Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen – Les Fleurs du Mal

Dozentin

Dr. Karin Wittlinger

Zeit und Ort

Do 12.15 bis 13.45;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 210

Beginn

16. April 2015

Unterrichtsstunden

20

Teilnehmerzahl

min. 10; max. 20

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

Inhalt:

Die Blumen des Bösen – Wer kennt sie nicht – zumindest vom Hörensagen. Das lässt sich ändern. Charles Baudelaire (1821-1867) zählt zu den bedeutendsten Lyrikern Frankreichs und gilt als Wegbereiter der literarischen Moderne.

1857 veröffentlicht Baudelaire hundert Gedichte, die heute zum Kanon der Weltliteratur gehören. Damals lösten sie allerdings einen öffentlichen Skandal aus, der in ein gerichtliches Verfahren mündete. Der Verfasser musste eine Geldstrafe zahlen und einige Gedichte durften nicht mehr gedruckt werden. Gotteslästerung und Beleidigung der öffentlichen Moral wurden dem Verfasser vorgeworfen.

Die bildgewaltigen Gedichte brechen mit vielen bürgerlichen Tabus und rücken das lyrische, völlig illusionslose Ich in den Mittelpunkt des Kosmos. In diesem Prozess systematischer Desillusionierung und Melancholie nimmt jedoch die Vision einer neuen Welt Gestalt an, einer Welt, in der sich der Künstler noch immer auf Gott bezieht und sein Werk als Zeichen versteht, um sich vor ihm zu verantworten.

 

Texte:

Die Gedichte (sicher nicht alle) werden auf Deutsch gelesen. Französischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Es gibt viele Übersetzungen, aber ich finde die zweisprachige Ausgabe Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen/Les Fleurs du Mal, Deutsch/Französisch, übersetzt von Friedhelm Kemp, herausgegeben von Claude Pichois, geeignet.