Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Die Reformation und ihre Folgen III – Innerlichkeit gegen Staatskirche, Glaube zwischen Abwehr und Aufbruch

Dozent Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i. R.)
Zeit und Ort Di 14.15 -15.45 Uhr;  
Leibnizstr. 1, Raum 106b
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 25
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

Inhalt:
Nach dem 30jährigen Krieg bleiben die Angehörigen der verschiedenen Konfessionen ziemlich ratlos zurück. Welche Konfession ist die richtige? Durch die staatliche und kirchliche Propaganda, die die „fremden“ Konfessionen abgewertet hat, bleiben tiefe Gräben zwischen den Konfessionen zurück, viele Gläubige wenden sich von den aufgezwungenen Konfessionen ab und es entsteht eine große Gruppe von kirchenfernen Personen. Aus dieser Situation entwickelt sich auf protestantischer Seite der Pietismus, kirchliche Sozialwerke entstehen, die die Folgen der Nachfolgekriege im 18. und 19. Jahrhundert auffangen wollen. Gleichzeitig versucht die Obrigkeit sich der Kirchen für die Bildung des staatstreuen Untertanen zu bedienen und greift in allen Konfessionen in die Arbeit der Kirchen ein. In Preußen gründet der Staat gegen den Widerstand der Kirchen die Staatskirche der Union. Kirchliches Eigentum wird verstaatlicht und es bildet sich ein Geflecht von Abhängigkeiten zwischen Kirche und Staat. Die religionskritischen Ideen der Aufklärung und der französischen Revolution binden die Kirchen noch näher an den Staat, dessen Ideologie sie trotz der Bindung der Kirchen an Bibel und Evangelium übernehmen. Im Wintersemester werden wir diese Entwicklungen untersuchen.

Versuch über ein Kapitel jüngster Theologiegeschichte

Dozent Prof. Dr. Dr. Klaus Kürzdörfer
Zeit und Ort Mo 16.15 – 17.45 Uhr;
Leibnizstr. 1, Raum 208a
Beginn 23. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 25
Veranstaltungsentgelt 40.- EUR

 

Inhalt:
Es ist eine Erfahrung, dass historische Rückblicke erst mit zunehmender Distanz an Objektivität gewinnen. Das Risiko unseres Semestervorhabens ist also einzukalkulieren. Da sich aber die meisten theologischen Koryphäen bereits biographisch geäußert haben (u.a. Karl Barth, Joseph Ratzinger, Jürgen Moltmann, Ernst Käsemann, Hans Küng usw.), erscheint ein Versuch nicht aussichtslos. Aus einer Zusammenschau ihrer Biographien lassen sich Schwerpunktthemen herausfiltern, die unsere Semesteraufgabe rechtfertigen können. Dass freilich eine rigide Themenauswahl unumgänglich ist, steht angesichts der zur Verfügung stehenden Zeit für eine zweistündige Semesterveranstaltung außer Frage. Zwar sind Vorkenntnisse keine Zulassungsvoraussetzung, wohl aber die Bereitschaft zum Studium wichtiger Schlüsseltexte. Im Zentrum unserer Bemühung steht die Gottesfrage, die Christologie (wer war und ist Jesus Christus?), die Hermeneutik (~Methode des Verstehens) und die Interessen und Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens

Dozent Prof. Dr. phil. Lutz Berger
Zeit und Ort Di 16.15 – 17.45 Uhr;
Leibnizstr.10, Raum 325
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Diese Vorlesung bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen ersten Überblick über die Geschichte der Muslime von der Zeit des Propheten Muhammad bis in das 18. Jahrhundert. Gleichzeitig wird ein Eindruck von den Regionen vermittelt, in die sich der Islam während dieses Zeitraums ausbreitete, und in denen die verschiedenen muslimischen Reiche und Staaten entstanden.

Empfohlene Literatur:
Als vorbereitende Lektüre eignet sich Gudrun Krämer: Geschichte des Islam, München 2005.

Geschichte des zeitgenössischen Vorderen Orients

Dozent Prof. Dr. phil. Lutz Berger
Zeit und Ort Do 14.15 – 15.45,
Leibnizstr. 10, Raum 325
Beginn 26. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Wie aus dem Titel ersichtlich, soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in dieser Vorlesung ein Überblick über die Gesellschaftsund Ideologiegeschichte des modernen Nahen Ostens gegeben werden. Intellektuelle Strömungen und verbreitete Bilderwelten werden in ihren politischen, sozialgeschichtlichen und kulturellen Kontext eingebettet und in ihren Rückwirkungen auf die Gesellschaft untersucht.

Empfohlene Literatur:
Als vorbereitende Lektüre eignen sich die entsprechenden Kapitel in Gudrun Krämer: Geschichte des Islam, München 2005 oder in Ira Lapidus: A History of Islamic Societies, 3. Aufl. Cambridge 2002 (oder eine neuere Auflage).

Prävention chronischer Herz-Kreislauf- Erkrankungen

Dozent Prof. Dr. Klaus-Dieter Kolenda
Zeit und Ort Do 16.15 -17.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 26
Beginn 26. Oktober 2017
Termine 26.10., 09.11., 23.11., 07.12.2017, 11.01. und, 25.01.2018
Teilnehmerzahl max. 35
Veranstaltungsentgelt 20,- EUR

 

Inhalt:
Meine Vorlesung beschäftigt sich mit der Prävention der wichtigsten chronischen Krankheiten, die in der Todesursachenliste ganz oben stehen. Es wird dargestellt, dass es meist kein Schicksal ist, wenn Sie an einer koronaren Herzkrankheit, einem Herzinfarkt, einer Herzschwäche, einem Bluthochdruck oder einem Schlaganfall erkranken! Viele Millionen Deutsche leiden an diesen chronischen Krankheiten und viele sterben vorzeitig daran. Neue wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben: Die Hälfte aller jährlichen Todesfälle ist vermeidbar, wenn man das „tödliche Quartett“ (ein Begriff der Weltgesundheitsorganisation) ausschaltet, zu dem neben Alkoholmissbrauch das Rauchen, eine Fehlernährung mit Fettleibigkeit (Adipositas) und körperliche Inaktivität gehören. Das „tödliche Quartett“ ist für die meisten chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und viele andere mehr verantwortlich. In meiner Vorlesung vertrete ich zugleich den Standpunkt, dass die dringend erforderlichen Lebensstil-Veränderungen im Sinne einer Verhaltensprävention von größeren Teilen der Bevölkerung nur umgesetzt werden können, wenn parallel dazu von der Politik auch wirksame verhältnispräventive Maßnahmen beschlossen werden, die bei den Bürgern auf Akzeptanz stoßen. Vorgeschlagen werden z.B. ein umfassendes Werbeverbot und Steuererhöhungen für Tabakwaren, die Kennzeichnung der Lebensmittel nach dem Ampelprinzip, die Förderung des Schulsports und die Erleichterung des Zugangs von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien zu Sportvereinen.

Themen der Allgemeinmedizin: Gesundheitsrisiken, Vorsorge und Therapie

Dozent Prof. Dr. Dr. Enno Christophers, OA Dr. med. Jörg Löwe, Dr. Benjamin Bohm, Prof. Dr. Klaus-Dieter Kolenda, PD Dr. Jochen Hansen
Zeit und Ort Di 16.15 -17.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude S3, Raum 177
Beginn 24. Oktober 2017
Termine Eine Liste der Vorlesungstermine und -themen wird zu Beginn der Vorlesungsreihe vorgelegt.
Teilnehmerzahl min.15; max. 50
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

Inhalt:
Die Medizinvorlesung im Kontaktstudium setzt auch im Wintersemester ihre lange Tradition fort und hat hierfür Herrn Prof. Kolenda und Herrn PD Hansen hinzugewinnen können. Es bleibt beim alten Format: Experten werden in Vorträgen ihre medizinische Sicht zu dem im Titel genannten Themenspektrum vorstellen und mit den Hörerinnen und Hörern diskutieren. Diese sollen dabei auch zu einer eigenen Beschäftigung mit den Themen angeregt werden, denn Informiertsein und Kenntnisse können der Gesundheitsvorsorge dienen, Risiken frühzeitig zu erkennen helfen und so die Prävention fördern.

Was wird im Wintersemester vorgestellt? Thematisiert wird unter anderem:

  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Medikamentenmissbrauch
  • Herzerkrankungen
  • Erkrankungen der Gelenke
  • Bedeutung von gesunder Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität
  • Ernährungsmedizin
  • Reanimation: was passiert im Körper
  • Möglichkeiten manueller Therapien
  • Was beinhaltet eine Vorsorgevollmacht unter medizinischen Gesichtspunkten
  • Was bedeutet Palliativmedizin

 

Ausgewählte Kapitel der Medizingeschichte

Dozent Prof. Dr. Jörn Henning Wolf
Zeit und Ort Mo 14.30 – 16.00 Uhr;
Pharmakologisches Institut - Bibliothek, Hospitalstr.4
Beginn 23. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 25
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:
Geboten wird in dieser Vorlesung des Wintersemesters eine – im Vergleich zur kursorischen und komprimierten Darstellung einzelner Perioden der Medizingeschichte – eingehende Betrachtung und Interpretation von historischen Quellen unterschiedlicher Art, die bestimmte Aktionsschauplätze, Entwicklungsvorgänge, technische Innovationen, Anschauungen prominenter Vertreter medizinischer Fachgebiete, relevante gesellschaftliche Bedingungen u. dgl. in ihrer Bedeutung als unmittelbare Zeugnisse veranschaulichen sowie die den Gestaltungsprozessen zugrunde liegenden Motive und Wirkmechanismen angemessen verstehen lassen. Dabei soll es nicht allein um die Aussagekraft der Quellen gehen, sondern gleichfalls um ihren funktionellen Rang innerhalb bestimmter geschichtlicher Vorgänge.

Die Charité – unbekannte Aspekte ihrer Geschichte (Teil 1)

Dozent Prof. Dr. phil. et med. habil. Christian Andree
Zeit und Ort Di 10.30 – 12.00 Uhr;
Pharmakologisches Institut - Bibliothek, Hospitalstr.4
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 25
Veranstaltungsentgelt 40.- EUR

Inhalt:

Die Charité (frz. Barmherzigkeit, Mildtätigkeit, Nächstenliebe) besteht seit über 300 Jahren. Aus dem preußischen Armeekrüppel-, Huren-, Verbrecher- und Armenhaus vor den Toren Berlins wurde im Laufe der Zeit eine der führenden Forschungsstätten der Weltmedizin. Wer die sechsteilige Fernsehfolge „Die Charité“ im Frühjahr dieses Jahres gesehen hat, erhielt einen recht unvollständigen Ausschnitt von nur ein paar Jahren der Charitégeschichte. Wir wollen uns die gesamte Charitégeschichte vom Pesthaus bis zur heutigen Größe anschauen, indem wir über mehrere Semester so ziemlich alle handelnden Personen betrachten und nicht nur Bering, Koch, Ehrlich, Hufeland, Sauerbruch und Virchow in ihren Lebens- und Forschungsumständen zeigen. Die Politik, die immer in der Geschichte des Hauses eine wichtige Rolle spielte, wird dabei ebenso berücksichtigt wie die zahlreichen nicht sofort anerkannten Entdeckungen in der Charité für die medizinische Forschungsgeschichte der Welt. Da der Referent ein intimer Kenner des Einflusses der Charité auf die Entwicklung der Medizin in Kiel ist, werden zahlreiche Verbindungslinien und gegenseitige Anregungen zwischen der Kieler Universitätsmedizin und der Charité erstmals dargestellt und forschungsgeschichtlich bewertet. Der Referent bietet eine dreitägige Exkursion zu den historischen Stätten der Charité an (keine Teilnahmebedingung!).

Wie „Wirtschaft“ funktioniert – ökonomisches Denken von der Antike bis heute

Dozent Prof. Dr. Klaus-Peter Kruber
Zeit ind Ort Di 16.15 – 17.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 4
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 26
Teilnehmerzahl max. 60
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:
Wie „funktioniert“ Wirtschaft, wie können wir „gute“ wirtschaftliche Ergebnisse erreichen? Fragen, die die Menschen seit altersher bewegen und auf die ökonomische Theorien Antworten finden wollen. Vorgestellt werden ausgewählte ökonomische Denker in ihrer Zeit und mit Blick auf ihre Bedeutung für die Entwicklung ökonomischen Denkens bis heute.

24.10.2017 Wirtschaften und Moral – Antike und Scholastik (Aristoteles, Thomas von Aquin)
Das Verhältnis von Wirtschaft und Moral steht am Anfang ökonomischen Denkens und ist aktuell bis heute.
31.10. Reichtum des Fürsten durch Handel und Gewerbe – Merkantilismus (Thomas Mun, Johann Joachim Becher)
Im Zeitalter des Absolutismus entwickelt sich ökonomischer Imperialismus durch „Handel mit allen Mitteln“.
07. 11. Wohlstand durch Arbeitsteilung und Wettbewerb – klassische Nationalökonomie (Adam Smith)
Arbeitsteiliges Wirtschaften, koordiniert durch Wettbewerb, als Motor für Wohlstand und wirtschaftliche Freiheit.
14.11. Globalisierung durch internationale Arbeitsteilung – Außenwirtschaftstheorien (David Ricardo)
Internationale Arbeitsteilung – eine win-win-Situation – jedenfalls im Prinzip!
28.11. Kapitalismuskritik und sozialistische Ökonomie – Marxismus (Karl Marx)
Marxistische Kritik und der planwirtschaftliche Gegenentwurf zum Kapitalismus.
05.12. Nutzenkalkül und Marktmechanismus – Neoklassik (Heinrich Gossen, Alfred Marshall)
Mikroökonomische Fundierung und Formalisierung der ökonomischen Theorie.
12.12. Rahmenordnung für den Wettbewerb – Ordoliberalismus (Walter Eucken)
„competition needs rules“ – der Staat als „Schiedsrichter“ des Wettbewerbs.
19.12. Das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft (Alfred Müller-Armack, Ludwig Erhard)
Freiheit, Effizienz und sozialer Ausgleich – Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und das Problem ihrer Konkretisierung durch Wirtschaftspolitik.
09.01.18 Vollbeschäftigung und Wachstum durch den Staat – Nachfragetheorie (John M. Keynes)
Der Staat wird verantwortlich für Vollbeschäftigung, Wachstum, Geldwert und gerechte Verteilung.
16.1. Freiheit der Märkte – neoliberale Angebotstheorie (Milton Friedman)
Freie Märkte – doch effizienter als staatliche Wirtschaftslenkung?
23.1. „Institutions matter“ – neue politische Ökonomie (Joseph A. Schumpeter)
Wirtschaftspolitisches Handeln im Lichte der ökonomischen Theorie der Politik.
30.1. Umweltschäden und nachhaltiges Wirtschaften – Ökonomik und Ökologie (Ronald Coase, Elinor Ostrom)
Externe Effekte des Wirtschaftens und die Suche nach nachhaltigem Wachstum.
06.02. Exkurs: Ökonomik in Malerei und Texten des 17. und 18. Jahrhunderts

Empfohlene Literatur:
Kruber, Klaus-Peter: Theoriegeschichte der Marktwirtschaft, München/Hamburg 2002;
Kurz, Heinz D. (Hg.): Klassiker des ökonomischen Denkens, 2 Bde. München 2008;
Linß, Vera: Die wichtigsten Wirtschaftsdenker, Wiesbaden 2007;
Pieper, Nikolaus (Hg.): Die großen Ökonomen. Eine Artikelserie der ZEIT, Stuttgart 1994;
Söllner, Fritz: Die Geschichte des ökonomischen Denkens, Berlin/New York, 2.A. 2001;
Corneo, Giacomo: Bessere Welt. Eine Reise durch alternative Wirtschaftssysteme, Berlin 2014.

Geschichte des Mittelalters: Adel im Mittelalter – soziale Gruppen, Ökonomie, Herrschaft

Dozent Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Gerhard Fouquet
Vorbesprechnung Do 10.15 – 11.45;
Am Botanischen Garten 7, Hörsaal E59
Beginn 26. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Der Adel ist die entscheidende soziale Großgruppe des Mittelalters. Freilich gab es nicht zu allen Zeiten den nämlichen ‚Adel’, sondern Adel als soziale Formation wie als kulturelles Phänomen entwickelte sich im europäischen Raum und in der Zeit vom frühen zum späten Mittelalter unterschiedlich. In der Vorlesung werden diese differenzierten Formationsprozesse behandelt. Ein Schwerpunkt liegt auf der ritterlich-höfischen Kultur des Spätmittelalters.

Empfohlene Literatur:
Werner Paravicini, Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters, 3. Aufl., München 2011;

Erinnerungskultur und Gedenkstätten – das Beispiel Schleswig-Holstein

Dozent Dr. Harald Schmid
Zeit und Ort Fr 10.15 – 13.45 Uhr;
Leibnizstr. 4, Raum 027
Beginn 27. Oktober 2017
Veranstaltungsform Blockseminar mit Exkursion
Termine 27.10.: Auftaktveranst. (4 Std.)
10.11.: Vertiefung 1 (4 Std.)
24.11.: Vertiefung 2 (4 Std.)
01.12.: Exkursion (8 Std.)
15.12.: Abschluss (4 Std.)
Teilnehmerzahl max. 25
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR
Zusatzentgelt Für die Exkursion können nach Absprache weitere Kosten entstehen.

Inhalt:
Immer wieder ist die Rede von der „Erinnerungskultur“. Was ist damit gemeint? Wer sind die Handelnden? Wozu brauchen wir Kulturen des Erinnerns? Anhand dieser Fragen setzt sich das Seminar am Beispiel Schleswig- Holsteins mit dem Themenfeld der Gedenkstätten und Erinnerungsorte zur Geschichte des NS-Diktatur auseinander. Die Erinnerung an Geschichte und Verbrechen des Nationalsozialismus war lange Zeit randständig. Inzwischen ist das Thema gewissermaßen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. In diesem Prozess ist den anfangs oft unwillkommenen, meist von Bürgerinitiativen erkämpften Gedenkstätten an den „authentischen“ Orten des Terrors und des Leidens der Opfer eine zentrale Bedeutung zugewachsen. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Geschichte und künftige Funktion der Gedenkstätten für das Selbstverständnis und Weiterentwicklung der Gesellschaft. Im Rahmen des Seminars wird auch eine Exkursion zu schleswig-holsteinischen Gedenkstätten stattfinden.

Literatur:
Uwe Danker, Astrid Schwabe: Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus, Neumünster 2005;
Janina Fuge, Rainer Hering, Harald Schmid (Hrsg.): Gedächtnisräume. Geschichtsbilder und Erinnerungskulturen in Norddeutschland, Göttingen 2014;
Margrit Frölich, Ulrike Jureit, Christian Schneider (Hrsg.): Das Unbehagen an der Erinnerung – Wandlungsprozesse im Gedenken an den Holocaust, Frankfurt am Main 2012;
Katja Köhr, Hauke Petersen, Karl Heinrich Pohl (Hrsg.): Gedenkstätten und Erinnerungskulturen in Schleswig-Holstein. Geschichte, Gegenwart und Zukunft, Berlin 2011;
Karl Heinrich Pohl (Hrsg.): Historische Museen und Gedenkstätten in Norddeutschland, Husum 2016;
Harald Schmid: Gedenken, Aufklären, Lernen. Gedenkstätten zur Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein – ein Überblick, in: Demokratische Geschichte 22 (2011), S. 219–254 (online verfügbar unter: http://www.beirat-fuer-geschichte.de/ fileadmin/pdf/band_22/Demokratische_ Geschichte_Band_22_Essay_8.pdf)

Neuzeit: Geschichte Schleswig-Holsteins von den Anfängen bis zur Gegenwart

Dozent Prof. Dr. Oliver Auge
Zeit und Ort Mi 10.15 – 11.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, S3, Raum 177
Beginn 25. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max.20 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:

Die Vorlesung gibt in Vorbereitung auf eine in Arbeit befindliche, reich bebilderte Publikation zur Geschichte Schleswig- Holsteins einen anschaulich vermittelten, gleichzeitig notwendig kurz gerafften Überblick zu den Schwerpunktthemen der schleswigholsteinischen Regional- und Landesgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Empfohlene Literatur:

Robert Bohn, Geschichte Schleswig-Holsteins, 2., durchgesehene Aufl. (C.H. Beck Wissen, 2615), München 2015.

Geschichte der Neuzeit: Alltag und Mentalität im „Dritten Reich“

Dozent Prof. Dr. phil. Manfred Hanisch
Zeit und Ort Di 10.15 – 11.45 Uhr;
Leibnizstr. 1, Klaus-Murmann-Hörsaal
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 150
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Inhalt:
Wie war der Alltag breiter Schichten und was dachten Sie? Das sind zentrale Fragen der Alltags- und Mentalitätsgeschichte, die ein fester Bestandteil auch der deutschen Geschichtswissenschaft geworden sind. Frankreich und die angelsächsischen Länder sind hier führend vorangegangen, aber auch Nachbardisziplinen wie die Sozialpsychologie. Die Vorlesung beschäftigt sich hauptsächlich mit den Friedensjahren 1933-1939 und der Frage: Wie ist die Begeisterung großer Teile der deutschen Bevölkerung für Hitler und seine Bewegung zu erklären, da doch der Unrechtscharakter der nationalsozialistischen Herrschaft so deutlich sichtbar war. Und kann die Alltags- und Mentalitätsgeschichte Antworten geben?
Gegenstände sind u.a.:

  • Die Propaganda des „Dritten Reiches“ (Reichsparteitage, Olympiade, Nationalsozialistische Feste (Segeberg!), Bildungspolitik, Führerkult)
  • Die Erlebnisangebote des „Dritten Reiches“ (Hitlerjugend , Bund deutscher Mädel, Autobahnen, Volkswagen, Kraft-durch- Freude-Fahrten)
  • Der alltäglich erfahrbare Antisemitismus schon Februar 1933 (Plünderung jüdischer Geschäfte) bis hin zu den Deportationen in die KZs
  • Überwachung und Terror (Nationalsozialistische Durchdringung der Gesellschaft bis hinunter zum Hauswart, der gute Ohren hatte: Gestapo und ihre Zuträger, Verfolgung politischer Gegner, Wissen um KZs)

     

Geschichte der Neuzeit: Die Geschichte Indiens.

Dozent Prof. Dr. phil. Martin Krieger
Zeit und Ort Fr 10.15 – 11.45 Uhr;
Leibnizstr. 8, Raum 225/228
Beginn 27. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max.10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Einführung in die antike Mythologie in Text und Bild

Dozent Prof. Dr. phil. Konrad Heldmann
Zeit und Ort Di 10.15 – 11.45; Leibnizstr. 1, Raum 204
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Wer sind die Götter des antiken Mythos, welches sind ihre Macht- und Zuständigkeitsbereiche, und wofür sind sie berühmt oder berüchtigt? Wer sind die großen Helden und wer die unsäglich Verliebten, und was haben sie getan oder erlitten? Davon handeln die Erzählungen der antiken Dichter seit Homer (herausragend: Ovid) und der griechischen Vasenmalerei. Und unendlich oft sind diese Erzählungen von den bildenden Künstlern der Neuzeit bis in unsere Gegenwart hinein aufgegriffen, variiert und gelegentlich auch ganz anders interpretiert worden. Die Beispiele dafür werde ich sowohl nach ihrer Bedeutung für die Antike (Dichtung) als auch für die Neuzeit (bildende Kunst) auswählen. Latein-Kenntnisse sind für den Besuch dieser Vorlesung nicht erforderlich.

Workshop Philosophie – Der antiquierte Mensch

Dozent Dr. Gottlieb Florschütz
Zeit und Ort Mi 18.00 – 19.30 Uhr; Olshausenstr. 75, S3, Raum 177
Beginn 25. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 30
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:
Nach beinahe einem Vierteljahrhundert, in dem sich Günther Anders praktisch und publizistisch gegen die aktuellen Bedrohungen des Humanen engagierte, hat er den Weg in die Technokratie vorweggenommen, auf dem wir uns heute befinden.
Hauptthema von Anders Gegenwartsanalysen ist die Zerstörung der Humanität und die mögliche physische Selbstauslöschung der Menschheit. Die „Endzeit“, das Zeitalter der „Technokratie“ ist unwiderruflich angebrochen. Die Technik ist zum Subjekt der Geschichte geworden, der Mensch ist nur noch „mitgeschichtlich“. Der bisherige Mensch ist überholt, so Anders ‚ Kernthese, „antiquiert“; der gegenwärtige und auch der zukünftige Mensch sind gekennzeichnet durch die Diskrepanz zwischen der noch immer wachsenden Kapazität der Technik und dem Unvermögen der Phantasie, sich die katastrophalen Folgen der Technik (Stichwort „Technikfolgeabschätzung“) vorzustellen. Anders’ drei Hauptthesen: Dass wir der Perfektion unserer Produkte nicht gewachsen sind; dass wir mehr herstellen, als wir uns vorstellen und verantworten können; und dass wir glauben, das, was wir können, auch zu dürfen – diese drei Grundthesen werden die groben Leitlinien für unsere Seminardiskussion vorgeben.
Stichworte: Digitalisierung, Cyberwar, Nuklearkrieg, Transhumanismus, Entfremdung durch Technologischen Fortschritt.
Es genügt nach Anders eben n i c h t , die Welt nur politisch zu verändern, wie dies von politischen Aktivisten – auch während des G-20-Gipfels in Hamburg – lautstark gefordert wurde: „Das tun wir ohnehin. Und weitgehend geschieht das sogar ohne unser Zutun. Wir haben diese Veränderung (als Philosophen) auch zu interpretieren! Und zwar, um diese zu verändern! Damit sich die Welt nicht weiter ohne uns verändere. Und nicht schließlich in eine Welt ohne uns!“ (Anders: Vorwort zu Bd. II). Ist das Humanum angesichts solcher transhumaner Utopien, wie sie derzeit in Silikon-Valley entwickelt werden, eigentlich noch zu retten? Ist ein Leben im Einklang mit der Natur nach dem Vorbild von Thoreau und im inneren Frieden mit uns selbst noch möglich? Die Anschaffung des vorgegebenen Seminartextes ist für die regelmäßige Teilnahme unverzichtbar!

Literatur:
Günther Anders, Die Antiquiertheit des Menschen, Bd.1 und 2, Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution, Beck‘sche Reihe, 2. Auflage 2002.

Theodor Fontane, Ausgewählte Romane: Unwiederbringlich – Cécile – Irrungen, Wirrungen

Dozent Dr. Wolfgang Kehn
Zeit und Ort Mi 10.15 –11.45 Uhr;
Bürgerhaus Kronshagen Klöndeel
Beginn 25. Oktober 2017
Termine 25.10.; 01.11.; 22.11.; 29.11.; 06.12.; 13.12.; 20.12.2017; 10.01.; 17.01.; 24.01.; 31.01.; 07.02.2018
Teilnehmerzahl min. 15; max. 30
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR
Zusatzentgelt: Für Kopien, Materialien oder Medien können in Absprache weitere Kosten entstehen

Inhalt:
Im Jahre 1875, drei Jahre bevor sein erster Roman – Vor dem Sturm – erschien, antwortete Fontane auf die Frage „Was soll der Roman?“: „Der Roman soll ein Bild der Zeit sein, der wir selber angehören, mindestens die Widerspiegelung eines Lebens, an dessen Grenze wir selbst noch standen [...]“. Diese programmatische Äußerung gilt für fast alle Romane Fontanes und bezeichnet mit der Bevorzugung von Stoffen aus der zeitgenössischen Gesellschaft einen wesentlichen Aspekt des „Realismus“ bei Fontane. Für ein historisch angemessenes Verständnis ist daher eine gute Vertrautheit mit dem sozialgeschichtlichen Kontext der Romane – den ersten Jahrzehnten nach der Gründung des Kaiserreiches – unerlässlich. Das gegenwärtige soziale Leben als Stoff-Grundlage deutet auf die Zugehörigkeit der Romane zur breiten Strömung des europäischen Realismus. In Deutschland bildete sich im 19. Jh. allerdings mit dem sog. „Poetischen Realismus“ eine besondere Spielart dieses literarischen Konzepts heraus: Sie zu erfassen und ihre literarische Leistungsfähigkeit bei Fontane zu untersuchen, ist eine weitere zentrale Aufgabe des Seminars. 21 Wie immer wird auch diese Veranstaltung nicht als Vorlesung, sondern in Seminarform angeboten, m. a. W. die Ergebnisse werden überwiegend gemeinsam, in Form des Unterrichtsgesprächs erarbeitet. Da aufgrund dieser Arbeitsweise die Gruppengröße begrenzt ist, muss die Teilnehmerzahl auf 30 eingeschränkt werden. – Wahrscheinlich werden wir die Arbeit mit „Unwiederbringlich“ beginnen.

Texte:
Empfohlen wird die Benutzung der folgenden Reclam-TB-Ausgaben (RUB):
Cécile (1887) RUB 7791
Irrungen, Wirrungen (1888) RUB 8971;
dazu: Erläuterungen und Dokumente (RUB 8146)
Unwiederbringlich (1981) RUB 9320.

Literatur:
Als Überblick über Biographie und Lebenswerk wird die Rowohlt-Monographie von Helmuth Nürnberger empfohlen.
Außerdem:
Charlotte Jolles, Th. F., Stuttg. 3.A. 1983 (Slg. Metzler 114);
H.H. Reuter: Th. F., 2 Bde., Berlin 1968 bzw. München 1968.
W. Müller- Seidel: Th. F. Soziale Romankunst in Deutschland, Stuttg. 2.A. 1980.
Stephan Kohl: Realismus: Theorie u. Geschichte. Mchn. 1977 (UTB 643).

Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft

Dozent Prof. Dr. phil. Markus Hundt
Zeit und Ort Mi 08.15 – 09.45 Uhr;
Olshausenstr. 75 Hans-Heinrich-Driftmann- Hörsaal (ehem. Hörsaal 3)
Beginn 25. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Die Vorlesung gibt einen Überblick über Gegenstände, Begriffe und Methoden der Sprachwissenschaft sowie einen ersten Einblick in ausgewählte Arbeitsgebiete der Linguistik. Folgende Themenbereiche werden behandelt: Grundlagen sprachlicher Kommunikation, Funktionen von Sprache, Zeichentheorie, Semantik, Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Text und Gespräch, Schrift und Orthographie.

Literatur:
Die Folien zur Vorlesung werden zum Herunterladen im Internet (http://www.germanistik. uni-kiel.de/de/lehrbereiche/deutsche-sprachwissenschaft/ studium-und-lehre/materialien) zur Verfügung gestellt.

Geschichte der deutschen Sprache

Dozent Prof. Dr. Michael Elmentaler
Zeit und Ort Do 10.15 -11.45 Uhr;
Leibnizstr. 1; Klaus-Murmann-Hörsaal
Beginn 26. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der hochdeutschen und niederdeutschen Sprache von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Empfohlene Literatur:
Als Begleitlektüre wird empfohlen:
Wilhelm Schmidt, Geschichte der deutschen Sprache, 11., verb. und erw. Aufl., hrsg. von Elisabeth Berner und Norbert Richard Wolf, Stuttgart 2013,
sowie für das Niederdeutsche:
Willy Sanders, Sachsensprache – Hansesprache – Plattdeutsch, Göttingen 1982.

Bertolt Brecht – Leben und Werk (Teil 1)

Dozent Prof. Dr. phil. et med. habil. Christian Andree
Zeit und Ort Fr 10.30 – 12.00;
Pharmakologisches Institut Bibliothek, Hospitalstr. 4
Beginn 27. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12, max. 25
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:

Der Mann, der schwer herzkrank am 14. August 1956 in der Berliner Charité (Ost-Berlin) starb, war ein umstrittener Jahrhundertdichter. Die Vorfahren des am 10. Februar 1898 in Augsburg geborenen Sohnes gutbürgerlicher Eltern stammten aus dem Schwarzwald („Ich bin aus den schwarzen Wäldern, und die Kälte der Wälder wird in mir bis zu meinem Absterben sein.“). Schon als Schüler durch Unbotmäßigkeit und freche Gedichte aufgefallen, zeigte Brecht früh Mitleid mit Armen und Unterdrückten. Seine „Sklavensprache“ wird Gegenstand unserer Untersuchung sein, und auch seine zahlreichen Liebschaften werden in der auf mindestens zwei Semester angelegten Vorlesung eine zentrale Rolle spielen. Keine einzige dieser Frauen hat die Begegnung mit ihm bedauert. Kein Wunder, dass seine Liebeslyrik zum Schönsten gehört, was die Literatur des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Entscheidende schöpferische Jahre seines Lebens fielen in die Emigration zwischen 1933 und die späten 1940er Jahre in den USA, der Schweiz und anderen Ländern. Sein politisches Werk und Tun wird also ebenfalls einen wichtigen Betrachtungspunkt dieser Vorlesung bilden. Und dann seine Dramen (Stücke)! Seit ihrem Erscheinen ununterbrochen bis heute weltweit gespielt, müssen wir uns mit ihnen und dem von Brecht etablierten „epischen Theater“ auseinandersetzen. Zahlreiche Filme werden das Programm ergänzen.

Niederdeutsch in Geschichte und Gegenwart

Dozent Prof. Dr. Michael Elmentaler
Zeit und Ort Di 14.15 -15.45;
Olshausenstr. 75, Hörsaal H2
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Die Vorlesung vermittelt einerseits grundlegende Kenntnisse über die Entwicklung der niederdeutschen Sprache von der altsächsischen Zeit über die mittelniederdeutsche Periode bis zum Neuniederdeutschen. Darüber hinaus wird die gegenwärtige Situation des Niederdeutschen und seiner Dialekte unter dem Dach des Standarddeutschen beschrieben.

Die Lerche Gottes: Franz Schubert

Dozenten Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt
Zeit und Ort Fr. 10.15 – 11.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 168
Termine 20. Oktober bis 15. Dezember 2017
Unterrichtsstunden 16
Teilnehmerzahl  max. 40
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

Inhalt:
Die „Lerche“ ist aus Wilhelm Müllers Gedicht „Morgengruß“ übernommen: „Die Lerche wirbelt in der Luft“. Das Gedicht finden wir auch in Franz Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“. – In der „Wiener Klassik“ hatte die abendländische Tonkunst einen Höhepunkt erreicht. Schubert äußerte sich, dass nach Beethoven alles Komponieren nur noch epigonal bleiben könnte. Das ist nicht der Fall gewesen. Das Musikleben und damit auch die Musik entwickelten sich weiter. Mit seinen Werken hat Schubert eine neue Musikkultur eingeleitet. Das wird vor allem deutlich in seinen späteren Werken. Seine „unvollendete“ Sinfonie und seine „Große C-Dur“ Sinfonie führen weiter zur romantischen Sinfonie (Schumann, Mendelssohn, Brahms) sowie zur Programm-Sinfonie (Berlioz) und zur Sinfonischen Dichtung (Liszt). – Mit seinem Bühnenwerk bereitet er die romantische Oper vor (Weber, Lortzing, Cornelius). – In seinen Liederzyklen („Die schöne Müllerin“; „Winterreise“) und in seiner späten Kammermusik („Der Tod und das Mädchen“; „Forellenquintett“; Streichquartett G-Dur, DV 887) eröffnen sich ganz neue Dimensionen einer persönlichen Welterfahrung. Damit hat Schubert zugleich eine Brücke geschlagen zur späten Romantik, vor allem zu Hugo Wolf, Gustav Mahler und Richard Strauss.

Deutsche Komponisten der Romantik

Dozent Dr. Klaus Volker Mader
Zeit und Ort Mi 16.15 – 17.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 1
Beginn 25. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 80
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:
Aus der sogenannten „klassischen Epoche“ heraus entwickelte sich die Musik der Romantik. Erste Ansätze findet man bereits bei den Spätwerken der bedeutenden Vertreter der Wiener Klassik, Haydn, Mozart und Beethoven. Die wichtigsten Eigenschaften der romantischen Musik sind die Betonung des gefühlvollen Ausdrucks, die Auflösung der klassischen Formen, die Erweiterung und schließlich Überschreitung der traditionellen Harmonik sowie die Verbindung der Musik mit außermusikalischen, häufig literarischen Ideen (Programmmusik).
Das Orchester wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts ständig erweitert, um einerseits immer ausgefallenere Klangfarben hervorzubringen, andererseits durch den Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel eine eindrucksvolle Klangfülle zu ermöglichen. Außerdem wurden immer häufiger Elemente der Volksmusik in die Kompositionen aufgenommen, die mit zu einer regional unterschiedlichen Entwicklung beitrugen.
Mit Carl Maria von Webers Freischütz begann die eigentliche Epoche der deutschen Romantik. Albert Lortzing und Friedrich von Flotow setzten diese Tradition fort und auch Richard Wagner begann sein Schaffen mit Werken im Stil der deutschen romantischen Oper (Der Fliegende Holländer, 1843; Tannhäuser, 1845; Lohengrin, 1850).
Im Bereich der Kammer- und Instrumentalmusik prägten vor allem Komponisten wie Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy und letztlich Johannes Brahms die romantische Epoche im deutschsprachigen Raum. Das Ergebnis waren neue, emotionale, stärker an menschlichen Gefühlen orientierte Klänge, deren wunderbare Melodien das Konzertpublikum auch heute noch begeistern. Auch der enge Bezug zur Natur ist ein Charakteristikum der deutschen Romantiker.
Anhand ausgewählter Klangbeispiele wird im Rahmen der Vorlesung die musikalische Entwicklung am Beginn der romantischen Epoche in den unterschiedlichen Genres nachvollzogen und durch biographische Betrachtungen ergänzt.

Übung: Madrigale, Lieder, Gospels, Evergreens

Dozenten Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt, Regina Wunderlich
Zeit und Ort Mo 10.15 – 11.45 Uhr;
Musikwissenschaftliches Institut; Brahms-Saal
Beginn 23. Oktober 2017
Termine 23. Okt. bis 11. Dez. 2017 und 08. Jan. bis 29. Jan. 2018
Teilnehmerzahl max. 40
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:
In dieser Veranstaltung soll vor allem das Interesse am „richtigen“ Singen gefördert werden. Gedacht ist dabei auch an Sängerinnen und Sänger, die längere Zeit nicht mehr gesungen haben. In dieser Gesang-Werkstatt wird besonderer Wert gelegt auf die technischen Voraussetzungen des Singens, also auf Atem und Stimmführung sowie Tonbildung und Artikulation. Hierbei kommt es nicht zuerst darauf an, Chorwerke aufführungsreif zu erarbeiten, sondern das Ziel ist, deutlich zu machen, wie organisch und stilistisch angemessen gesungen wird. Damit soll vor allem die Freude am Singen gefördert werden. Motivation und Mut machen stehen also im Vordergrund.

Das Gesamtkunstwerk der Barockzeit

Dozent Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Christian Otterbein, Kunsthochschulprofessor i. R.
Zeit und Ort Do 16.15 -17.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, S2, Raum 210
Beginn 26. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 60
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:
Nach der überwiegend planimetrischen Auffassung der Renaissance erobert die barocke Baukunst den Raum mit ihren sowohl in der Fassade als auch im Innenraum konvexen und konkaven Formen. Nach dem Manierismus der Endphase der Renaissance fördert die Barockkunst den Illusionismus mit ihrer Trompe-l’oeil-Malerei und erzeugt damit eine Vermischung von Real- und Kunstraum. Die Grenzen der Künste verwischen sich (Architektur, Bildhauerei und Malerei) im Zusammenspiel zum Gesamtkunstwerk. Auch das allegorische Geschehen spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Barock gilt in der Kunstwissenschaft als der letzte der ganzheitlichen europäischen Kunststile bevor die Bezeichnung der Stile mit der Namensendung ‚Ismus‘ beginnt. Es ist die Zeit nach den Entbehrungen des 30-jährigen Krieges, welche von üppiger Lebensfreude geprägt ist, aber auch von einer überzogen anthropomorphen Bedeutung von Herrschern, die im Ausspruch von Ludwig XIV gipfelt: L’etat c’est moi (Der Staat, das bin ich). Der üppige Barock entwickelt sich im Süden, zunächst in Italien (Kirchen und Stadtplanungen), dann in Süddeutschland. Ganz wichtig aber ist auch der französische Barock, wenn er sich auch etwas kühler als in Italien gibt. Hier spielen der Schlossbau und der Adelspalast eine besondere Rolle. Aber auch in Österreich und in weiteren Regionen Deutschlands – wie in Dresden – werden gewaltige Werke barocker Baukunst entwickelt.

Übung: Betrachtung der Epochen

Realismus, Idealismus, Impressionismus – die deutsche und französische Malerei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Dozentin Agnes Köhler, M.A.
Zeit und Ort Di 16:15 – 17:45 Uhr;
Wilhelm-Seelig-Platz 2 Raum 214
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 24
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:
Jede Zeit hat ihre großen Meister und Themenschwerpunkte und wird mit einem Epochenbegriff meist im Nachhinein benannt. Innerhalb der großen Klammer eines Begriffs zeigen sich sowohl ähnliche als auch individuelle Stile. Die Bildinhalte werden, je nach Jahrhundert und Nation, mal mehr, mal weniger, durch Kirche und Staat geprägt und von gesellschaftlicher Entwicklung getragen. Diese Bestimmungsübung gehört zu einer Reihe, die durch die Jahrhunderte der Malerei führt und den offenen Blick des Betrachters auf die Bilder fordert: „Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen“ (Johann Wolfgang von Goethe).
Von Bildaufbau, Bildmotiv und Stil ausgehend, sollen die Teilnehmer Rückschlüsse auf Künstler, Entstehungszeit und Entstehungsort ziehen.

„Realismus in der Kunst. Bildliche Reflexion im Wandel der Zeit“ (Teil 1: Mittelalter bis Barock)

Dozentin Dr. Christine Korte-Beuckers
Zeit und Ort Do 14.15 – 15.45 Uhr;
Wilhelm- Seelig-Platz 2 Raum 122
Beginn 26. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 25
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:
Auch wenn wir uns leicht dazu verführen lassen, Bilder und Werke vergangener Zeiten als Spiegel und Darstellung von Lebenswelt und Wirklichkeit anzusehen, entlarvt die genaue Betrachtung immer wieder, dass Kunstwerke die Welt nicht abbilden, sondern eine Reaktion auf spezifische Bedingungen bildlich formulieren, ausdeuten und werten. In der Konstruktion von Realität und nicht in deren Wiedergabe liegt vielleicht sogar das Spezifische von Kunst.
Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Kunst verschiedener Epochen auf der Grundlage der Fragestellung, in welcher Form Kunst sich mit der Welt in ihren prägenden gesellschaftlichen, politischen und religiösen Ideen und Zuständen auseinandersetzt und sie pointiert künstlerisch reflektiert. In einem ersten Teil wird ein Bogen vom Mittelalter bis zum Ende des Ancien Regimes mit der Französischen Revolution geschlagen.

Einführung in das Studium der Architektur und architektonische Formenlehre / Epochen der Kunstgeschichte

Dozent Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers
Zeit und Ort Mo 14.15 – 15.45 Uhr;
Christian-Albrechts-Platz 2 Hörsaal A
Beginn 23. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:

Die Einführung in das Studium der Architektur und der architektonischen Formenlehre vermittelt Grundlagen für das Studium der Kunstgeschichte im Hinblick auf Schlüsselwerke von der Klassischen Antike bis in die Gegenwart und Fachbegriffe der Architektur sowie Methoden der Architekturanalyse. Ein chronologischer Überblick dient zudem zur Einführung in die Epochen der Kunst und der Herausarbeitung zeitspezifischer Aspekte. Wie sind Bauten strukturiert, welche Typen gibt es und inwiefern unterscheiden sie sich in den verschiedenen Zeiten? Wie kann eine Analyse durch eine terminologische Benennung von Einzelformen erfolgen, welche Kenntnisse zu Funktion und geistesgeschichtlichem Hintergrund sind für ein Verständnis grundlegend? Wie liest man einen Grundriss, einen Aufriss, einen Schnitt oder isometrische Darstellungen? Gibt es verbindliche Merkmale jeder Epoche und wie wird mit Rückgriffen sowie Zitaten umgegangen? Gibt es überhaupt Epochengrenzen? Welche Bauten sind typisch für ihre Zeit, an welchen gelingen epochale Fortschritte? Wie unterscheiden sich Typus, Motiv und Stil als kunsthistorische Kategorien?

Deutsche Malerei im späten 16. und im 17. Jahrhundert

Dozenten Prof. Dr. Christoph Jobst
Zeit und Ort Do 16.15 – 17.45 Uhr;
Christian- Albrechts-Platz 2 – Hörsaal A
Beginn 26 Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Die Vorlesung richtet den Blick auf die sehr reiche und vielfältige künstlerische Produktion deutscher Maler im späteren 16. und im 17. Jahrhundert. Gewiss war Deutschland im 17. Jahrhundert durch den verheerenden Dreißigjährigen Krieg geprägt. Das hatte Auswirkungen auf die Kunstproduktion des Landes. Dennoch wurde deutsche Malerei des 17. Jahrhunderts von der Kunstgeschichte lange unterschätzt und vernachlässigt. Immerhin gewann dieses Gebiet in den letzten Jahrzehnten verstärkte Aufmerksamkeit, vor allem dank gründlicher monographischer Studien und Ausstellungen, etwa zu Adam Elsheimer, Johann Schönfeld, Jan Liss oder Jürgen Ovens. Anders als die Maler aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Spanien erlangten die Deutschen im oben genannten Zeitraum nicht jene Reputation, die etwa ein Rembrandt, ein Rubens oder ein Poussin besaßen. Auch fehlte in Mitteleuropa ein Kunstzentrum vom Range Roms, Amsterdams oder Antwerpens. Aus deutschsprachigen Ländern stammende Maler waren großenteils außerhalb der Grenzen des damaligen Reiches tätig. Und so verarbeiteten sie in ihren Werken auch unterschiedlichste Einflüsse. Elsheimer, der Maler der kleinformatigen Kupfertafeln, war von Rom und dem dortigen internationalen künstlerischen Austausch geprägt, Ovens hingegen orientierte sich an Rembrandt und konnte in der Nachfolge dieses Meisters in Amsterdam beachtliche Erfolge verbuchen. Sowohl niederländisch als auch italienisch beeinflusst war die Kunst des aus dem schleswig-holsteinischen Oldenburg stammenden Jan Liss.
Zum besseren Verständnis der Kunst vor, um und nach 1600 ist die Kenntnis auch der Werke der aus dem damaligen Deutschland stammenden Maler unerlässlich. Die Vorlesung wird mit einer großen Auswahl von Werken die wichtigsten Entwicklungen nachzeichnen.

Status: It’s complicated. Zum Verhältnis von Bild zu Wort zu Text (und Wörtern, die Bilder sind)

Dozentin Dr. Susanne Schwertfeger
Zeit und Ort Do 12.15 – 13.45 Uhr;
Christian-Albrechts-Platz 2 Hörsaal A
beginn 26 Oktober 2017
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

inhalt:
Im Zentrum der Vorlesung stehen die unterschiedlichen Ausprägungen von Wort-Bild-Beziehungen innerhalb der bildenden Kunst. Hierbei reicht das Spektrum 28 der besprochenen Beispiele von Zeichen auf Bilder, die zwischen Ornament und Schrift oszillieren, über Arbeiten, die sich aus Text formen (können), bis hin zu verschriftlichten Anweisungen und Handlungsaufforderungen. In der Veranstaltung werden die Variationen, in welchen Sprache und Schrift nun zum künstlerischen Material transformiert, untersucht. Inwiefern überlagert die Wahrnehmung als Schriftzeichen/Wort/Text das ikonische Sujet – und welche Rolle spielen semantische Referenzen bei der Rezeption? Diese und weitere Fragen werden vornehmlich an künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts behandelt, darunter Arbeiten von Dan Flavin, Jenny Holzer, Martin Kippenberger, Joseph Kosuth, René Magritte, Shirin Neshat, Tobias Rehberger, Lawrence Weiner und Erwin Wurm.

Wissenschaft und Öffentlichkeit – Ein Projekt im Rahmen des Kontaktstudiums

Dozent Dr. phil. Friedrich-Wilhelm Lehmhaus
Zeit und Ort Mo 16.15 – 17.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude I, Raum 514
Beginn 23. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max.15
Veranstaltungsentgelt 20,- EUR

 

Inhalt:
Wenn denn die Wissenschaft die Welt nicht mehr nur zu verstehen und zu erklären sucht, sondern sie durch Forschung und Entwicklung auch gestaltet und verändert, wird das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit selbst zum Gegenstand der Auseinandersetzung und zum Feld „wissenschaftlicher Bildung“. Die Öffentlichkeit nimmt Teil am Erkenntnisfortschritt und sollte die wissenschaftlichen Entwicklungen kritisch begleiten (können).
In den vergangenen Jahren wurden hierzu ganz unterschiedliche Strategien und Formate entwickelt. So gibt es Angebote der Präsentation wissenschaftlicher Fragestellungen, methodischer Zugänge und Erkenntnisse (z.B. „Wissenschaft im Dialog“, „Public Understanding of Science“, „Science Slam“), die sich an eine breitere Öffentlichkeit wenden, aber auch Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung an Forschungsaktivitäten z.B. im Kontext „Partizipativer Forschung“, „Citizen Science“. In dem Seminar wollen wir uns dieser Thematik aus der Perspektive älterer Studierender nähern und gemeinsam die Forschungslandschaft der Universität Kiel erkunden. Die Ergebnisse der Recherchen (gerne in kleinen Gruppen) sollen anschließend aufbereitet und die gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen des Kontaktstudiums vorgestellt und diskutiert werden. Auch können die Ergebnisse in geeigneter Form (z.B. mit dem Einsatz von Medien) unter anderem auf dem 12. Deutschen Seniorentag im Mai 2018 in Dortmund der dortigen Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Veranstaltung wird daher auch im Sommersemester fortgesetzt. Eine Exkursion nach Dortmund und die gemeinsame Vorstellung des Projektes und der Ergebnisse kann geplant werden.

Hallo, Robot!

Dozent Dr. phil. Friedrich-Wilhelm Lehmhaus
Zeit und Ort s. Terminliste;
Olshausenstr. 75, Gebäude S1,  Raum 514
Beginn 3. November 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 20
Veranstaltungsentgelt 40.- EUR

Inhalt:
Digitalisierung, Algorithmen, Sensorik, Datenerfassung und -auswertung bestimmen unser alltägliches Leben, sind aber mitunter eher abstrakt und nicht unmittelbar erlebbar. In der Gestaltung und Programmierung von Robotern kommt dies aber alles zusammen. Der Umgang mit Robotik vermittelt daher einen guten Einblick in technologische Grundprinzipien und das „Informatorische Denken“: ein Problem wird in kleinere Teile gegliedert, logische Muster gesucht und eine Abfolge von Lösungsschritten festgelegt. Diese Algorithmen gilt es dann zu optimieren und in eine Befehlskette umzusetzen – ein „Programm“ zu entwerfen. In dem Kurs werden wir uns spielerisch forschend mit LEGO-Mindstorms® auseinandersetzen. Es handelt sich um ein System mit einem kleinen mit Sensoren ausgestatteten Roboter, das in vielen pädagogischen Kontexten eingesetzt wird. Auf anschauliche Weise werden wir damit ein Verständnis für die Grundprinzipien des Programmierens entwickeln, ohne eine Programmiersprache „im engeren Sinne“ lernen zu müssen. Die aufeinander aufbauenden Übungen mit den LEGO®-Robotern sollen jeweils den Zusammenhang von Problemstellung und Lösungsansätzen deutlich werden lassen und damit zugleich einen Einblick in zugrundeliegende Denkweisen eröffnen. Dabei soll allerdings auch reflektiert werden, ob dies denn tatsächlich „die Denkweise der Zukunft“ sein kann und soll, wie es oftmals behauptet wird.
Das Seminar wird in geblockter Form durchgeführt werden, die Zahl der Teilnehmer*innen ist auf 20 begrenzt.

Freitag, 03.11.2017, 14.00 - 18.00

  • Einführung in das System
  • Zusammenbau der LEGO®-Roboter
  • Erste Schritte zur Steuerung, einfache Übungen


Samstag, 04.11.2017, 10.00-17.00

  • Einführung in die Programmierung der Roboter
  • Erste Umsetzungen, weiterführende Übungen
  • Einblicke zum Einsatz von LEGO®-Robotern in pädagogischen Kontexten


Samstag, 18.11.2017, 10.00-17.00

  • Vertiefende Übungen zur Programmierung
  • Lösung komplexerer Problemstellungen
  • Diskussion der Zusammenhänge zwischen Problemstellung und Lösungsansätzen


Freitag, 01.12.2017, 14.00-18.00a

  • Abschließende Präsentationen erarbeiteter Szenarien
  • Diskussion und kritische Würdigung des „informatorischen Denkens“
  • Beiträge zur Dokumentation von Verlauf und Ergebnis des Seminars

Multiorganismische Aspekte des Lebens – das Individuum als Metaorganismus

Dozent Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Thomas Bosch
Zeit und Ort Mi 18.15 -19.15 Uhr;
Olshausenstr. 75, Hörsaal H4
Beginn 10. Januar 2018
Termine 10.01.; 17.01.; 24.01.; 31.01.; 07.02.2018
Teilnehmerzahl max. 100
Veranstaltungsentgelt kein

Die Vorlesungsreihe ist ein besonderes Lehrangebot des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ für Hörerinnen und Hörer des Kontaktstudiums.

Inhalt:
Alle lebendigen Organismen – auch der Mensch – können nicht alleine bestehen, sondern sind Holobionten oder Metaorganismen. Unzählige, gutartige Mikroorganismen besiedeln den gesamten Körper, die äußerst wichtige Funktionen übernehmen und ohne die kein Lebewesen existieren kann. In dieser Vorlesungsreihe wird gezeigt, wie die Forschung immer tiefer in das komplexe Zusammenwirken von Mikroben und Wirtskörper eindringt. Es wird dabei deutlich gemacht, wie diese völlig neue Sicht auf den Menschen als Ökosystem nicht nur unser Verständnis von Lebensprozessen revolutioniert, sondern auch ganz neue Ansätze in der Therapie von chronischen Erkrankungen wie z.B. Darmentzündungen oder Krebs liefert. Eine veränderte Lebensweise, die auch unsere „Mitbewohner“ beachtet, erscheint als der neue Schlüssel zu langfristiger Gesundheit.

Vorlesungen

  1.  Worum es geht: Der Körper als Lebensgemeinschaft. Was ist Leben? Zellen sind mehr als nur kleine Turing-Maschinen. Das Biozönose-Konzept.
  2.  Die rätselhafte Zunahme von chronischen Erkrankungen. Eine neue Ära für die Biologie und Medizin: Neue Techniken entdecken den Metaorganismus. Unsere evolutionäre Partnerschaft mit den Mikroben. Das biologische Individuum: Ein Irrtum?
  3. Der Einsatz von einfachen Modellorganismen: Schlüsseltechnologie für ursächliche Erkenntnisse in der Mikrobenforschung. Der Wirt bestimmt, mit welchen Mikroben er langfristig zusammenlebt. Das angeborene Immunsystem: Die Kontrolle des Metaorganismus.
  4. Das Mikrobiom: Ein vergessenes Organ. Das Mikrobiom und Stammzelldifferenzierung: Was haben sie gemeinsam? Der Einfluss der Mikroben: Bestimmen sie, ob wir Krebs bekommen? Ein neues Frontgebiet der Forschung: Die Darm-Mikrobiom-Hirn- Achse.
  5. Umweltsignale: Die Filterung durch das Mikrobiom. Den Weg ebnen für ein gesundes Mikrobiom. Organismen und Mikroben neu denken – Paradigmenwechsel und Perspektiven.

Eiskerne: Zeugen globaler Klimaschwankungen – Forschen bei –20 ºC mit 3000 m Eis unter den Füßen

Dozent Prof. Dr. Pieter Grootes
Zeit und Ort Mi 18.15 -19.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude S3, Raum 185
Beginn 25. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 25
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:
Der globale Klimawandel unter Einfluss der atmosphärischen Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Stickoxiden (NOX) wird politisch heiß diskutiert. Eine Quantifizierung des Klimawandels ist jedoch schwierig, weil wir zur direkten Beobachtung nur das in Ort und Zeit hochvariable Wetter haben, während Klima, zur Entfernung der saisonale und jahr-zu-jahr Variabilität, lokal definiert wird als Mittelwert dieses lokalen Wetters über Zeiträume von mindestens 30 Jahren. Das Klima unterliegt, auch ohne menschlichem Einfluss, einem kontinuierlichen Wandel auf Zeitskalen von Dekaden bis hunderttausenden Jahren, also sind lange Beobachtungsreihen zum Klimaverständnis erforderlich.
Die Grönländische und die Antarktische Eiskappe fungieren als Tiefkühltruhen, in denen Informationen über den Zustand der Atmosphäre, Biosphäre, Kryosphäre und Ozeane, und damit über das Klima, mit hoher Auflösung über hunderttausende von Jahren aufbewahrt wurden. Besonders das eisige Archiv der Atmosphäre mit den darin enthaltenen Treibhausgasen ist für die Klimadiskussionen wichtig. Eiskerne durch diese Eiskappen machen die Informationen für die Forschung verfügbar. Ich werde die Praxis der Eiskernbohrung anhand eigener Erfahrungen im GISP2 Projekt, 1989-1993, auf Grönland und im Taylor Dome Projekt, 1990-1994, in der Ost-Antarktis, beschreiben. Anschließend diskutieren wir die vielfältigen Analysen, die an Eiskernen durchgeführt werden und die Bedeutung ihrer Ergebnisse für unser Klimaverständnis, auch im Vergleich mit den Ergebnissen der neueren Kerne North GRIP und NEEM in Grönland und Dome Fuji, Epica Dome C, Epica Dronning Maud Land, Siple Dome und Waiscore in der Antarktis.

Geschichte unserer Umwelt II – Reisen durch Zeit und Raum

Dozenten Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork, MSc. Svetlana Khamnueva, Dr. Andeas Mieth, Prof. Dr. Ingmar Unkel
Zeit und Ort Fr. 10.15 bis 11.45 Uhr;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 4
Beginn 20. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 22
Termine 20.10.; 03.11.; 10.11.; 24.11.; 01.12.; 8.12. und 15.12.2017; 12.01.; 19.01.; 02.02. und 09.02.20182
Teilnehmerzahl max. 80
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

Inhalt:

Menschen verändern, seit sie Land nutzen, in vielfältiger Weise ihre Umwelt. Die Nebenwirkungen waren und sind oftmals unerwartet und nicht mehr korrigierbar. So hat die Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten die Ökosysteme der Erde dramatisch verändert. Die Dozenten zeigen in vielen eindrucksvollen Geschichten, wie Menschen mit ihrer Umwelt umgingen und umgehen. Sie führen uns

  • über Untersuchungen der Beschleunigung in der Gesellschaft in der Moderne und ihre Wirkungen auf unsere Umwelt und
  • über unsere Arbeitsmethoden
  • zu den Schamanen der sagenumwobenen Insel Olchon im Baikalsee,
  • auf die Kronenberge von Palau in Mikronesien,
  • über die einzigartige Besiedlung der riesigen Polynesischen Inselwelt, zu den Mythen der Osterinsel,
  • zu einem Schatzsucher auf der Robinson Crusoe-Insel,
  • auf die rolling hills des Palouse im Nordwesten der USA,
  • auf die kleine Kakao-Insel Sao Tomé vor Afrika,
  • in das dicht besiedelte und intensiv genutzte Hochland im Süden Äthiopiens,
  • zu ganz neuen Forschungsergebnissen über die Umweltgeschichte von Haithabu,
  • zu den Hochwässern von 1342 und 1784 in Mitteleuropa,
  • zu den Sturmfluten von 1362 und 1634 an der Nordseeküste,
  • auf die Terrassen des nordchinesischen Lößplateaus,
  • nach Singapur, das gerade zu einem Garten in der Stadt gewandelt wird, und
  • zu vielen anderen Orten und Regionen unserer Erde.

Es sind gute und böse Geschichten. Gute, wie die der menschengemachten Terra Preta- Böden Amazoniens. Oder die der Steingärten der Osterinsel, die den von Jared Diamond postulierten Kollaps tatsächlich verhinderten. Böse Geschichten zu den Hintergründen von Schiffs- und Kernkraftunfällen, über Seuchenzüge wie die Pest in Europa in den Jahren 1347 bis 1351 oder die Cholera in Hamburg im 19. Jahrhundert.
Stets fragen die Dozenten: Was ist geschehen? Warum ist es geschehen? Welchen Anteil an Veränderungen hatten Menschen, welche hatten natürliche Vorgänge? Und: Was lernen wir daraus?
Die Vorlesung endet mit einem Ausblick in die Zukunft, der klar aufzeigt, wie wir gemeinsam unsere Probleme und die Probleme der Menschheit lösen können. Durch Einsicht, Rücksicht und Zuversicht. Über lange Zeiträume. Und auf ganz verschiedenen Wegen. Durch uns alle.

Lektüre:
Winiwarter/Bork: Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. Darmstadt, 2015.

Sind wir allein im Universum? Astrobiologie – Eine neu entstehende fächerübergreifende Wissenschaft

Dozent Prof. Dr. Duschl
Zeit und Ort Di 18.15 -19.45 Uhr;
Leibnizstr. 1 - Klaus-Murmann-Hörsaal
Beginn 24. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 200
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

Inhalt:
Schon Kant hatte die Idee, dass Planeten und Sterne zusammen entstehen. Dies wurde inzwischen von der Astrophysik klar bestätigt. Und seit etwa zwei Jahrzehnten finden wir auch immer mehr Planeten um andere Sterne – inzwischen sind es mehrere tausend. In den nächsten Jahren wird es möglich werden, die Atmosphären von solchen sog. Exoplaneten zu untersuchen und damit auch auf Spuren von (einfachem) Leben zu untersuchen. In der Vorlesung werde ich einen Überblick über Stern- und Planetenentstehung geben, die diversen Suchmethoden nach Exoplaneten vorstellen, und schließlich die Pläne zur Untersuchung solcher Exoplanetensysteme beschreiben und diskutieren.

Vorlesung: Stämme des Tierreichs

Dozenten Prof. Dr. phil. Günther B. Hartl, Prof. Dr. rer. nat. Heinz Brendelberger
Zeit und Ort Di 12:15 - 14:00 Uhr;
Am Botanischen Garten 7 Hörsaal E62
Beginn 24. Oktober 2017
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet. Zur Teilnahme an der die Vorlesung innerhalb des Moduls begleitenden Übung sind ausschließlich Studierende der Biologie zugelassen.

Inhalt:
Die tierische Zelle wird in Bau und Funktion erläutert. Die wichtigsten Gruppen der Protostomier (Protista, Coelenterata, Plathelminthes, Annelida, Arthropoda, Mollusca) und der Deuterostomier (Hemichordata, Echinodermata, Chordata – Klassen der Wirbeltiere) werden vorgestellt und hinsichtlich ihres Bauplans verglichen. Grundzüge der Stammesgeschichte der Tiere werden präsentiert. Pantoffeltierchen, Cnidarier, Strudelwurm, Spulwurm, Regenwurm, Krebs, Insekt, Muschel, Seestern, Branchiostoma, Fisch, Frosch, Vogel und Säuger werden seziert bzw. mikroskopiert und gezeichnet.

Vorlesung: Einführung in die Zellbiologie

Dozent Prof. Dr. rer. nat. Thomas Roeder
Zeit und Ort Di 14:00 - 16:00 Uhr;
Am Botanischen Garten 7 Hörsaal E62
Beginn 24. Oktober 2017
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet. Zur Teilnahme an der die Vorlesung innerhalb des Moduls begleitenden Übung sind ausschließlich Studierende der Biologie zugelassen.

Inhalt:
Die Zellen, Gewebe und Organe tierischer Körper werden vorgestellt und hinsichtlich Vorhandensein, Lage und Ausprägung zwischen den verschiedenen Tiergruppen verglichen. Ein Überblick über das zoologische System und die jeweiligen Besonderheiten im Bauplan wird gegeben. Die Anatomie ausgewählter Tiergruppen wird den Studierenden zusätzlich in Sektionskursen nahegebracht

Vorlesung: Einführung in die Ökologie

Dozenten Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Bilger, Prof. Dr. Hinrich Schulenburg
Zeit und Ort Mi 08:15 - 10:00 Uhr;
Am Botanischen Garten 7 Hörsaal E62
Beginn 25. Oktober 2017
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet. Zur Teilnahme an der die Vorlesung innerhalb des Moduls begleitenden Übung sind ausschließlich Studierende der Biologie zugelassen.

Inhalt:
Einfluss der Umweltfaktoren Strahlung, Temperatur, Feuchte bzw. Wasserverfügbarkeit, Salinität, pflanzliche Sekundärstoffe auf die Leistung und das Verhalten von Tieren und Pflanzen. Energiebilanz von Tieren und Pflanzen, Resistenz und Akklimation. Ausgewählte Messverfahren zur Quantifizierung einzelner Faktoren und ihrer Wirkung auf Tiere und Pflanzen.

Vorlesung: Molekulare Biologie der Pflanzenzelle

Dozentinnen Prof. Dr. rer. nat. Karin Krupinska, Dr. rer. nat. Christine Desel
Zeit und Ort Mo 12:15 - 14:00 Uhr;
Am Botanischen Garten 7 Hörsaal E62
Beginn 23. Oktober 2017
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet. Zur Teilnahme an der die Vorlesung innerhalb des Moduls begleitenden Übung sind ausschließlich Studierende der Biologie zugelassen.

Inhalt:
Fluoreszenz- und Elektronenmikroskopie der Pflanzenzelle, bioinformatische Analysen zur subzellulären Verteilung von Proteinen, proteinbiochemische Methoden: Elektrophorese, Dichtegradientenzentrifugation, Proteomics Färbereaktionen zum Nachweis von reaktiven Sauerstoffverbindungen und Zelltodprozessen, In situ Hybridisierung zum Nachweis von Genen auf Chromosomen, Teilung und Differenzierung der Plastiden

Vorlesung: Physiologie der Tiere

Dozenten Prof. Dr. rer. nat. Thomas Roeder, Prof. Dr. rer. nat. Matthias Leippe
Zeit und Ort Di 10:00 - 12:00 Uhr;
Am Botanischen Garten 7 Hörsaal E62
Beginn 24. Oktober 2017
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet. Zur Teilnahme an der die Vorlesung innerhalb des Moduls begleitenden Übung sind ausschließlich Studierende der Biologie zugelassen.

Inhalt:
Grundlagen der Tierphysiologie. Neurobiologie – Aufbau des Nervensystems, Molekulare Neurobiologie, Zell-Zell-Interaktion, Komplexe Leistungen des Nervensystems. Aufbau und Funktion von Muskeln, Herz- Kreislauf- System im Tierreich. Atmung, Verdauung, Exkretion, Sinnesphysiologie.

Vorlesung: Einführung in die Polarbiologie

Dozentinnen Prof. Dr. Manfred Bölter, Prof. Dr. Dieter Piepenburg
Zeit und Ort Mo 10:00 - 12:00 Uhr;
Am Botanischen Garten 7 Hörsaal E62
Beginn 23. Oktober 2017
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet. Zur Teilnahme an der die Vorlesung innerhalb des Moduls begleitenden Übung sind ausschließlich Studierende der Biologie zugelassen.

Inhalt:
Die Studenten erhalten Einsicht in die marinen (sympagischen, pelagischen und benthischen) und terrestrischen Ökosysteme in den Polarregionen beider Hemisphären. Die Veranstaltung beschäftigt sich insbesondere mit den Land-See-Interaktionen, biologischen Prozessen auf Schelfen, in Ästuaren und im Permafrost sowie den speziellen Eigenschaften polarer Organismen und Lebens-gemeinschaften, deren Veränderungen und Gefährdungen durch globale Erwärmung und menschlicher Einflüsse. Der Kurs ist eine Kombination aus Vorlesung und Seminar mit mündlichen Beiträgen aus Literaturstudien durch die Studierenden.

Forschendes Lernen – Ernährung

Dozentin Anke Dettner-Schönfeld
Zeit und Ort Mo 14.15 -15.45 Uhr;
Leibnizstr. 6 – Raum 434
Beginn 23. Oktober 2017
Termine 23.10.; 13.11.; 27.11.; 11.12.2017 sowie 8.01. und 22.01.2018
Teilnehmerzahl max. 15
Veranstaltungsentgelt 20,- EUR

Inhalt:
In diesem Semester startet das Kontaktstudium mit einer neuen, abwechslungsreichen Veranstaltung rund um das breitgefächerte Thema Ernährung. Über die verschiedenen Medien strömen gerade in diesem Bereich ständig Meldungen, Meinungen und auch viel Werbung auf uns ein. Dies alles einzuordnen ist gar nicht so einfach. Mit der Methode des Forschenden Lernens wollen wir uns aktiv auf unterschiedliche Art und Weise der zentralen Frage „Was gehört zu einer gesunden Ernährung des Menschen?“ nähern. Dabei erarbeiten Sie sich ernährungswissenschaftliche Grundlagen und können Ihr Wissen zu Schwerpunkthemen, die Sie mitbestimmen, vertiefen. Sie befassen sich bewusst mit der Thematik der Ernährung, schärfen Ihre Sinne und gewinnen neue Eindrücke. Neben verschiedenen Ernährungsformen soll auch beleuchtet werden, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie die Gewinnung, Be- und Verarbeitung erfolgt. Schließlich leben wir in Schleswig-Holstein nicht nur zwischen den Meeren, sondern auch inmitten einer Agrarlandschaft.
Mit Informationen und kritischer Betrachtung der Quellen soll mehr Licht in den Dschungel der oft verwirrenden Meldungen gebracht werden, damit Sie sich im Alltag besser orientieren können und diskussionsfähig bleiben. Im Wintersemester sollen nach einer Einführung in das Thema „Was gehört zu einer gesunden Ernährung“ zunächst unsere Nahrungsfette in den Fokus rücken. Um die Weihnachtszeit wird dann die Welt der Gewürze im Mittelpunkt stehen. Dies können Sie mit allen Sinnen erleben, denn das neue Format der Veranstaltung eröffnet uns, gerade im Bereich der Ernährung, neue Wege zu gehen. Ferner sind Besuche der Universitätsbibliothek sowie weiterer Einrichtungen der Universität geplant.

Workshop: Gelungene Kommunikation – Theorie und Praxis

Dozentin Hildtraut Bruhns (Diplom- Sozialpädagogin)
Zeit und Ort Di 18.00 bis 20.30 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 514
Beginn 24. Oktober 2017
Termine 24.10.,07.11., 21.11.,05.12., 19.12.,09.01., 23.01.,06.02.
Unterrichtsstunden
24
Teilnehmerzahl max. 15
Veranstaltungsentgelt 60,- EUR

Inhalt:
Gelungene Kommunikation, gute zwischenmenschliche Verständigung hat eine wesentliche Bedeutung für unsere Beziehungsund Lebensgestaltung. Die alltägliche Erfahrung zeigt allerdings, dass so manches danebengehen kann, wenn wir miteinander kommunizieren. So gibt es Störungen, Missverständnisse, verletzendes Gesprächsverhalten, Konfusionen, ungewollte Ratschläge und andere Umstände, die die Verständigung behindern oder sogar zum Abbruch des Kontaktes führen. Offensichtlich ist es demnach nicht so leicht mit der gelingenden Kommunikation, denn es handelt sich um ein komplexes und störanfälliges Geschehen, wenn zwischen Menschen Informationen ausgetauscht werden. Dieser Tatsache nimmt sich der Psychologe und Kommunikationswissenschaftler Schulz von Thun an. Wie kaum ein anderer, hat er erforscht wie Kommunikation funktioniert, was sie bewirkt und welche Einstellungen, Fähigkeiten sowie Bedingungen gelungene Kommunikation fördern. Seine herausragenden kommunikationspsychologischen Erkenntnisse haben somit viel zu bieten, wenn es um den Transfer in die Praxis geht. Einige seiner von ihm entwickelten wegweisenden Konzepte/Modelle möchte ich deshalb in den Mittelpunkt dieses Workshops stellen. Dabei geht es um eine Orientierungshilfe zur individuellen Selbsterarbeitung für eine „stimmige“ gelungene Verständigung in verschiedenen Situationen und um den Ausbau unserer kommunikativen und sozialen Fähigkeiten. Die inhaltliche Gewichtung oder Erweiterung der Themen soll sich nach meinem Verständnis entsprechend der Interessenlage und in Abstimmung mit den Teilnehmenden ergeben.

Mögliche Schwerpunkte wären:

  • Allgemeines zur Kommunikationspsychologie
  • Konzepte/Modelle nach Friedemann Schulz von Thun
  • Vom Ideal der Stimmigkeit
  • Das Kommunikationsquadrat
  • Modell des „Inneren Teams“
  • Das Situationsmodell
  • Das Werte- und Entwicklungsquadrat
  • Teufelskreis (systemisches Modell)


Methodisch arbeite ich mit gestaltpädagogischen Konzepten (u.a. Themenzentrierte Interaktion, Rollenspiele…

Empfohlene Literatur:
Friedemann Schulz von Thun, „Miteinander reden“ Bd. 1 rororo, 51. Aufl. 2014;
Bernhard Pörksen/Friedemann Schulz von Thun „Kommunikation als Lebenskunst“, Carl Auer Verlag 2014.

Forschendes Lernen – Der forschende Blick auf das eigene Leben Thema: Lachen! Ein Streifzug durch die Geschichte des Humors

Dozentin Elke Mahnke, Dipl. Päd., StRn
Zeit und Ort Mi 12.00 - 14.00 Uhr;
Leibnizstr. 1, Raum 206
Beginn 25. Oktober 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 15, Neuanmeldungen sind leider nicht möglich.
Veranstaltungsentgelt 50,- EUR

Inhalt:
Vom Lachen zum großen Ernst ist es nur ein kleiner Schritt. Entsprechend ist das Nachdenken über Komik, Witz und Humor nicht „fun“, sondern eine ebenso ernste wie gewinnbringende Angelegenheit. Auch Philosophie, Psychologie und Pädagogik sind keine Gegensätze. Das Komische enthüllt nicht nur die vielfältigen Wirklichkeiten der Welt, sondern auch die Zerbrechlichkeit dessen, was uns als Realität erscheint. In den letzten Semestern haben wir beim Schreiben und Reflektieren von Erinnerungsgeschichten immer wieder festgestellt, wie nah sich Lachen und Weinen sind. Nun, da unser Buch fertig ist, haben wir vor allem einen Grund der Freude – vielleicht auch des Lachens. Denn: 10 Jahre forschendes Lernen und ein Buch darüber zu schreiben: Das hat was!

Mitteilung:
Unser Buch: „Der forschende Blick auf das eigene Leben“ ist nun wirklich fertig! Auf einer Sonderveranstaltung des Kontaktstudiums zu Beginn des Wintersemesters wird es von Herrn Prof. Dr. Uwe Sielert von der Philosophischen Fakultät und einigen Autorinnen und Autoren vorgestellt und zum Verkauf angeboten. Termin und Ort werden noch bekannt gegeben.