Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Die mythologischen Erzählungen der antiken Literatur und ihre Rezeption in den bildenden Künsten

Dozent Prof. Dr. Konrad Heldmann
Zeit und Ort Mi 10:15 - 11:45, Am Botanischen Garten 7  Raum E60
Beginn 29. Oktober 2014
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 20
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR


Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:

Die Mythologie ist das zentrale Thema der antiken Dichtung, aber auch die Literatur und erst recht die bildenden Künste der Neuzeit setzen eine Vertrautheit mit antiken Mythen voraus, wie sie heute nur noch für eine kleine Minderheit selbstverständlich ist. Deshalb ist diese Vorlesung zugleich als Einführung und als Überblick konzipiert. Im ersten Teil werden alle wichtigen antiken Götter und Göttinnen vorgestellt: ihre Macht- und Zuständigkeitsbereiche, ihre Erkennungszeichen und wofür sie berühmt oder berüchtigt sind. Im zweiten Teil werden Erzählungen des antiken Mythos von exemplarischer Bedeutung behandelt; sie stammen überwiegend, aber nicht ausschließlich aus Ovids Metamorphosen und handeln außer von den Liebesaffären der Götter und von den berühmten Helden und deren Taten (Perseus und Andromeda) auch von den Grunderfahrungen der Sterblichen: wie wunderbar sie für ihre Redlichkeit belohnt (Philemon und Baucis) und wie schrecklich sie für ihre Anmaßung bestraft werden können (Niobe; Marsyas), aber auch von tragischer Liebe (Pyramus und Thisbe) und von mancherlei mehr. Dabei lässt sich immer wieder zeigen, wie sich die Erzähler und Künstler aller Epochen die Wandlungsfähigkeit des Mythos zunutze machen und ihm bewusst oder unbewusst eine neue Botschaft abgewinnen.