Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Religionsgeschichte: Glaube und Macht

Dozent

Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i.R.)

Zeit und Ort

Di 14.15 -15.45; Wilhelm-Seelig-Platz 3, Seminarraum 10

Termine

15.04., 22.04., 29.04., 06.05., 20.05., 27.05., 03.06., 10.06., 17.06., 24.06., 01.07., 08.07.2014

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl max.

30

Veranstaltungsentgelt

35.- EUR

Zusatzentgelt

Für Kopien, Materialien, Medien oder Labornutzung können nach Absprache weitere Kosten entstehen.

 

Methode: Themenerarbeitung anhand von Vorträgen, Textlektüre sowie Diskussionsrunden.

 

Inhalt:

Wenn wir aktuelle Meldungen wahrnehmen, erleben wir oft Beziehungen zwischen religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen und politischer Macht.

Religion und Glaube werden genutzt um politische Vorhaben zu stützen und durchzusetzen. Macht und Herrschaft werden umgekehrt benutzt um religiöse und weltanschauliche Vorstellungen zu befördern.

Wenn diese Beziehung gelingt, kann sie sich vorteilhaft für die Beteiligten auswirken. Gelingt sie nicht, bleiben viele Menschen auf der Strecke.

Im Sommersemester werden wir uns mit europäischer Religionsgeschichte befassen und versuchen zu verstehen, wie dort Religion, Glaube und Macht miteinander korrespondieren.

Wo wird Glaube genutzt, um Bestehendes zu festigen und zu sichern und wo führen religiöse Entwicklungen politische Veränderungen herbei und ermöglichen eine neue Sicht auf die Welt.

Dazu gehört die Besiedlung des Mittelmeers durch griechische Kolonisten, römische Religionspolitik, die „Konstantinische Wende“ mit ihren Folgen, die Entstehung des Islam, die Herrschaft der Merowinger und Karolinger, die Auswirkungen der Mönchsorden, die Beziehung zwischen Papsttum und Kaisertum im Mittelalter, die Veränderung im politischen Machtgefüge durch die Reformation und deren späteren Auswirkungen.

Es besteht die Möglichkeit, auf einer Studienreise im September /Oktober 2014 „Auf den Spuren des Paulus“ die Entstehung einer religiösen Neuausrichtung im Leben und Denken der westlichen Welt nachzuvollziehen.