Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Die Neuordnung Osteuropas nach dem Zweiten Weltkrieg

Dozent

Prof. Dr. phil. Ludwig Steindorff

Zeit und Ort

Mo 10.30 – 12.00; Otto-Hahn-Hörsaal, Otto-Hahn-Platz 2

 

Beginn

27. Oktober 2014

Unterrichtsstunden

2 Semesterwochenstunden

Plätze für das Kontaktstudium

10

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

 

Inhalt:

Bereits im Februar 1946 schrieb einer der besten britischen Osteuropa-Kenner der Zeit, Hugh Seton-Watson: „Jetzt hat eine ganz neue Epoche begonnen. Sie ist durch die politische Vorherrschaft der Sowjet-Union über ganz Osteuropa, durch die Anwesenheit von Besatzungstruppen der roten Armee in mehreren Ländern und durch die Zerreißung des Wirtschaftslebens als Folge des Krieges gekennzeichnet. Die Auswirkungen dieser neuen Faktoren kann man noch nicht klar übersehen.“ Sie führten, wie wir heute wissen, zu Blockbildung und Kaltem Krieg, zur Ausbildung der vier Jahrzehnte lang stabilen sozialistischen Staatenordnung. Weitere Gegenstände der Vorlesung sind die neuen Grenzziehungen, die damit verbundenen Umsiedlungen, die Etablierung der Einparteienherrschaft in den einzelnen Ländern und die Durchsetzung des „realen Sozialismus“ in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Empfohlene Literatur:

Jens Hacker: Der Ostblock: Entstehung, Entwicklung und Struktur 1939-1980, Baden-Baden 1983;

Ivan T. Berend: Central and Eastern Europe, 1944-1993. Detour from the periphery to the periphery, Cambridge, New York: Cambridge Univ. Press 1996 (=Cambridge Studies in Modern EconomicHistory 1).

Wilfried Loth: Die Teilung der Welt. Geschichte des Kalten Krieges 1941-1955, 10. Aufl., München 2002 (=dtv 30756);

Anne Appelbaum: Der Eiserne Vorhang. Die Unterdrückung Osteuropas 1944-1956. Aus dem Amerikanischen, München 2013.