich der Surrealismus gegen bürgerlich-normative Wertvorstellungen wie niemals zuvor das Irrationale, Unbewusste, Sexualität und damit auch die Frage nach dem Weiblichen ins Spiel gebracht hat, so erscheinen die Protagonisten bis in heutige Darstellungen hinein doch eher wie ein traditioneller Männerbund, dem allenfalls schöne und geheimnisvolle Musen zur Inspiration verholfen haben. Andererseits stammen einige der prägnantesten Inkunabeln des Surrealismus von Frauen, man denke etwa an Meret Oppenheims „Pelztasse“ oder Dora Maars „Porträt Ubu“.

 

In dieser Vortragsreihe soll es nun darum gehen, die Arbeiten der zahlreich involvierten Künstlerinnen – insbesondere Claude Cahun, Leonora Carrington, Germaine Dulac, Frida Kahlo, Leonor Fini, Dora Maar, Lee Miller, Meret Oppenheim, Kay Sage, Dorothea Tanning, Toyen, Unica Zürn – kennenzulernen und als eigenständige Positionen, seien sie bildkünstlerisch oder literarisch, im surrealistischen Umfeld zu verorten. Wie operieren sie mit der Zuweisung zum „Anderen“ der Vernunft, wie mit dem „Bildstatus“ des Weiblichen? Wie haben sich, wir befinden uns in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts, die politischen Umstände –Verfolgung, Widerstand und Exil – auf ihre Arbeiten ausgewirkt?

 

Literatur zur Einführung:

 

Ausst.-Kat. Schirn Kunsthalle Frankfurt: Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Louise Bourgeois. Hg. von Ingrid Pfeiffer. Hirmer Verlag München 2020

 

 

I.   10.06.2021            Surrealismus und Weiblichkeit: Feministische Debatten

 

II.  17.06.2021            Pariser Szenen: Modelle, Malerinnen, Fotografinnen

 

III. 24.06.2021           Grenzen sprengen: Das Eigene/Das Fremde, Mann/Frau, Mensch/Tier, Belebt/Unbelebt