Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Religionsgeschichte: Bann und Exkommunikation oder Schwert und Tradition - Staat und Kirche von Konstantin bis Friedrich II von Hohenstaufen

Dozent

Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i.R.)

Zeit und Ort

Di 14.15 -15.45; Olshausenstr. 75, Gebäude S 3, Raum 2190

Beginn

28. Oktober 2014

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl max.

25

Veranstaltungsentgelt

35.- EUR

 

Methode: Themenerarbeitung anhand von Vorträgen, Textlektüre sowie Diskussionsrunden.

 

Inhalt:

Mit der „Konstantinischen Wende“ beginnt in der Beziehung zwischen dem römischen Staat und der frühen christlichen Kirche eine neue Zeit.

Der bis dahin verfolgte oder geduldete christliche Glaube entwickelt sich zur Staatskirche mit ungeahnten Folgen.

Im Wintersemester wollen wir die Strukturen der beiden Organisationen untersuchen und verstehen, wie aus der dienenden Kirche in kurzer Zeit eine machtvolle Gruppierung wird, deren Strukturen den römischen Staat überdauern und zur Grundlage des Weströmischen Reiches werden. Am Beispiel des Aufstiegs des römischen Bischofs zum Papst werden wir erkennen, wie sich Staat und Kirche als Gegenspieler um die Macht in der damaligen Welt verhalten. Mit welchen Mitteln um die Macht gekämpft wird, welche Propaganda eingesetzt wird. Wir werden untersuchen, welche Rolle der Islam in dieser Auseinandersetzung spielt, welche Bedeutung die Mönchsorden mit ihren vielen Mitgliedern spielen, wie sich die Kreuzzüge auswirken und wie dieser Kampf um die Macht schließlich ausgeht.

Es besteht die Möglichkeit in den Herbstferien 2015 an einer Studienreise von Antiochia bis Troja in den Vorderen Orient teilzunehmen,  auf der frühe christliche und kirchliche Stätten erkundet werden können. Gleichzeitig werden wir etwas über gelungene und nichtgelungene Beziehungen zwischen Christentum und Islam erfahren.