Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Ausgewählte Aspekte der Emanzipation der "Psychisch Kranken" und der sozialpsychiatrischen Entwicklung

Dozent                  Fritz Bremer

Zeit und Ort            Di 16.15 - 17.45 Uhr, Der Raum wird noch bekannt gegeben.

Termine                  7., 14. und 21. April; 5., 12. und 19. Mai 2020

Unterrichtsstd.       12

Teilnehmerzahl      12

Veranst.-entgelt     25,- EUR

 

Inhalt: Mit den folgenden Themen soll der sozialgeschichtliche und sozialpsychiatrische rote Faden, der in den beiden vorhergehenden Semestern aufgenommen wurde, weiter gesponnen werden. Die Themenauswahl ergab sich aus der Abschlussdiskussion des vorhergehenden Seminars.

  • Psychose, Depression, Zwangserkrankung - was ist das? Was erleben die betroffenen Menschen? Wie sind diese Erfahrungen zu verstehen? Und was kann helfen?
  • "Auf der Spur des Morgensterns - Psychose als Selbstfindung - das epochemachende Buch von Dorothea Buck und was es bewirkte. Informationen über Dorothea Bucks Leben und ihr Werk.
  • Wie geht es eigentlich den Kindern psychisch erkrankter Eltern? - Warum wurde ihre besondere Situation so spät entdeckt? Welche Hilfen brauchen sie und welche Hilfen gibt es?
  • Die Ökonomisierung der sozialen Arbeit - was ist das? Mit welchen Methoden hat die  Ökonomisierung auch in der sozialpsychiatrischen Arbeit die Sprache, das Denken, Haltungen, Zielvorgaben, die Praxis insgesamt verändert? Wie wurden "Patienten" zu "Kunden"? Was bewirkt der Vorrang der Ergebnisorientierung?
  • Was ist eigentlich "Inklusion" für psychisch erkrankte Menschen? Wie können sie zu mehr Zugehörigkeit und Teilhabe finden? - Vorstellung des niederländischen Konzepts "Kwartiermaken".

 

Die Veranstaltung ist natürlich offen für neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In der ersten Sitzung werden wir uns mit dem Ablauf und mit dem roten Faden befassen. Es werden Fachartikel, Berichte und andere Texte verteilt, so dass alle die Möglichkeit haben, sich in die ausgewählten Themen einzulesen.