Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Deutsche Malerei im späten 16. und im 17. Jahrhundert

Dozenten Prof. Dr. Christoph Jobst
Zeit und Ort Do 16.15 – 17.45 Uhr;
Christian- Albrechts-Platz 2 – Hörsaal A
Beginn 26 Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Die Vorlesung richtet den Blick auf die sehr reiche und vielfältige künstlerische Produktion deutscher Maler im späteren 16. und im 17. Jahrhundert. Gewiss war Deutschland im 17. Jahrhundert durch den verheerenden Dreißigjährigen Krieg geprägt. Das hatte Auswirkungen auf die Kunstproduktion des Landes. Dennoch wurde deutsche Malerei des 17. Jahrhunderts von der Kunstgeschichte lange unterschätzt und vernachlässigt. Immerhin gewann dieses Gebiet in den letzten Jahrzehnten verstärkte Aufmerksamkeit, vor allem dank gründlicher monographischer Studien und Ausstellungen, etwa zu Adam Elsheimer, Johann Schönfeld, Jan Liss oder Jürgen Ovens. Anders als die Maler aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Spanien erlangten die Deutschen im oben genannten Zeitraum nicht jene Reputation, die etwa ein Rembrandt, ein Rubens oder ein Poussin besaßen. Auch fehlte in Mitteleuropa ein Kunstzentrum vom Range Roms, Amsterdams oder Antwerpens. Aus deutschsprachigen Ländern stammende Maler waren großenteils außerhalb der Grenzen des damaligen Reiches tätig. Und so verarbeiteten sie in ihren Werken auch unterschiedlichste Einflüsse. Elsheimer, der Maler der kleinformatigen Kupfertafeln, war von Rom und dem dortigen internationalen künstlerischen Austausch geprägt, Ovens hingegen orientierte sich an Rembrandt und konnte in der Nachfolge dieses Meisters in Amsterdam beachtliche Erfolge verbuchen. Sowohl niederländisch als auch italienisch beeinflusst war die Kunst des aus dem schleswig-holsteinischen Oldenburg stammenden Jan Liss.
Zum besseren Verständnis der Kunst vor, um und nach 1600 ist die Kenntnis auch der Werke der aus dem damaligen Deutschland stammenden Maler unerlässlich. Die Vorlesung wird mit einer großen Auswahl von Werken die wichtigsten Entwicklungen nachzeichnen.