Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Henrik Ibsen

Dozentin

Dr. Karin Wittlinger

Zeit und Ort

Do 18.00 bis 21.15;
Olshausenstr.75, Gebäude S2, Raum 24

Termine

23.04.; 07.05.; 21.05.; 04.06.; 18.06.; 02.07.2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 8; max. 14

Veranstaltungsentgelt

60,- EUR

 

Inhalt:

Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen seine Lebenslüge, so nehmen Sie ihm zugleich sein Glück.                                    Die Wildente

 

Die „Lebenslüge“ ist das große Thema des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen (1828-1906). In seinen großen Familiendramen, deren Aktualität sich in der ständigen Präsenz auf den großen Bühnen der Welt widerspiegelt, zieht er gegen die verlogene Moral seiner Zeit und seiner Zeitgenossen zu Felde. Den Ort des Geschehens bildet dabei stets der Mikrokosmos Familie. Im Fokus des Seminars stehen daher die Dramen Ein Puppenheim, Gespenster, Die Wildente, Rosmersholm, Die Frau vom Meer und Hedda Gaber. Wie sind diese fiktiven Familien aufgestellt, welche Rolle und welche Funktionen übernehmen sie? Und warum wird Ibsen noch immer gespielt, obwohl die Familie als Lebensmodell fortwährend totgeredet wird? Ist „Familie“ überhaupt noch ein Thema der modernen Dramatik? Diesen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden.

Die Lektüre der einzelnen Dramen wird in der ersten Stunde festgelegt. Bis auf das Stück Rosmersholm sind alle Dramen im Reclam Verlag erhältlich oder im Internet abrufbar.