Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Religionsgeschichte: Staatskirche, Kirchenstaat oder Staat gegen Kirche

Dozent

Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i. R.)

Zeit und Ort

Di 14.15 -15.45;  
Leibnizstr. 10, Raum 201

Beginn

07. April 2015, der Termin am 14. April.2015 fällt aus!

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 10; max. 24

Veranstaltungsentgelt

35.- EUR

 

Inhalt:

Wer hat die Macht? Wer bestimmt über Menschen, Geld und Land?   Wer entscheidet über die Ressourcen der Welt, Kirche oder Staat?

In der Spätantike werden die Grundlagen gelegt für die Beziehungen der Staaten zu den Vertretern der Religionen. Im vergehenden Weströmischen Reich verbündet sich die Kirche in Rom mit den germanischen Herrschern, im Ostrom entsteht eine Staatskirche. In beiden Reichen wachsen Macht und Einfluss der Kirchen. Sie überleben den Untergang der Staaten und fangen an, über das Seelenheil der Menschen im Diesseits und im Jenseits zu entscheiden.

Im Sommersemester werden wir untersuchen, welche Mittel jeweils eingesetzt wurden, welche herausragenden Personen an diesem Prozess beteiligt waren, welche historischen Gegebenheiten genutzt werden konnten. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit dem Islam, der sich unglaublich schnell in Teilen des untergehenden römischen Reiches ausbreitet, dazu gehört die jeweilige Propaganda, die sich auch in der Entwicklung der Kirchenbauten von der Antike über Romanik bis Gotik zeigt, dazu gehören die Wirtschaftsbeziehungen, die trotz der religiösen und militärischen Gegnerschaft niemals beendet wurden und die soziale Lage der Bevölkerung. Ebenso gehört dazu die innerkirchliche Kritik der Mönchsorden und Laien, die die Institution Kirche und den Islam verändern.

Aus dieser Veranstaltung könnte sich eine Studienreise ergeben, auf der die Kultur der Städte in Mittelitalien mit ihren außergewöhnlichen Kirchen, Plätzen und Bauwerken erkundet werden kann. Diese Reise würde von Modena über Bologna, Ravenna, San Marino, Perugia, Assisi nach Rom führen.