Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Forschendes Lernen - Biografieforschung Thema: Themen gelenkte Erinnerungsgeschichten und Fotos

Dozentin

Elke Mahnke, Dipl. Päd., StRn

Zeit und Ort

Kurs A - Di 16.00 - 18.00 Uhr; Leibnizstr. 1, Raum 206
Kurs B - Mi 12.00 - 14.00 Uhr, Leibnizstr. 1, Raum 206

Beginn

Kurs A: 20. Oktober 2015
Kurs B: 21. Oktober 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

jeweils max. 15

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

Teilnehmende der letzten Semester; aufgrund der besonderen Thematik keine Neuzugänge.

Inhalt:
Der Blick in Fotoalben ist eine besondere Erinnerungsart, die auch als Eigen-Empathie bezeichnet wird, mit der sich das Selbstgefühl und das subjektive Erleben in das Vergangene hineinversetzen. Hierbei kommt es zu verqueren Gefühlen, die aus den Fotos atmen. Manchmal ist es das Erschrecken über die vergangene Jugend oder nicht mehr einholbare Erfahrungen, meist jedoch schieben sich zahlreiche Befindlichkeiten vor die Erinnerung und wollen wahrgenommen werden.
Fotos scheinen Verdichtungen von Erlebnissen zu sein, deren Gefühlsseite nicht zu Ende empfunden wurde, jedes Betrachten löst sie erneut aus. Nicht die Augen, sondern die Blicke werden erinnert, nicht die Worte, sondern die Stimmen. Die eine Art geht auf das ein, was passiert ist, die andere auf das, was empfunden wurde.
Der Kieler Philosoph Prof. Hermann Schmitz (2007) beschreibt sie als extrinsische und intrinsische Erinnerung. Die extrinsische, objektive nennt er szenische oder Film-Erinnerung, weil man sie sieht wie Szenen in einem Film und dabei Daten abgerufen werden. Die andere intrinsische oder subjektive Erinnerung wird atmosphärische oder emotionale Erinnerung genannt. Hierbei sind es die Gefühle und Stimmungen, die bei Ereignissen immer eine wesentliche Rolle spielen.

Ablauf:
Im Wintersemester werden die Teilnehmenden die geschriebenen Erinnerungsgeschichten überarbeiten und mit Fotos oder anderem Bildmaterial ergänzen.