Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen – Les Fleurs du Mal

Dozentin

Dr. Karin Wittlinger

Zeit und Ort

Do 14.15 - 15.45 Uhr;
Raum nach Absprache

Beginn

29. Oktober 2015

Unterrichtsstunden

20

Teilnehmerzahl

min. 10; max. 20

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

Inhalt:
Die Blumen des Bösen –1857 veröffentlicht Baudelaire hundert Gedichte, die heute zum Kanon der Weltliteratur gehören. Damals lösten sie einen öffentlichen Skandal aus, der in ein gerichtliches Verfahren mündete. Der Verfasser musste eine Geldstrafe zahlen und einige Gedichte durften nicht mehr gedruckt werden. Gotteslästerung und Beleidigung der öffentlichen Moral wurden dem Verfasser vorgeworfen.
Die heftige und langanhaltende Resonanz der Texte spiegelt sich auch in der bildenden Kunst wider. Die bildgewaltigen Gedichte brechen mit vielen bürgerlichen Tabus und rücken das lyrische, völlig illusionslose Ich in den Mittelpunkt des Kosmos. Dabei kreisen die Themen um Eros und Thanatos, Vanitas und Carpe diem, die Frau als Femme fatale im Kontext von Prostitution, Marienverehrung, Vampirismus und Unschuld.
Die Gedichte (sicher nicht alle) werden auf Deutsch gelesen. Französischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Es gibt viele Übersetzungen, aber ich finde die zweisprachige Ausgabe Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen/Les Fleurs du Mal, Deutsch/Französisch, übersetzt von Friedhelm Kemp, herausgegeben von Claude Pichois, geeignet.