Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Das christliche Abendland – Kunst und Baukunst im Mittelalter – Die Gotik, Teil 3

Dozent Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Christian Otterbein, Kunsthochschulprofessor i. R.
Zeit und Ort Do 16.15 -17.45 Uhr; Olshausenstr. 75, Gebäude S3, Raum 30
Beginn 27. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 15; max. 60
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:
Der Höhepunkt des Mittelalters ist zweifellos die Zeit der Gotik. Es ist die Zeit der Bauhütten und der Zünfte. Die Baukunst entwickelt sich vom Massenbau zum äußerst differenzierten Gerüstbau, der statisch-konstruktive Leistungen bis ins Extreme optimiert und dabei ein völlig neues Raumgefühl erzeugt, welches Licht als aktives Architekturelement einsetzt. Dabei spielen Maßverhältnisse sowohl in religiös-symbolischer als auch in soziologischer und ästhetischer Hinsicht eine herausragende Rolle!
Es werden neue Bautechniken gewagt, ohne die diese Werke nicht möglich gewesen wären!
Es ist kulturell aber auch die Zeit des Minneliedes und der bildhaften Darstellung des Totentanzes.
Marien-und Christusdarstellungen in Bildhauerei und Malerei (Tafelbilder und Glasfenster), und ebenso der spätgotische Flügelaltar mit seiner differenzierten ikonographischen Farbsymbolik werden bedeutsam!
Wenn mit der Gotik auch die Epoche des Mittelalters endet, so greifen doch spätere Zeiten häufig auf die mannigfaltigen Errungenschaften der Gotik zurück.