Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Richard Wagner: der Ring des Nibelungen

Dozenten

Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt

Zeit und Ort

Fr. 10.15 – 11.45 Uhr;
Olshausenstr.75, Gebäude S2, Raum 167

Termine

ab 15.April 2016 (8 Termine)

Unterrichtsstunden

16

Teilnehmerzahl

min.10; max. 30

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

Inhalt:
Wagner war reformbesessen. Er wollte, jungdeutschen Ideen folgend, eine neue Weltkultur auf den Weg bringen. Für ihn war die Menschheit „entartet“ und in einem „Chaos der modernen Civilisation“ versunken. Seine Musik war für ihn „die höchste, die erlösenste Kunst“. Mit ihr wollte er die „kraftlose“ Religion ablösen und den zu sich selbst befreiten, den „inneren Menschen“ in eine „neue Welt aus Liebe und Schönheit“ führen.
Wagner hatte also vor, mit künstlerischen Mitteln ein Paradies auf Erden zu schaffen. Er hat diese Vorstellungen konsequent verfolgt. So spannt sich ein Bogen von seiner frühen Oper „Rienzi“ (1842) zum „Der Ring des Nibelungen“ (1876). Friedrich Nietzsche hat Wagner zunächst bewundert. Er war überzeugt, dass sich in Wagners Kunst die „Wiederkehr des Dionysischen“ und damit der Zugang zu „elementaren Schichten des Lebens“ vollendet. Zum Bruch kam es dann aber, als Wagner 1882 seinen „Parsifal“ komponierte, wo der leidende Gurnemanz durch die Mitleidsfrage erlöst wird. Für Nietzsche war das ein Rückfall in den christlichen Glauben. –
Wagner war Adolf Hitlers Lieblingskomponist. Er wurde im „Dritten Reich“ der führende deutsche nationale Komponist.