Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Workshop: Kommunikation – Theorie und Praxis

 

Dozentin

Hildtraut Bruhns (Diplom-Sozialpädagogin)

Zeit und Ort

Di 18.00 bis 20.30 Uhr,
Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 514

Termine

14.04., 21.04., 28.04., 12.05., 19.05., 02.06., 09.06., 23.06.2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 10; max. 15

Veranstaltungsentgelt

60,- EUR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

Die thematische Gestaltung basiert auf den Konzepten der humanistischen Psychologie und der Kommunikationspsychologie. Die humanistische Psychologie orientiert sich an den Bedürfnissen (u. a. Kontakt, Anerkennung, Selbstentfaltung), Werten (u. a. Gleichberechtigung, Toleranz, Fairness) und der Würde des Menschen, um seelische Gesundheit und persönliches Wachstum in der Gemeinschaft zu unterstützen.

Menschliche Motivation zielt von daher im Kern auf Beziehungen, die den Grundbedürfnissen (Kontakt, Anerkennung usw.) entsprechen und Räume für seelisches Wachstum, Selbstentfaltung sowie Lebensqualität im Miteinander zu schaffen.

Das Thema „Kommunikation“ hat demnach einen tragenden Stellenwert im zwischenmenschlichen Umgang, denn sie entscheidet darüber, ob Beziehungen überhaupt gelingen.

Die alltägliche Erfahrung zeigt allerdings, dass so manches danebengehen kann, wenn wir miteinander kommunizieren.

So entstehen Störungen, Missverständnisse, Konfusionen auch Tragödien z. B. durch das „falsche Wort“, die individuelle Interpretation, verletzende Verhaltensweisen und andere Umstände, die eine gute Verständigung mehr oder weniger behindern.

Offensichtlich ist gelungene Kommunikation – so erstrebenswert sie für uns ist – kein leichtes Unternehmen. Kommunikation als wechselseitiger Austauschprozess von Informationen ist ein komplexes Geschehen, denn sie vollzieht sich im Kontakt nicht nur durch die Sprache: auch Mimik, Gestik, Körperhaltung – oftmals nicht bewusste Signale – wirken auf den Verständigungsprozess ein. Außerdem gibt es oftmals wenig Eindeutigkeiten und keine objektive, keine „wirklichkeitstreue“ Wiedergabe des Gesagten. Paul Watzlawick (Kommunikationswissenschaftler) beschreibt, dass jeder Mensch sich praktisch seine Wirklichkeit konstruiert, so gibt es also unterschiedlichste Wirklichkeitsauffassungen.

Angesichts dieser Tatsachen bleibt zu fragen, wie begegnen wir dieser kommunikativen Komplexität, dieser Herausforderung?

Wie können wir mit unseren kommunikativen Fähigkeiten, unseren Einsichten, Wertorientierungen und Haltungen dazu beitragen, dass menschliche Begegnung und Verständigung zufriedenstellend gelingt?

Wie können wir einen Konsens erzielen?

Diesen Fragestellungen möchte ich mit Ihnen anhand von relevanten kommunikationspsychologischen Erkenntnissen theoretisch und praxisorientiert nachgehen.

 

Inhaltliche Schwerpunkte:

-         Kommunikationsmodelle (P. Watzlawick, Schulz von Thun)

-         Basiskompetenzen z. B. aktiv Zuhören

-         Wahrnehmung, Wertorientierungen, soziale Kompetenz

-         Die Bedeutung der Beziehungsebene

-         Empathie

-         Förderliches, hinderliches Gesprächsverhalten

-         Gesprächstechniken

-         Störungen wahrnehmen-klären-zueinander finden

-         Feedback

-         Metakommunikation

 

Methodisch arbeite ich mit dem Handlungskonzept der Themenzentrierten Interaktion (R. Cohn).

 

Literatur:

-         Friedemann Schulz von Thun, Miteinander reden 1 – Allgemeine Psychologie der Kommunikation, rororo, 51. Auflage 2014

-         Paul Watzlawick, Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gerne Knoblauch essen, Piper 2008

-         Hrsg. Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig Holstein 2003, Schreberweg 5, 24119 Kronshagen, Titel:  Professionelle Gesprächsführung, Best.-Nr. 21011/2001