Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Die Reformation und ihre Folgen

Dozent Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i. R.)
Zeit und Ort Di 14.15 -15.45 Uhr;  
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 26
Beginn 25. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 25
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

Inhalt:

Die Reformation und die sich daraus ergebende Konfessionalisierung haben Europa verändert.
Es entstehen Staatsreligionen. Besitz und Macht werden mit den dazu gehörenden Auseinandersetzungen neu verteilt.
Das Schlagwort „Wes des Landes, des der Glaube“ dient als Grundlage für Enteignungen und Vertreibungen, wie es sie bis dahin kaum gegeben hat.
Alle Bevölkerungsteile werden durch die Religionspolitik der herrschenden Klassen betroffen. Das gilt für beide Konfessionen, sowohl der katholischen als auch der protestantischen.
Die Frage nach dem „rechten Glauben“ wird benutzt, um sich fremden Besitz anzueignen, was zu einer Häufung von Hexenprozessen in Europa führt. Es lohnte sich Personen wegen Hexerei anzuzeigen, weil ein großer Teil des Besitzes der Angeklagten dem Anzeigenden zugesprochen wurde. Gleichzeitig nahm die Folter zu, weil ein Geständnis gebraucht wurde, um die Delinquenten verurteilen zu können.
Die Instrumentalisierung des Glaubens durch die Politik zum Nutzen der jeweils Herrschenden durchzieht das Zeitalter der Konfessionalisierung.
Diese Entwicklungen, die bis heute nachwirken, werden wir im Wintersemester untersuchen.