Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Religionsgeschichte: Glaube und Macht

Aufgrund der sehr geringen Anzahl der Anmeldungen wird die Veranstaltung von Herrn Maly in diesem Wintersemester leider nicht stattfinden. Alle Angemeldeten erhalten eine gesonderte Nachricht über die Stornierung. Bereits gezahlte Teilnahmeentgelte werden umgehend erstattet.

Dozent Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i.R.)
Zeit und Ort Di 14.15 -15.45; Leibnizstr. 8, Raum 234
Beginn 29. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 20
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Methode:

Themenerarbeitung anhand von Vorträgen, Textlektüre sowie Diskussionsrunden.

 

Inhalt:

In allen Religionen der Welt gibt es eine Beziehung zwischen Grundvertrauen und der Erkenntnis von Wahrheit.

Glaube scheint dabei das Kriterium zu sein, das einen „wahren“ Einblick in die Welt und in das Wesen der eigenen Person geben kann.

 Grundvertrauen hingegen ist eine Vergewisserung welche dem Individuum vermittelt, dass es in allen Lebenslagen geborgen ist, in seinen Handlungen richtig geleitet wird und über die eigenen Kräfte hinaus in ein System eingebettet ist, das jeden Einzelnen trägt, hält und schützt, möglicherweise sogar über den eigenen Tod hinaus.

Dieser persönliche Glaube bezieht sich meistens auf ein kulturell vorgegebenes System allgemeiner Glaubensvorstellungen, die wiederum versuchen Grundvertrauen zu bestätigen und ebenso einen Anspruch erheben, dass in sie eingebundene Personen die Welt wahrhaftig durch Erkenntnis und Erleuchtung durchschauen können.

Weil sich beide Bereiche, der persönliche oder individuelle Glaube wie auch die allgemeinen Glaubensvorstellungen in den verschiedenen Religionen auf Grundbedürfnisse des Menschseins beziehen, sind sie manipulierbar.

 

Wir werden uns im Wintersemester damit befassen, wie Glauben benutzt werden kann um Menschen zu manipulieren, wie Glaube für politische Zwecke missbraucht wird, wie in unterschiedlichen Zeiten religiöses Wissen, religiöse Empfindungen oder Gefühle genutzt wurden, um über Menschen mit ähnlichen oder fremden Glaubensvorstellungen zu herrschen, sich sie oder ihren Besitz anzueignen oder sie zu vernichten.

Möglicherweise werden wir genaueres darüber erfahren, ob „Religionskriege“ tatsächlich ihren Ursprung in unterschiedlichen Glaubensvorstellungen haben oder ob sie dazu dienten, jeweils eigene Machtvorstellungen auch mit Hilfe von religiösen Vorstellungen durchzusetzen.

Beispiele dafür lassen sich in der gesamten Menschheitsgeschichte bis auf den heutigen Tag finden.