Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Joseph Haydn, Die Schöpfung

Dozenten

Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt

Zeit und Ort

Fr. 10.15 – 11.45;
Olshausenstr.75, Gebäude S2, Raum 166

Termine

17.04., 24.04., 08.05., 15.05., 22.05., 29.05., 05.06., 12.06., 19.06.2015

Unterrichtsstunden

18

Teilnehmerzahl

min.10; max. 30

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

Inhalt:

Haydns großes Oratorium „Die Schöpfung“ ist entstanden 1796 – 1798. Es ist also ein Alterswerk und zugleich der krönende Abschluss seines Gesamtwerks. Den Auftrag erhielt Haydn vom Baron Gottfried van Swieten.

Der hat auch das Textbuch geschrieben, eine Bearbeitung von John Miltons Paradise Lost. Der Baron war Haydns Freund und Mäzen. Er sorgte dafür, dass dieser ohne Geldsorgen und in Ruhe zwei Jahre am Werk arbeiten konnte. Haydn hat geschrieben: Nie war ich so fromm als bei der Komposition der ´Schöpfung´. Wie konnte ein Mensch den gewaltigen Schöpfungsakt überhaupt zum Klingen bringen?

Sein Werk ist ein Vermächtnis und eine Mahnung, Gott dankbar zu sein für sein Schöpfungswerk und dafür zu sorgen, dass es weiter gepflegt wird und erhalten bleibt. Wir sind in der Zeit der beginnenden Industrialisierung.

Der fromme Christ Joseph Haydn (1732 – 1809) folgt damit Jean Jacques Rousseaus (1712 – 1778) kulturkritischem Leitspruch: Zurück zur Natur.

Wir werden in dieser Veranstaltung eingehend die musikalischen Besonderheiten der „Schöpfung“ und auch der „Jahreszeiten“ behandeln. Und davon ausgehend werden wir weitere „Naturwerke“ behandeln und vergleichen:

-         Antonio Vivaldi, Vier Jahreszeiten

-         Ludwig v. Beethoven, 6. Sinfonie (Pastorale)

-         Franz Schubert, Die schöne Müllerin

-         Gustav Mahler, 3. und 6. Symphonie

-         Richard Strauss, Eine Alpensinfonie.