Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Workshop Philosophie A: Existenzphilosophie: Herbert Marcuse – Der eindimensionale Mensch

Dozent

Dr. Gottlieb Florschütz

Zeit und Ort

Mi 18.15 – 19.45; Olshausenstr. 75, S2, Raum 24

Beginn

29. Oktober 2014

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl max.

30

Veranstaltungsentgelt

35,- EUR

 

Inhalt:

Herbert Marcuse (1898-1979), Vertreter der Frankfurter Schule, war wesentlich an der philosophischen Neuentdeckung des Marxismus beteiligt.

Er emigrierte 1933 – im Jahr der Machtergreifung – und lehrte ab 1934 in den USA, zuletzt an der University of California. Marcuse konstatiert in seinem epochalen Werk „Der eindimensionale Mensch“ (zuerst erschienen 1964 in den USA) einen lückenlosen Zusammenhang von Manipulation und Konformismus, der das in sich widerspruchsvolle kapitalistische Gesellschaftssystem stabilisiert und nur noch Randgruppen, Außenseiter, Unterprivilegierte und Intellektuelle zu subversivem Bewusstsein kommen lässt. Er hat nicht nur das Manifest der Großen Weigerung dieser verzweifelt ausbrechenden Minderheiten geschrieben, auch die Alternative, die Aufklärung der Ausgebeuteten und Manipulierten dennoch zu organisieren, ist selten illusionsloser verdeutlicht worden. Mit diesem Buch, das 1964 zum ersten Mal in den USA erschien, hat Marcuse einen tiefen Einfluss auf das kritische Bewusstsein einer ganzen Generation der westlichen Welt ausgeübt. Marcuses Thesen zu Manipulation und Konformismus erweisen sich vor dem Hintergrund der Manipulationen und Suggestionen des kollektiven Bewusstseins durch die modernen Massenmedien als aktueller denn je. Diskutieren Sie mit!

 

Literatur:

Herbert Marcuse: Der eindimensionale Mensch, erschienen bei Dtv 3.Aufl., München 1998.