Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Die Umbrüche in Osteuropa 1989-1991

 

Dozent Prof. Dr. phil. Ludwig Steindorff
Zeit und Ort Mo 10.15 – 11.45; Otto-Hahn-Hörsaal 2
Beginn 28. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

 

Inhalt:

Nachdem es mehrere Jahrzehnte geschienen hatte, die aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangenen politischen und gesellschaftlichen Ordnungen in Europa würden langfristig stabil bleiben , kam es, einsetzend mit der Solidarnosc-Bewegung in Polen um 1980, im Bereich der bis dahin sozialistischen Staaten zu Umbrüchen, die nicht nur die inneren Verhältnisse, sondern teilweise auch die Staatsgrenzen veränderten. In den jugoslawischen Nachfolgekriegen nahm der Umbruch extrem gewaltsame Form an. Wir wollen den Verlauf der Neuordnung in den einzelnen Ländern und die gegenseitigen Beeinflussungen betrachten, auf die Rolle von Religion und Nation als neue, alte Identifikationen eingehen und den Umbruch als wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierungskrise untersuchen. Wir werden die unterschiedlichen Formen der Konsolidierung und deren Sichtweisen auf das Erbe der sozialistischen Ära vergleichen.

 

Empfohlene Literatur:

Zur Einführung: Gale Stokes: The Walls Came Tumbling Down. The Collapse of Communism in Eastern Europe, New York - Oxford 1993;

Renéo Lukic – Allen Lynch: Europe from the Balkans to the Urals. The Disintegration of Yugoslavia and the Soviet Union, Oxford: 1996;

György Dalos: Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa, München 2009.