Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Die Lerche Gottes: Franz Schubert

Dozenten Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt
Zeit und Ort Fr. 10.15 – 11.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 168
Termine 20. Oktober bis 15. Dezember 2017
Unterrichtsstunden 16
Teilnehmerzahl  max. 40
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

Inhalt:
Die „Lerche“ ist aus Wilhelm Müllers Gedicht „Morgengruß“ übernommen: „Die Lerche wirbelt in der Luft“. Das Gedicht finden wir auch in Franz Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“. – In der „Wiener Klassik“ hatte die abendländische Tonkunst einen Höhepunkt erreicht. Schubert äußerte sich, dass nach Beethoven alles Komponieren nur noch epigonal bleiben könnte. Das ist nicht der Fall gewesen. Das Musikleben und damit auch die Musik entwickelten sich weiter. Mit seinen Werken hat Schubert eine neue Musikkultur eingeleitet. Das wird vor allem deutlich in seinen späteren Werken. Seine „unvollendete“ Sinfonie und seine „Große C-Dur“ Sinfonie führen weiter zur romantischen Sinfonie (Schumann, Mendelssohn, Brahms) sowie zur Programm-Sinfonie (Berlioz) und zur Sinfonischen Dichtung (Liszt). – Mit seinem Bühnenwerk bereitet er die romantische Oper vor (Weber, Lortzing, Cornelius). – In seinen Liederzyklen („Die schöne Müllerin“; „Winterreise“) und in seiner späten Kammermusik („Der Tod und das Mädchen“; „Forellenquintett“; Streichquartett G-Dur, DV 887) eröffnen sich ganz neue Dimensionen einer persönlichen Welterfahrung. Damit hat Schubert zugleich eine Brücke geschlagen zur späten Romantik, vor allem zu Hugo Wolf, Gustav Mahler und Richard Strauss.