Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Musik als Welterfahrung: Gustav Mahler

Dozenten Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt
Zeit und Ort Fr. 10.15 – 11.45 Uhr; Olshausenstr.75, Gebäude S2, Raum 168
Termine 21. Oktober - 16. Dezember 2016 (9 Termine)
Unterrichtsstunden 18
Teilnehmerzahl min.10; max. 40
Veranstaltungsentgelt 25,- EUR

Inhalt:
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat sich ein neues Kunstverständnis herausgebildet; Musik und bildende Künste werden als Medium einer Welt- und Seinserfahrung verstanden. Gustav Mahler liefert hier ein treffendes Beispiel. Zu einem Freund hat er gesagt, er sei imstande, seine ganze Weltanschauung, seine Lebensauffassung ebenso in Tönen wiederzugeben, wie irgendeine Empfindung, einen Naturvorgang oder eine Landschaft. – Hier besteht die Gefahr, dass seine Musik als Programmmusik fehl interpretiert wird.
Bruno Walter, sein Mitarbeiter und engster Freund, hat sich geäußert, dass bei Mahler existentielle Fragen im Mittelpunkt standen: „Von wo kommen wir? Wohin führt unser Weg? Habe ich wirklich, wie Schopenhauer meint, dies Leben gewollt? Warum glaube ich frei zu sein und bin doch in meinen Charakter gezwängt wie in ein Gefängnis“? In seinem Schaffen ist Gustav Mahler von Richard Wagner beeinflusst worden. Er wollte mit seiner Tonkunst ein neues kulturelles Bewusstsein einleiten.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen folgende Werke:
G. Mahler, 2. Sinfonie (Auferstehung)
G. Mahler, 3. Sinfonie
G. Mahler, 4. Sinfonie
G. Mahler, 7. Sinfonie
R. Strauss, Eine Alpensinfonie
H. Berlioz, Symphonie fantastique
Fr. Liszt, Prometheus
A. Bruckner, 4. Sinfonie (Romantische)