Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Carl Maria von Weber und die deutsche romantische Oper

Dozenten

Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt

Zeit und Ort

Fr 10.15 – 11.45; Olshausenstr. 75, Gebäude S 2, Raum 26

Termine

25.04., 02.05., 09.05., 16.05., 30.05., 06.06., 13.06., 20.06., 27.06.2014

Unterrichtsstunden

18

Teilnehmerzahl max.

30

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

Zusatzentgelt

Für Kopien, Materialien, Medien oder Labornutzung können nach Absprache weitere Kosten entstehen.

 

Inhalt:

C. M. v. Webers Oper „Der Freischütz“ wurde 1821 in Berlin uraufgeführt – mit großem Erfolg. Das lag vor allem an den schnell volkstümlich gewordenen Liedern und Arien, am naturverbundenen Szenarium und am heimatlichen Ambiente. Hier konnte das begeisterte Publikum eine deutsche romantische Oper erleben, das Gegenteil vom italienischen Musiktheater.

Weber traf mit seinem Werk einen Nerv der Zeit. Im Gefolge der Freiheitskriege hatten sich ein deutsches Nationalbewusstsein und eine Rückbesinnung auf die eigene Wesensbestimmung entwickelt. Im „Freischütz“ fanden diese Empfindungen ihren musikalischen Ausdruck. Das hatte Folgewirkungen: Es entwickelte sich die „deutsche romantische Oper“. Im Vordergrund stand hier die Sehnsucht nach einer Welt, die sich von nüchterner Alltäglichkeit und von politischen Wirren abhob. Vor allem wollte man sich beim Opernbesuch bei gefälliger Musik erholen und vergnügen und ein paar angenehme Stunden erleben.

Neben L. Spohr (Jessonda, 1823), H. Marschner (Hans Heiling, 1833), A. Lortzing (Undine,1845) hat auch R. Wagner romantische Opern geschrieben: Der Fliegende Holländer, 1843; Tannhäuser, 1845; Lohengrin, 1858. Damit war der Weg vorbereitet zu seinen Musikdramen: Der Ring des Nibelungen; Tristan und Isolde; Parsifal. Mit diesen Werken wollte er nicht nur die Musik, sondern die ganze abendländische Kultur reformieren.