Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Bertolt Brecht – Leben und Werk (Teil 1)

Dozent Prof. Dr. phil. et med. habil. Christian Andree
Zeit und Ort Fr 10.30 – 12.00;
Pharmakologisches Institut Bibliothek, Hospitalstr. 4
Beginn 27. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12, max. 25
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:

Der Mann, der schwer herzkrank am 14. August 1956 in der Berliner Charité (Ost-Berlin) starb, war ein umstrittener Jahrhundertdichter. Die Vorfahren des am 10. Februar 1898 in Augsburg geborenen Sohnes gutbürgerlicher Eltern stammten aus dem Schwarzwald („Ich bin aus den schwarzen Wäldern, und die Kälte der Wälder wird in mir bis zu meinem Absterben sein.“). Schon als Schüler durch Unbotmäßigkeit und freche Gedichte aufgefallen, zeigte Brecht früh Mitleid mit Armen und Unterdrückten. Seine „Sklavensprache“ wird Gegenstand unserer Untersuchung sein, und auch seine zahlreichen Liebschaften werden in der auf mindestens zwei Semester angelegten Vorlesung eine zentrale Rolle spielen. Keine einzige dieser Frauen hat die Begegnung mit ihm bedauert. Kein Wunder, dass seine Liebeslyrik zum Schönsten gehört, was die Literatur des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Entscheidende schöpferische Jahre seines Lebens fielen in die Emigration zwischen 1933 und die späten 1940er Jahre in den USA, der Schweiz und anderen Ländern. Sein politisches Werk und Tun wird also ebenfalls einen wichtigen Betrachtungspunkt dieser Vorlesung bilden. Und dann seine Dramen (Stücke)! Seit ihrem Erscheinen ununterbrochen bis heute weltweit gespielt, müssen wir uns mit ihnen und dem von Brecht etablierten „epischen Theater“ auseinandersetzen. Zahlreiche Filme werden das Programm ergänzen.