Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Mozarts Meisteropern

Dozent Dr. Klaus Volker Mader
Zeit und Ort Mi 16.15 – 17.45 Uhr; Olshausenstr. 75, Hörsaal 1
Beginn 26. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 14; max. 80
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:

Ging das Genie schon einen Schritt zu weit?“ fragte sich Richard Wagner anlässlich einer Aufführung von Mozarts Zauberflöte. Dahinter stand die berechtigte Frage, ob dieses Niveau von der Nachwelt jemals wieder erreicht oder gar übertroffen werden könnte. Bei aller Würdigung seines großartigen Gesamtwerks war Mozart als Musikdramatiker eine absolute Ausnahmeerscheinung. Dabei war die kongeniale Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte einer der größten Glücksfälle der Operngeschichte. Mit „Figaros Hochzeit“, „Don Giovanni“ und „Cosi fan tutte“ schufen sie gemeinsam drei absolute Meisterwerke, die nicht nur durch brillante musikalische Einfälle und spritzige Texte faszinieren sondern auch durch ihre gesellschaftskritischen Thematik. Diese ist zwar natürlich aus dem historischen Kontext zu sehen, macht in ihrer Grundsätzlichkeit die Inszenierung der drei Opern auch heute noch für jeden Regisseur zu einer spannenden und dankbaren Aufgabe. Bereits zuvor hatte Mozart mit dem Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ einen Meilenstein des deutschsprachigen Musiktheaters geschaffen. Seine bei uns am häufigsten aufgeführte Oper aber ist „Die Zauberflöte“. Viele Mythen ranken sich um dieses Werk. Unterschiedlichste gesellschaftliche Gruppierungen haben in den letzten 200 Jahren die Deutungshoheit über den Inhalt dieses musikalischen Meisterwerks beansprucht. Es hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Volker Mader hat szenische Aufführungen aller dieser Opern selbst dirigiert und ist also mit den Hintergründen der Inszenierungen bestens vertraut. In der Vorlesung wird er deshalb vor allem auf die Personenführung und die Anlage der Charaktere bei Mozart eingehen. Neben der ausführlichen Besprechung der Meisteropern, die durch zahlreiche Klang- und Videobeispiele illustriert wird, geht die Vorlesung auch auf das gesamte Opernschaffen Mozarts und seine Rolle in der Geschichte der Oper ein. Dabei werden an Hand von Klangbeispielen musikalische Vergleiche zu anderen Komponisten gezogen.