Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Das christliche Abendland Kunst und Baukunst im Mittelalter – Die Romanik – Teil 2

Dozent

Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Christian Otterbein,
Kunsthochschulprofessor i. R.

Zeit und Ort

Do 16.15 -17.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 23

Beginn

14. April 2016

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 15; max. 45

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

Inhalt:
Das europäische Kulturverständnis fußt maßgeblich in dieser Zeit der Romanik.
Denn hier konnten erstmalig eigenständige Vorstellungen in Kunst und Baukunst entwickelt werden, nachdem bisher überwiegend mittelmeerische und byzantinische Vorbilder maßgeblich waren. Während die mittelmeerische Kultur einer horizontalen Ausdehnung von Bauwerken den Vorzug gab, ist die nordische Entwicklung durch ein Streben in die Höhe gekennzeichnet.
Ganz bedeutsam in diesem Zusammenhang sind die verschiedenen neuen Orden mit ihren Klöstern und Klosterkirchen. Höhepunkte sind dann die romanischen Kaiserdome in Worms, Speyer und Mainz.
Um die äußerst kunstvollen Skulpturen, insbesondere an den Fassaden und Kapitellen interpretieren zu können, ist eine ausreichende Kenntnis der christlichen Ikonologie nötig. Besonders spannende Beispiele gibt es gerade auch in Frankreich. Aber auch in Italien der Staufer-Zeit finden sich bemerkenswerte Bauten.
Das Christusbild ist einer ständigen Wandlung unterworfen, von der Romanik bis in die Zeit der Gotik und auch danach. Bei der technischen Entwicklung, besonders der Gewölbe, die bei frühchristlichen Kirchenbauten gemieden wurden, entstehen jetzt faszinierende Innenräume, die mit der Antike konkurrieren. Die Europäische Entwicklung geht danach in großen Schritten erneut unaufhaltsam voran und erreicht in der darauf folgenden Gotik einen technischen, künstlerischen und auch kulturellen Höhepunkt.