Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Die Reformation und ihre Folgen

Dozent Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i. R.)
Zeit und Ort Di 14.15 -15.45 Uhr;  
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 26
Beginn 25. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 25
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

Inhalt:

Die Reformation und die sich daraus ergebende Konfessionalisierung haben Europa verändert.
Es entstehen Staatsreligionen. Besitz und Macht werden mit den dazu gehörenden Auseinandersetzungen neu verteilt.
Das Schlagwort „Wes des Landes, des der Glaube“ dient als Grundlage für Enteignungen und Vertreibungen, wie es sie bis dahin kaum gegeben hat.
Alle Bevölkerungsteile werden durch die Religionspolitik der herrschenden Klassen betroffen. Das gilt für beide Konfessionen, sowohl der katholischen als auch der protestantischen.
Die Frage nach dem „rechten Glauben“ wird benutzt, um sich fremden Besitz anzueignen, was zu einer Häufung von Hexenprozessen in Europa führt. Es lohnte sich Personen wegen Hexerei anzuzeigen, weil ein großer Teil des Besitzes der Angeklagten dem Anzeigenden zugesprochen wurde. Gleichzeitig nahm die Folter zu, weil ein Geständnis gebraucht wurde, um die Delinquenten verurteilen zu können.
Die Instrumentalisierung des Glaubens durch die Politik zum Nutzen der jeweils Herrschenden durchzieht das Zeitalter der Konfessionalisierung.
Diese Entwicklungen, die bis heute nachwirken, werden wir im Wintersemester untersuchen.

Themen der Allgemeinmedizin: Dermatologie, Orthopädie und Physiotherapie

Dozent Prof. Prof. Dr. med. Hermann Manzke, Prof. Dr. Dr. Enno Christophers, OA Dr. med. Jörg Löwe, Frank Naeve (Ltd. Physiotherapeut)
Zeit und Ort Di 16.15 -17.45 Uhr;
Olshausenstr. 40, Kleiner Hörsaal Raum 13
(sog. Alte Mensa)
Beginn 25. Oktober 2016 (außer 01.11.2016)
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min.15; max. 50
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Zunehmende Probleme bereiten in der Allgemeinmedizin das Suchtverhalten und der Medikamentenmissbrauch ihrer Klienten.
In diesem Bereich fällt auch die Verwendung von Dopingmitteln nicht nur bei Hochleistungssportlern, sondern auch bei Besuchern von Fitness-Zentren (Anabole Substanzen, Wachstumshormone, Erythropoetin, Stimulanzien, Energiedrinks).
Beim Suchtverhalten besteht ein Drang, eine Substanz (z.B. Alkohol, Nikotin, psychotrope Medikamente) ständig oder periodisch zu konsumieren bzw. eine bestimmte Handlung (z. B. Glücksspiele) in zwanghafter Folge auszuführen.
Bei der Alkoholkrankheit kommt es zu organischen Schäden insbesondere der Leber und des Gehirns (Wernicke-Enzephalopathie, Korsakow-Syndrom, Polyneuropathie). Sie ist auch häufig die Ursache für Sturzverletzungen, Suizidversuche, Depressionen und Angstgefühle. Karzinome kommen bei Alkoholkranken zehnmal häufiger vor! Nicht selten findet sich eine genetische Disposition. Soziale Folgen betreffen vornehmlich die Familie (Partnerschaft, Kinder), den Beruf und die finanzielle Situation.
Ein spezielles Problem stellt die Behandlung von Patienten mit Heroin-, Ecstasy- sowie Cannabis-Sucht dar. Neue Drogen sind auf dem Vormarsch.
Die Computer-, Internet- sowie Online-Sucht nimmt bei Kindern und Jugendlichen epidemieartige Formen an. Die Störung verursacht oder verstärkt Rückenbeschwerden, Störungen des Schlaf-Wachrhythmus, Konzentrations- und Leistungseinbußen in der Schule und beeinträchtigt das Familienleben.

Europäische Medizin im 18. Jahrhundert

Dozent Prof. Dr. Jörn Henning Wolf
Zeit und Ort Mo 14.30 – 16.00 Uhr;
Pharmakologisches Institut - Bibliothek, Hospitalstr.4
Beginn 24. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 25
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:

Die Periode des 18. Jahrhunderts ist in ihren Anfängen hauptsächlich durch die bestimmende Wirkung der Philosophie auf die Naturwissenschaften und die Theoriebildung innerhalb der Medizin charakterisiert, dies besonders in den Bereichen der Physiologie und der allgemeinen Pathologie. Unter diesem Einfluss ist ein Grundmerkmal der Medizin des Zeitalters die Entwicklung dynamistischer Konzepte sowohl in der Deutung der Lebensvorgänge als auch der Krankheitsprozesse, die zur Formulierung verschiedenartiger Systeme führten. Diese Vorgänge gingen mit Erkenntnisfortschritten auf den Gebieten der Physik und der Chemie einher, die zur Erklärung körperlicher Phänomene beitrugen und nicht nur den Angelpunkt für die Ausgestaltung der medizinischen Experimentalforschung bildeten, sondern auch praktische Errungenschaften wie z. B. die Temperaturmessung hervorbrachten. Von überragender Bedeutung waren u. a. die Einsichten, dass bestimmte chemische Prozesse sich sowohl im Lebendigen als auch in der unbelebten Natur abspielen oder dass es sich bei der Verbrennung und der Atmung um gleichartige Vorgänge handelt. Aufschlussreich für die Denkart des Zeitalters sind z. B. die Erklärungen der Hirnfunktion, der rhythmischen Herztätigkeit und der Sinneswahrnehmungen eines Hermann Boerhaave, die Konzeption der Pockenimpfung, die Einführung der Digitalis in die Pharmakotherapie oder die Entfaltung zahlreicher operativer Verfahren in der Chirurgie. Herausragende Persönlichkeiten wie Giovanni Battista Morgagni auf dem Gebiet der pathologischen Anatomie, Albrecht von Haller als Schrittmacher der funktionellen und experimentellen Physiologie oder Giovanni Maria Lancisi als Erforscher des plötzlichen Herztodes werden neben zahlreichen anderen Repräsentanten medizinischer Grundlagenfächer und klinischer Disziplinen angemessen gewürdigt.

Stefan Zweig – Leben und Werk

Dozent Prof. Dr. phil. et med. habil. Christian Andree
Zeit und Ort Di 10.30 – 12.45 Uhr;
Pharmakologisches Institut - Bibliothek, Hospitalstr.4
Beginn 25. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 36
Teilnehmerzahl min. 12; max. 25
Veranstaltungsentgelt 60.- EUR

Inhalt:

Als im brasilianischen Petropolis auf der Flucht vor den Nazis Stefan Zweig mit seiner zweiten Frau am 22. Februar 1942 Selbstmord verübte, war der am 28. November 1882 in Wien geborene, noch nicht 60-jährige Schriftsteller einer der beliebtesten und erfolgreichsten Dichter des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher wurden in über 50 Sprachen übersetzt, sein Buch „Die Welt von Gestern“ ist vielen Gebildeten heute noch bekannt. Er wird auch heute noch generell gern gelesen. Zweigs humanistische Grundhaltung, seine Beziehungen zu allen bedeutenden Persönlichkeiten seines Zeitalters und seine wichtigsten Werke wollen wir in diesem Semester untersuchen. Zweig entstammte der Schriftsteller-, Musik- und Kunstbewegung des „jungen Wien“, das um 1900 seine Blüte feierte und mit Namen wie Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler in der Literatur, mit Sigmund Freud und seiner Bewegung, mit Gustav Mahler und Gustav Klimt sowie ihren Musik- und Kunstkreisen hier nur angedeutet werden kann und die wir im Zusammenhang, gerade auch in ihrer gegenseitigen Wechselwirkung mit Stefan Zweig im nächsten Semester betrachten wollen. Zu seinen meistgelesenen Werken gehört das kleine Buch „Sternstunden der Menschheit“. Wir werden es genauso kennenlernen wie die Novelle „Brennendes Geheimnis“. In der Reihe „Baumeister der Welt“, von der jeder dreiteilige Band eine „Typologie des Geistes“ entwerfen will, so das Buch „Der Kampf mit dem Dämon“ (1925), das den selbstzerstörerischen Hang bei Friedrich Hölderlin, Heinrich von Kleist und Friedrich Nietzsche veranschaulicht, oder die Trilogie „Drei Dichter ihres Lebens“ (1928), welche die Haltung zur Autobiographie bei Casanova, Stendhal und Leo Tolstoi anhand ihrer seelischen Veranlagungen analysiert, gilt Sigmund Freud der ausführlichste Essay in dem Band „Die Heilung durch den Geist“ (1931), der außerdem über Franz Anton Mesmer und Mary Baker-Eddy handelt.

Entwicklungslinien ökonomischen Denkens – eine theoriegeschichtliche Einführung in die Wirtschaftswissenschaft

Dozent Prof. Dr. Klaus-Peter Kruber
Zeit und Ort Mi 16.15 -17.45 Uhr;
Leibnizstr. 1, Raum 207b
Beginn 26. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 26
Teilnehmerzahl min. 12; max. 30
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:

26.10. Einführung in die Lehrveranstaltung
02.11. Antike und Mittelalter: Ökonomie als Gegenstand von Philosophie und Theologie
09.11. Anfänge von Wirtschaftspolitik u. Wirtschaftstheorie im Merkantilismus
16.11. Adam Smith und die Grundlegung der Klassischen Nationalökonomie
23.11. Marx/Engels: Kapitalismuskritik und sozialistische Ökonomie
30.11. Grenznutzenschule und Neoklassik
07.12. Ordoliberalismus: Grundsätze der Wirtschaftspolitik
14.12. Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft
21.12. Keynessche Makroökonomik und „Globalsteuerung“ in Deutschland
11.01. Angebotstheorie und Monetarismus
18.01. Neue Institutionenökonomik und ökonomische Theorie der Politik
25.01. Welfare Economics und Umweltökonomik
01.02. Ökonomik in Malerei und Texten des 17. und 18. Jahrhunderts

Empfohlene Literatur

Kruber, K.P.: Theoriegeschichte der Marktwirtschaft, Münster/Hamburg 2002.
Kurz, H.D. (Hg.): Klassiker des ökonomischen Denkens, 2 Bde. München 2008.
Söllner, F.: Die Geschichte des ökonomischen Denkens, Berlin/New York 2001.

Zum Reformationsjubiläum: Martin Luther und die deutsche Sprachgeschichte

Dozent Prof. Dr. Joachim Reichstein
Zeit und Ort Do 14.15 – 15.00 Uhr;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 4
Beginn 27. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 12
Teilnehmerzahl min. 20; max. 100
Veranstaltungsentgelt 17,50 EUR
Zusatzentgelt
Für Kopien, Materialien, Medien können nach Absprache weitere Losten entstehen.

Inhalt:

Martin Luther wollte keine neue Kirche gründen. Und dennoch geht die Teilung der Kirche auf ihn zurück. Luther wollte auch keine geeinte deutsche Sprache begründen. Dennoch hat er einen großen Anteil an unserer einheitlichen deutschen Sprachkultur.
Wie groß war Luthers Einfluss auf unsere Sprache? Die Antwort darauf gibt eine Zusammenfassung der sprachgeschichtlichen Forschung der letzten zwei Generationen zum Thema. Luther war eingebunden in die Kursächsische Schreibtradition Wittenbergs. Die hohe Autorität und weite Verbreitung von Luthers Bibelübersetzung, geprägt durch Luthers neue Übersetzungsmaxime und seine Sprachmächtigkeit, wird als wichtiger Steuerungsfaktor in der jüngeren Sprachgeschichte gewertet.
Hinter Luthers Sprachform der Mitte Deutschlands, seiner guten und sprachmächtigen Übersetzung stand die Autorität des Wortes Gottes – in deutscher Sprache. In der Geschichte des Neuhochdeutschen spielte Luthers Sprache eine wichtige Rolle. Neuhochdeutsch sprechen heute katholische und evangelische Christen gleichermaßen.

Zum Reformationsjubiläum: Die Reformation in Schleswig-Holstein

Dozent Prof. Dr. Joachim Reichstein
Zeit und Ort Do 15.15 – 16.00 Uhr; Olshausenstr. 75, Hörsaal 4
Beginn 27. Oktober 2016
Unterrichtstunden 12
Teilnehmerzahl min. 20; max. 100
Veranstaltungsentgelt 17,50 EUR
Zusatzentgelt Für Kopien, Materialien, Medien können nach Absprache weitere Kosten entstehen.

Inhalt:

Die Reformation ist mit Martin Luther und mit der von ihm im Herbst 1517 ausgelösten Debatte um Buße und Ablass verbunden. Der Funke der Reformation sprang über und bald wurde die Reformation ein territoriales, ja regionales Phänomen. Das Ergebnis Reformation wurde durch diverse Akteure unterschiedlichster Herkunft an unterschiedlichen Orten bestimmt.
Wie lief das in den Herzogtümern Schleswig, Holstein und Lauenburg?
Wer waren hier die Protagonisten der Reformation?
Wo liegen hier die Orte der Reformation?
Die Vorlesung wird das beantworten. Tagesexkursionen werden zu den Orten der Reformation führen.

Hinweis:
Geplant ist eine mehrtägige Exkursion zu den Reformationsausstellungen und zu Schlössern Friedrichs des Weisen.

 

Geschichte des zeitgenössischen Vorderen Orients

Dozent Prof. Dr. phil. Lutz Berger
Zeit und Ort Do 14.15 – 15.45;
Leibnizstr.10, Raum 325
Beginn 27. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 5 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Geschichte des zeitgenössischen Vorderen Orients

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:

Wie aus dem Titel ersichtlich, soll den TeilnehmerInnen in dieser Vorlesung einen Überblick über die Gesellschafts- und Ideologiegeschichte des neueren Nahen Ostens gegeben werden. Intellektuelle Strömungen und verbreitete Bilderwelten werden in ihren politischen, sozialgeschichtlichen und kulturellen Kontext eingebettet und in ihren Rückwirkungen auf die Gesellschaft untersucht.

Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens

Dozent Prof. Dr. phil. Lutz Berger
Zeit und Ort Di 16.15 – 17.45;
Leibnizstr.1, Raum 204
Beginn 25. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 5 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Diese Vorlesung bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen ersten Überblick über die Geschichte der Muslime von der Zeit des Propheten Muhammad bis in das 18. Jahrhundert. Gleichzeitig wird ein Eindruck von den Regionen vermittelt, in die sich der Islam während dieses Zeitraums ausbreitete, und in denen die verschiedenen muslimischen Reiche und Staaten entstanden.

Literatur:
Als vorbereitende Lektüre eignet sich Gudrun Krämer: Geschichte des Islam, München 2005.

Aufbauvorlesung zur Geschichte des Mittelalters: Geschichte der europäischen Städte im Mittelalter

Dozent Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Gerhard Fouquet
Zeit und Ort Do 10:15 - 11:45 Uhr;
Am Botanischen Garten 7, Hörsaal E59
Beginn 27. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 15 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Aufbauvorlesung zur Geschichte des Mittelalters: Geschichte der europäischen Städte im Mittelalter

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Städte im Sinne von Stadtgemeinden sind in der europäischen Geschichte im Vergleich etwa zur christlichen Kirche eine recht junge Erscheinung – gerade einmal 1000 Jahre alt. Städtische Gemeinden entstanden zuerst südlich der Alpen in Italien zwischen 1050 und 1100. Nördlich und westlich der Alpen beginnt die Urbanisierung ca. 150 Jahre später um 1200. Die frühen Stadtgemeinden wurden getragen von führenden sozialen Gruppen und ihren genossenschaftlichen Assoziationen. Sie setzten sich gegenüber ihren kirchlichen und adligen Stadtherren in Aushandlungsprozessen Schritt für Schritt durch. Dieser sich in Mittel- und Westeuropa im 13. und frühen 14. Jahrhundert vollziehende politische, soziale und wirtschaftliche Emanzipationsprozess wird zusammen mit den spezifischen, zwischen Klein- und Großstadt stark unterschiedlichen Lebensformen von Städtischkeit zentrales Thema der Vorlesung sein.

Empfohlene Literatur:

Eberhard Isenmann, Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150–1550. Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Wien/Köln/Weimar 2012.

Aufbauvorlesung Neuzeit – Geschichte der Stadt Kiel

Dozent Prof. Dr. Oliver Auge
Zeit und Ort Mi 10.15 – 11.45 Uhr; Audimax, Hörsaal D
Beginn 26. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Aufbauvorlesung Neuzeit – Geschichte der Stadt Kiel

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:

2017 feiert die Stadt Kiel ihr 775jähriges Stadtjubiläum. In Vorbereitung auf diese Festlichkeit wird in der Vorlesung nun nicht chronologisch gegliedert, sondern thematisch sortiert und unter innovativen Fragestellungen angeordnet der Blick auf die lange Geschichte der Stadt Kiel von ihren Anfängen im Mittelalter bis in die Gegenwart gerichtet werden. Über das konkrete Fallbeispiel dieser Stadt soll grundlegend in die Arbeitsweise der Regionalgeschichtsforschung eingeführt werden.

Empfohlene Literatur:

Jürgen Jensen / Peter Wulf (Hgg.): Geschichte der Stadt Kiel, Neumünster 1991.

Aufbauvorlesung zur Geschichte der Neuzeit: Eine Geschichte des Scheiterns? Demokratie und demokratische Bewegung in Deutschland 1789 - 1933

Dozent Prof. Dr. phil. Manfred Hanisch
Zeit und Ort Di 10.15 – 11.45 Uhr; Olshausenstr. 75, Hörsaal 2
Beginn 25. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 80 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Aufbauvorlesung zur Geschichte der Neuzeit: Eine Geschichte des Scheiterns? Demokratie und demokratische Bewegung in Deutschland 1789 - 1933

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fach- studierenden richtet.

Inhalt:

Das Wichtigste an der Überschrift der Vorlesung ist das Fragezeichen: War die Geschichte der Demokratie in Deutschland nur eine Geschichte des Scheiterns? Die Antwort kann man nicht vom Katheder aus geben. Die Vorlesung will nur Hilfen, einen Überblick über die demokratische Bewegung in Deutschland geben, ihre Erfolge und ihre Unterdrückung.
Sie fängt mit der Begeisterung über die Französische Revolution in Teilen der deutschen Gesellschaft an, die dann in der kurzlebigen Mainzer Republik 1793 gipfelte.

Weitere Themen sind:
Die Freiheitsbewegung unter Napoleon und dann die große Enttäuschung: Der Wiener Kongress, Die Karlsbader Beschlüsse 1819, die der Historiker Meinecke in seiner Säkularbetrachtung 1848-1948 als einen der drei Sargnägel der deutschen Demokratie ansieht.
Die beiden anderen: Die gescheiterte Revolution von 1848 und der preußische Verfassungskonflikt 1863.
Das Deutsche Reich 1871 - 1918, das so ambivalent ist. Zwar wurde der Reichstag gerade revolutionär auf der Basis allgemeinen (Männer-)Wahlrechts gewählt. Er hatte aber keinen Einfluss auf die Regierungsbildung.
Die Revolution 1918, welche am Anfang einer Demokratie steht, die aus der Kriegsniederlage geboren wurde, die dann permanent in der Krise stand, bis Hitler sie beendete. Hitler ist weitgehend legal im Rahmen der Weimarer Verfassung an die Macht gelangt. Bedeutungsschwer für alle Zeiten hat sich gezeigt: Eine Demokratie kann sich selbst abschaffen.
Nicht zu vergessen: Deutsche Geschichte ist mitnichten nur preußische Geschichte. Die zum Teil anderen, auch demokratischeren Entwicklungen in den deutschen Einzelstaaten (z. B. süddeutscher Konstitutionalismus im 19.Jahrhundert), sind ebenfalls Gegenstand der Vorlesung.
1945 dann die große Frage, die sich alle - Deutsche wie Alliierte - stellten: Kann Demokratie in Deutschland gelingen? Aber das ist eine der Fragen, welche in der Vorlesung des nächsten Semesters über die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland behandelt wird.
Dass Demokratie in Deutschland gelungen ist, hängt jedoch ganz wesentlich auch damit zusammen: Es gab - trotz 1933 - eine lange Geschichte der demokratischen Bewegung in Deutschland. Sie will die Vorlesung nachzeichnen.

Aufbauvorlesung zur Geschichte des Mittelalters / Geschichte der Neuzeit: Geschichte Norwegens

Dozent Prof. Dr. phil. Martin Krieger
Zeit und Ort Fr 10:15 - 11:45 Uhr; Leibnizstr. 8; Raum 225/228
Beginn 28. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Ergänzungen und Änderungen unter: Aufbauvorlesung zur Geschichte des Mittelalters / Geschichte der Neuzeit: Geschichte Norwegens

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:

In der Vorlesung wollen wir uns mit der Geschichte Norwegens vom Frühen Mittelalter bis in die Gegenwart beschäftigen. Das heutige norwegische Selbstverständnis gründet sich auf ein mächtiges und gesellschaftsübergreifendes Geschichtsbewusstsein, das bis in die Wikingerzeit zurückreicht. Das Land stellte bis ins 14. Jahrhundert hinein ein unabhängiges Königreich dar, geriet dann aber unter schwedischen, dänischen und ab 1814 erneut unter schwedischen Einfluss. Erst im Jahre 1905 erlangte Norwegen nach einer langen Phase der Nationsbildung wieder seiner Unabhängigkeit. Welche Kontinuitäten wirkten zwischen Mittelalter und Neuester Zeit über die Jahrhunderte der Fremdherrschaft hinweg? Fanden sich im 20. Jahrhundert historische Anknüpfungspunkte, die zur Konstituierung des modernen Staates beitrugen? Es soll aber auch nach Momenten politischer, wirtschaftlicher und kultureller Eigenständigkeit in der Zeit der dänischen und schwedischen Herrschaft gefragt werden.

Literatur:

Ralph Tuchtenhagen, Kleine Geschichte Norwegens, München 2009;
Sverre Bagge, From Viking Stronghold to Christian Kingdom. State Formation in Noway, c. 900-1350, Kopenhagen 2010.

Aufbauvorlesung zur Neueren Geschichte: Modernisierung und ihre Grenzen: Geschichte der Sowjetunion

Dozent Prof. Dr. phil. Ludwig Steindorff
Zeit und Ort Mo 10:15 - 11:45 Uhr; Christian-Albrechts-Platz 2 (Audimax) Hörsaal F
Beginn 24. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Aufbauvorlesung zur Neueren Geschichte: Modernisierung und ihre Grenzen: Geschichte der Sowjetunion

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:

Die Begründer des Sowjetstaates erhoben den Anspruch, eine neue Gesellschaft zu schaffen und ein rückständiges Land in kurzer Zeit radikal zu modernisieren. Die ersten Jahrzehnte der Geschichte der Sowjetunion waren durch immer neue, meist überstürzte Kampagnen gesellschaftlicher Mobilisierung von oben geprägt. Dabei entwickelte sich ein ambivalentes Verhältnis zwischen „Begeisterung und Abrechnung“ (Milovan Djilas). Auch den Stalinismus kann man unter diesem Aspekt fassen. Erst in der Brežnev-Ära, die man später als „Zeit des Stillstandes“ bezeichnete, sah sich das System saturiert. Es verzichtete auf Mobilisierung bzw. war unfähig dazu geworden. Die Versuche, über die Reformen der Perestrojka dem System neue Dynamik zu verleihen, führten schließlich zu dessen Ablösung und zur Desintegration des Staates. Ziel der Vorlesung ist es, die einzelnen Phasen der Geschichte der Sowjetunion nachzuzeichnen und dabei auf Fragen wie Staatsaufbau und Entwicklung der Partei, Machtbeziehungen und Netzwerke innerhalb der Führungsgruppe, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, Stellung der Nationalitäten und Religionsgemeinschaften wie auch auf die Grundzüge der Außenpolitik einzugehen.

Literatur:

Zur Einführung:
Manfred Hildermeier: Geschichte der Sowjetunion 1917-1991, 3. Auflage, Berlin – Boston 2016 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, 31;
Dietmar Neutatz, Träume und Albträume. Eine Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert, München 2013;
Helmut Altrichter: Kleine Geschichte der Sowjetunion, 4. Aufl, München 2013.

Workshop Philosophie: "Die Hölle - das sind die anderen!"- Existenzphilosophie: Sartre und Camus

Dozent Dr. Gottlieb Florschütz
Zeit und Ort Mi 18.15 – 19.45 Uhr; Leibnizstr. 1, Raum 208a
Beginn 26. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 30
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:

Der heutige Mensch ist vor allem in existenziellen Belangen desorientiert: bezüglich des richtigen Tuns und Findens von Lebenssinn. Wenn heute schon von einer Krise der Demokratie geklagt wird, Wissenschaft, Technik und Wirtschaft seien aus dem Ruder gelaufen, wenn immer mehr Menschen unter Desorientiertheit in Bezug auf das Sein und Sollen leiden, kann dies eigentlich nur existenzphilosophisch beantwortet werden. Die Existenzphilosophen Carl Jaspers ("Die geistige Situation der Zeit"), Martin Heidegger ("Sein und Zeit"), Sören Kierkegaard ("Die Krankheit zum Tode"), Jean-Paul Sartre ("Das Sein und das Nichts"), Albert Camus ("Der Mythos von Sisyphos"), Gabriel Marcel und Martin Buber ("Das dialogische Prinzip") haben sich darum bemüht, die existenziellen Grundlagen menschlicher Existenz - die sog. Conditio humana - philosophisch freizulegen und begrifflich präzise zu artikulieren. Während die deutschen Existenzphilosophen Jaspers und Heidegger die Existenzial-Kategorien (die "Man-Existenz" im Gegensatz zur eigentlichen Existenz, die existenzielle Einsamkeit versus das "Mitsein mit anderen", die Todesangst usw.) begrifflich präzise analysierten, fokussiert der französische Existenzphilosoph Jean-Paul Sartre die Idee der absoluten Freiheit ("Wir sind verdammt zur Freiheit") in den Mittelpunkt seiner existenzphilosophischen Analysen. Die Existenzphilosophie legt den Kern der Conditio humana frei und bemüht sich darum, vom einzelnen Individuum ausgehend eine soziale Vernetzung, eine Brücke zum Mitmenschen hin zu bauen, wenngleich dieser Versuch zu kommunizieren stets von der Gefahr des Scheiterns begleitet und bedroht ist, wie Sartre in seinem Satz: "Die Hölle, das sind die anderen!" so treffend ausdrückt. Auch in seinem pessimistischen Theaterstück "Geschlossene Gesellschaft" (inzwischen auch verfilmt) wird das totale Scheitern zwischenmenschlicher Kommunikation anschaulich vor Augen geführt. Während Sartre und Camus den modernen Menschen auf sich allein gestellt mit dem Rücken zum "Nichts" („Das Sein und das Nichts") sehen, stellen die christlich orientierten Existenzphilosophen Sören Kierkegaard ("Die Krankheit zum Tode") und Gabriel Marcel den Menschen in seiner Nacktheit einem liebenden Gott gegenüber, der uns in unserer existenziellen Verlorenheit liebend auffängt. Der jüdisch-christliche orientierte Existenzphilosoph Martin Buber stellt den Menschen in seinem "dialogischen Prinzip" in die unmittelbare Zwiesprache mit Gott - er interpretiert jede gelungene zwischenmenschliche Kommunikation als eine dialogische Begegnung mit Gott.
Die Existenzphilosophie nimmt den Menschen in seiner Geworfenheit und strukturellen Einsamkeit ernst, aber kann sie uns modernen Menschen auch psychologischen Halt und philosophische Orientierung bieten? Kann sie uns modernen Menschen heute helfen, ein sinnerfülltes Leben in freier Selbstbestimmung zu gestalten? Wir werden anhand konkreter Texte das philosophische und psychologische Potenzial der wichtigsten deutschen und französischen Existenzphilosophen ausloten. Der konkrete Seminartext wird in der ersten Sitzung des Philosophie-Workshops bekannt gegeben.

Seminar: Friedrich Schillers philosophische Gedichte

Aufgrund einer Erkrankung von Herrn Dr. Kehn müssen seine Seminare in diesem Semester leider ausfallen.

Dozent Dr. Wolfgang Kehn
Zeit und Ort
Seminargruppe I: Mi 10.15 –11.45 Uhr;
bei Bedarf Seminargruppe II: Do 10.15 - 11:45 Uhr;
jeweils Bürgerhaus Kronshagen, Kopperpahler Allee 69, 24119 Kronshagen Raum: Klöndeel
Beginn Seminargruppe I: 02. November 2016
Seminargruppe II: 03. November 2016
Teilnehmerzahl min. 15; max. 25
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR
Zusatzentgelt: Für Kopien, Materialien oder Medien können in Absprache weitere Kosten entstehen

Inhalt:

Obwohl Friedrich Schiller (1759 – 1805) nur 46 Jahre alt wurde, ist sein Lebenswerk – wie das Goethes – repräsentativ für die deutsche Literatur des klassischen Zeitalters. Anders als Goethe gründet Schiller seine Dichtung in anhaltender Auseinandersetzung und produktiver Weiterentwicklung maßgeblicher philosophischer Konzepte seiner Zeit, insbesondere in den Bereichen der philosophischen Ästhetik, Anthropologie und Geschichte. Explizit wird diese Verbindung von Dichtung und Philosophie in Schillers Lyrik. Dabei stellt sich die Frage nach der Funktion der lyrischen Redeweise für die Formung des philosophischen Diskurses.
Für diejenigen, die im letzten Sommersemester bereits an dem Seminar über Goethes „Iphigenie auf Tauris“ teilgenommen haben, wird das Seminar zu Schillers Lyrik das Bild von der deutschen Klassik um eine wesentliche Facette ergänzen, jedoch wird die Teilnahme an dem Goethe-Seminar für die Arbeit an Schillers Lyrik nicht vorausgesetzt, es empfiehlt sich aber, Goethes Text zu lesen.
Da es von mehreren wichtigen Gedichten Schillers unterschiedliche Fassungen gibt, müssen wir für die gemeinsame Arbeit die unten angegebene Ausgabe der Reclam Universalbibliothek zu Grunde legen.
Die Veranstaltung findet nicht in Vorlesungsform, sondern, wie stets, in Form des Seminargesprächs statt. Deshalb muss die Teilnehmerzahl begrenzt werden. Bei entsprechendem Bedarf kann ein weiterer Termin (Donnerstagvormittag) angeboten werden.

Texte und Forschungsliteratur:

Friedrich Schiller:
- Gedichte, hrsg. v. N. Oellers. Reclam UB 1710, ISBN 3-15-001710-6. (Ausg. mit umfangreichen Erläuterungen.)
– Über naive und sentimentalische Dichtung. Reclam UB 7756, ISBN 3-15-001710-6
– Kallias oder über die Schönheit. Über Anmut und Würde. Recl. UB 9307. ISBN: 978-3-15-009307-8.
- Dirk Oschmann: Friedrich Schiller. UTB 3029 Profile; ISBN 3-15-007756-7.
- Benno von Wiese: Schiller. Stuttgart 1959.

Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft

Dozent Prof. Dr. Michael Elmentaler
Zeit und Ort Do 10.15 - 11.45 Uhr; Olshausenstr. 75 – Hörsaal 2
Beginn 27. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Die Vorlesung gibt einen Überblick über Gegenstände, Begriffe und Methoden der Sprachwissenschaft sowie einen ersten Einblick in ausgewählte Arbeitsgebiete der Linguistik.
Folgende Themenbereiche werden behandelt:
Grundlagen sprachlicher Kommunikation, Funktionen von Sprache, Zeichentheorie, Semantik, Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Text und Gespräch, Schrift und Orthographie.

Literatur:
Die Materialien werden im Internet zur Verfügung gestellt: http://www.germanistik.uni-kiel.de/de/lehrbereiche/deutsche-sprachwissenschaft/studium-und-lehre/materialien.

Geschichte der deutschen Sprache

Dozent Prof. Dr. phil. Markus Hundt
Zeit und Ort Mi 08.15 bis 09.45 Uhr; Olshausenstr. 75 – Hörsaal 2
Beginn 26. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 5
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Geschichte der deutschen Sprache

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der hochdeutschen und niederdeutschen Sprache von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Literatur:
Als Begleitlektüre wird empfohlen:
Wilhelm Schmidt, Geschichte der deutschen Sprache, neueste Aufl. Stuttgart,
sowie für das Niederdeutsche: Willy Sanders, Sachsensprache – Hansesprache – Plattdeutsch, Göttingen 1982.

Die Literatur des 20. Jahrhunderts

Dozent Prof. Dr. phil. Albert Meier, M.A.
Zeit und Ort Di 12.15 - 13.45 Uhr; CAP 2, Hörsaal H
Beginn 25. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl 10
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Änderungen und Ergänzungen unter: Die Literatur des 20. Jahrhunderts

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Die Vorlesung erläutert die ästhetische Logik der literarischen Entwicklung im 20. Jahrhundert anhand repräsentativer Texte. – Verhandelt werden voraussichtlich die folgenden Autoren und Werke:
Hugo von Hofmannsthal: Ein Brief (›Chandos-Brief‹)
Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Gottfried Benn: Morgue
Franz Kafka: Der Proceß
Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper
Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz
Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras
Rolf Dieter Brinkmann: Westwärts 1&2
Heiner Müller: Hamlet-Maschine
Peter Handke: Die Lehre der Sainte-Victoire
Christoph Ransmayr: Die letzte Welt
Rainald Goetz: Rave
Michel Houellebecq: Les particules élémentaires

Der detaillierte Themen- und Terminplan ist einzusehen unter http://www.ndl-medien.uni-kiel.de/moodle/.
Die Vorlesung wird unter www.literatur wissenschaft-online.uni-kiel.de live gestreamt und archiviert.

Musik als Welterfahrung: Gustav Mahler

Dozenten Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt
Zeit und Ort Fr. 10.15 – 11.45 Uhr; Olshausenstr.75, Gebäude S2, Raum 168
Termine 21. Oktober - 16. Dezember 2016 (9 Termine)
Unterrichtsstunden 18
Teilnehmerzahl min.10; max. 40
Veranstaltungsentgelt 25,- EUR

Inhalt:
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat sich ein neues Kunstverständnis herausgebildet; Musik und bildende Künste werden als Medium einer Welt- und Seinserfahrung verstanden. Gustav Mahler liefert hier ein treffendes Beispiel. Zu einem Freund hat er gesagt, er sei imstande, seine ganze Weltanschauung, seine Lebensauffassung ebenso in Tönen wiederzugeben, wie irgendeine Empfindung, einen Naturvorgang oder eine Landschaft. – Hier besteht die Gefahr, dass seine Musik als Programmmusik fehl interpretiert wird.
Bruno Walter, sein Mitarbeiter und engster Freund, hat sich geäußert, dass bei Mahler existentielle Fragen im Mittelpunkt standen: „Von wo kommen wir? Wohin führt unser Weg? Habe ich wirklich, wie Schopenhauer meint, dies Leben gewollt? Warum glaube ich frei zu sein und bin doch in meinen Charakter gezwängt wie in ein Gefängnis“? In seinem Schaffen ist Gustav Mahler von Richard Wagner beeinflusst worden. Er wollte mit seiner Tonkunst ein neues kulturelles Bewusstsein einleiten.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen folgende Werke:
G. Mahler, 2. Sinfonie (Auferstehung)
G. Mahler, 3. Sinfonie
G. Mahler, 4. Sinfonie
G. Mahler, 7. Sinfonie
R. Strauss, Eine Alpensinfonie
H. Berlioz, Symphonie fantastique
Fr. Liszt, Prometheus
A. Bruckner, 4. Sinfonie (Romantische)

Mozarts Meisteropern

Dozent Dr. Klaus Volker Mader
Zeit und Ort Mi 16.15 – 17.45 Uhr; Olshausenstr. 75, Hörsaal 1
Beginn 26. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 14; max. 80
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:

Ging das Genie schon einen Schritt zu weit?“ fragte sich Richard Wagner anlässlich einer Aufführung von Mozarts Zauberflöte. Dahinter stand die berechtigte Frage, ob dieses Niveau von der Nachwelt jemals wieder erreicht oder gar übertroffen werden könnte. Bei aller Würdigung seines großartigen Gesamtwerks war Mozart als Musikdramatiker eine absolute Ausnahmeerscheinung. Dabei war die kongeniale Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte einer der größten Glücksfälle der Operngeschichte. Mit „Figaros Hochzeit“, „Don Giovanni“ und „Cosi fan tutte“ schufen sie gemeinsam drei absolute Meisterwerke, die nicht nur durch brillante musikalische Einfälle und spritzige Texte faszinieren sondern auch durch ihre gesellschaftskritischen Thematik. Diese ist zwar natürlich aus dem historischen Kontext zu sehen, macht in ihrer Grundsätzlichkeit die Inszenierung der drei Opern auch heute noch für jeden Regisseur zu einer spannenden und dankbaren Aufgabe. Bereits zuvor hatte Mozart mit dem Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ einen Meilenstein des deutschsprachigen Musiktheaters geschaffen. Seine bei uns am häufigsten aufgeführte Oper aber ist „Die Zauberflöte“. Viele Mythen ranken sich um dieses Werk. Unterschiedlichste gesellschaftliche Gruppierungen haben in den letzten 200 Jahren die Deutungshoheit über den Inhalt dieses musikalischen Meisterwerks beansprucht. Es hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Volker Mader hat szenische Aufführungen aller dieser Opern selbst dirigiert und ist also mit den Hintergründen der Inszenierungen bestens vertraut. In der Vorlesung wird er deshalb vor allem auf die Personenführung und die Anlage der Charaktere bei Mozart eingehen. Neben der ausführlichen Besprechung der Meisteropern, die durch zahlreiche Klang- und Videobeispiele illustriert wird, geht die Vorlesung auch auf das gesamte Opernschaffen Mozarts und seine Rolle in der Geschichte der Oper ein. Dabei werden an Hand von Klangbeispielen musikalische Vergleiche zu anderen Komponisten gezogen.

Übung: Madrigale, Lieder, Gospels, Evergreens

Dozenten Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt, Regina Wunderlich
Zeit und Ort Mo 10.15 – 11.45 Uhr; Musikwissenschaftliches Institut; Brahms-Saal
Beginn 24. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 22
Teilnehmerzahl min. 16; max. 40
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:
In dieser Veranstaltung soll vor allem das Interesse am „richtigen“ Singen gefördert werden. Gedacht ist dabei auch an SängerInnen, die längere Zeit nicht mehr gesungen haben. In dieser Gesang-Werkstatt wird besonderer Wert gelegt auf die technischen Voraussetzungen des Singens, also auf Atem und Stimmführung sowie Tonbildung und Artikulation. Hierbei kommt es nicht zuerst darauf an, Chorwerke aufführungsreif zu erarbeiten, sondern das Ziel ist, deutlich zu machen, wie organisch und stilistisch angemessen gesungen wird. Damit soll vor allem die Freude am Singen gefördert werden. Motivation und Mut machen stehen also im Vordergrund.

Das christliche Abendland – Kunst und Baukunst im Mittelalter – Die Gotik, Teil 3

Dozent Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Christian Otterbein, Kunsthochschulprofessor i. R.
Zeit und Ort Do 16.15 -17.45 Uhr; Olshausenstr. 75, Gebäude S3, Raum 30
Beginn 27. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 15; max. 60
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:
Der Höhepunkt des Mittelalters ist zweifellos die Zeit der Gotik. Es ist die Zeit der Bauhütten und der Zünfte. Die Baukunst entwickelt sich vom Massenbau zum äußerst differenzierten Gerüstbau, der statisch-konstruktive Leistungen bis ins Extreme optimiert und dabei ein völlig neues Raumgefühl erzeugt, welches Licht als aktives Architekturelement einsetzt. Dabei spielen Maßverhältnisse sowohl in religiös-symbolischer als auch in soziologischer und ästhetischer Hinsicht eine herausragende Rolle!
Es werden neue Bautechniken gewagt, ohne die diese Werke nicht möglich gewesen wären!
Es ist kulturell aber auch die Zeit des Minneliedes und der bildhaften Darstellung des Totentanzes.
Marien-und Christusdarstellungen in Bildhauerei und Malerei (Tafelbilder und Glasfenster), und ebenso der spätgotische Flügelaltar mit seiner differenzierten ikonographischen Farbsymbolik werden bedeutsam!
Wenn mit der Gotik auch die Epoche des Mittelalters endet, so greifen doch spätere Zeiten häufig auf die mannigfaltigen Errungenschaften der Gotik zurück.

Bestimmungsübung: Vom Mittelalter bis zur Romantik - Motive der christlichen Ikonographie in der europäischen Malerei (I)

Dozentin Agnes Köhler, M.A
Zeit und Ort Mo 16.15 -17.45 Uhr;
Wilhelm-Seelig-Platz 2, Raum 122
Beginn 24. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 10; max. 24
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:
Jede Zeit hat ihre großen Meister und Themenschwerpunkte und wird mit einem Epochenbegriff meist im Nachhinein benannt. Innerhalb der großen Klammer eines Begriffs zeigen sich sowohl ähnliche als auch individuelle Stile. Die Bildinhalte werden, je nach Jahrhundert und Nation, mal mehr, mal weniger, durch Kirche und Staat geprägt und von gesellschaftlicher Entwicklung getragen.
Diese Bestimmungsübung gehört zu einer Reihe, die durch die Jahrhunderte der Malerei führt und den offenen Blick des Betrachters auf die Bilder fordert: „Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen“ (Johann Wolfgang von Goethe).
Von Bildaufbau, Bildmotiv und Stil ausgehend, sollen die Teilnehmer Rück-schlüsse auf Künstler, Entstehungszeit und Entstehungsort ziehen.

Medien-Workshop: Die smarte Diktatur

Dozent Dr. Gottlieb Florschütz
Zeit und Ort MO 18.00 – 19.30 Uhr;
Leibnizstraße 1, Raum 207a
Beginn 24. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 12; max. 24
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:
Begonnen hat alles mit Gutenbergs Buchdruck um 1450 in Mainz - heute leben wir alle in einer zunehmend digitalisierten, simulierten Spektakel- und Erlebnisgesellschaft und amüsieren uns beinahe zu Tode (Neil Postman); wir simsen und twittern im Internet, legen uns hunderte von Avatar-Identitäten in den Tausenden von Chatrooms zu und gewinnen täglich neue virtuelle Freunde im Facebook. Das Briefe-Schreiben und Verschicken per Post ist längst durch Email und SMS abgelöst worden. In unserer Freizeit bieten uns hundert Fernseh- und Rundfunk-Kanäle spektakuläre Unterhaltungsprogramme an.
Hat uns die "smarte Diktatur" der Medien eingelullt und unser kritisches Denken längst übernommen, wie der Soziologe Harald Welzer behauptet? Diese smarte Diktatur besteht in einer teuflischen Dialektik: Einerseits geben wir unsere persönlichen Daten freiwillig preis und beklagen uns anschließend über zu viel Überwachung und staatliche Kontrolle?
Inzwischen ist schon von Internet-Sucht und der Super-Droge 3D-Fernsehen die Rede, die perfekte virtuelle Illusion, die uns ein Second-Life ermöglicht, ohne uns aus dem Fernsehsessel erheben zu müssen. Die neuen Medien werden von Millionen Zeitgenossen weltweit begrüßt und täglich genutzt; Computer, Laptops und Handys haben unsere soziale Kommunikation gravierend verändert und sind aus unserem Arbeits-Alltag gar nicht mehr wegzudenken; andererseits macht sich aber auch Gegenwehr gegen den übermächtigen Einfluss der Massenmedien bemerkbar: Fernsehverweigerer, die ihr Leben nicht mehr im Second-Life-Modus leben wollen; manche Zeitgenossen bezeichnen die Presse gar pauschal als "Lügenpresse", von der sie sich in ihrem Denken und Urteilen manipuliert fühlen. Andererseits ist das Internet das einzige Medium, in dem (noch) keine staatliche Zensur ausgeübt wird und es könnte auf diese Weise zu einer offeneren Gesellschaft beitragen, sie ermöglichen uns mehr demokratische Teilhabe und Mitbestimmung; auch Wahlen könnte man künftig per Mausklick abhalten, vorausgesetzt allerdings, dass jeder Bürger Zugang zum World Wide Web bekommt. Die Medien sind die Verlängerung unseres Nervensystems, wie Marshal McLuhan treffend beschreibt. Wir werden uns im Medien-Workshop mit maßgeblichen Theorien (anhand kurzer Essays zur Medientheorie, die zur Verfügung gestellt werden) über die modernen Massenmedien befassen (siehe Auflistung unten), aber auch zugleich praktischen und kritischen Umgang mit den Massenmedien Rundfunk, Fernsehen, Internet und Cyberspace anhand von praktischen Übungen (mit Hilfe des universitären Lernsystems OLAT) erlernen, die von einzelnen Teilnehmern mit vorbereitet werden sollen. Dieser Workshop versteht sich als experimenteller Baukasten, an dem sich die Teilnehmer aktiv und kreativ beteiligen können. Der Workshop setzt den Medienworkshop vom vorletzten Wintersemester fort, wo wir uns schwerpunktmäßig mit Zeitungsanalysen befasst haben, ist aber grundsätzlich offen für neue Teilnehmer, die ihr Medienwissen aktualisieren und vertiefen wollen. Der Workshop ist auf zwei Semester hin angelegt Wer einen Laptop oder Notebook besitzt, kann diesen gern ins Seminar mitbringen.

Texte:

1.) Harald Welzer: Die smarte Diktatur; Juli Zeh: Angriff auf die Freiheit
2.)Texte zur Medientheorie, hg. von G. Helmes und W. Köster, Reclam Stuttgart 2002; darin sind die folgende kürzere (2-3 Seiten) Aufsätze und Essays enthalten, die zur Verfügung gestellt werden.

Workshop Film: Literaturverfilmungen – kongenial verfilmt, Teil II, Fortsetzung des Film-Workshops Sommersemester 2016

Dozent Dr. Gottlieb Florschütz
Zeit und Ort Fr 14.00 – 16.00 Uhr;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 26
Beginn 28. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 32
Teilnehmerzahl min. 12; max. 24
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

 

Inhalt:
Wir setzen die Sichtung und Besprechung renommierter Literaturverfilmungen großer Autorenfilmer vom letzten Sommersemester kontinuierlich fort, das sich zunehmend großer Beliebtheit von Seiten vieler teilnehmender Studierender erfreute. In diesem Semester stehen internationale Literaturverfilmungen auf dem Programm, u. a. Tolstois "Krieg und Frieden", Dostojewskijs "Brüder Karamasow", Boris Pasternaks "Dr. Schiwago", Stevensons "Dr. Jeckyll und Mr. Hyde", Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray", Tennessee Williams "Die Katze auf dem heißen Blechdach", "Tod eines Handlungsreisenden" (verfilmt mit Dustin Hoffmann) und Milan Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins"(verfilmt von Milos Forman), aber auch deutsche Literaturverfilmungen des Gegenwarts-Kinos wie z. B. Thomas Manns "Zauberberg" (verfilmt von Hans-Werner Geissendörfer), Theodor Fontanes "Effie Briest" (verfilmt von Rainer Werner Fassbinder), Martin Stades "Der König und sein Narr" (mit Götz George und Wolfgang Kieling), "Mephisto" von Klaus Mann (verfilmt mit Klaus-Maria Brandauer), "Die Rättin" von Günter Grass" - sowie aktuelle Kino-Filme wie Martin Suters "Die dunkle Seite des Mondes" und Lars von Triers "Nymphomaniac". Das vollständige Filmprogramm wird noch bekannt gegeben.

Radiokohlenstoff – Uhr der Vergangenheit, Tracer der Gegenwart

Dozent Prof. Dr. Pieter Grootes
Zeit und Ort Mi 18.00 -19.30 Uhr;
Leibnizstraße 1, Raum 207a
Beginn 26. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 25
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:
Die Veranstaltung erfordert keine speziellen naturwissenschaftlichen Kenntnisse, nur ein reges Interesse an dem, was rund um uns passiert.

Nach einer Erklärung der Grundlagen der Radiokohlenstoff-Datierungsmethode besprechen wir ihre Forschungsanwendungen in Archäologie, Kriminalistik, Kunsthandel, Biokraftstoff, Lebensmittel, Bodenkunde, Limnologie, Ozeanographie, Klimaforschung, Kohlenstoffkreislauf/Treibhausgase und Sonnenaktivität. In allen Fällen sind die Grundfragen zu klären: „Wie lange ist es her?“ und „Welche Mischung haben wir hier?“
Beispiele kommen aus eigenen Arbeiten u.a.

• Columbus letzte Reise,
• Auf die Spur der Nazca,
• Rosa Luxemburg,
• Das Mädchen von Windeby,
• Königin Editha,
• Tatort Eulau, Hammaburg- der Anfang Hamburgs,
• Miskovice, ein Aunjetitzer Gräberfeld
sowie aus der internationalen Forschung.

Alles hängt am Kohlenstoff!
Kohlenstoff bildet das Rückgrat des Lebens und ist damit für uns alle lebenswichtig. Der Radiokohlenstoff, 14C, spielt in der Forschung eine besondere Rolle, weil es einerseits durch seinen radioaktiven Zerfall funktionieren kann wie eine Uhr, die anfängt zu laufen, wenn Kohlenstoff, inklusive 14C, nach Photosynthese fest in organischem Material eingelagert, oder als Karbonat gefällt worden ist, andererseits uns als Tracer (markierter Stoff) erlaubt Mischverhältnisse von „altem“ und „jungem“ Kohlenstoff zu bestimmen.
Radiokarbondatierungen waren maßgeblich für unser heutiges Verständnis der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen, der Landschaftsentwicklung und der Klimaschwankungen, die diese Entwicklungen beeinflussen.
14C als “Tracer” bringt Erkenntnisse über den globalen Kohlenstoffaustausch zwischen Atmosphäre, Biosphäre und Ozean, einschließlich der Treibhausgase CO2 und CH4. Auch die globale ozeanische Zirkulation (Salzförderband) wurde in dieser Weise bestimmt.

Ökologie – Geographie: Geschichte unserer Umwelt – Reisen durch Zeit und Raum

Dozent Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork, MSc. Svetlana Khamnueva, Dr. Andeas Mieth, Prof. Dr. Ingmar Unkel
Zeit und Ort Do 10.15 - 11.45 Uhr;
Am Botanischen Garten 7; Hörsaal E60
Beginn 27. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 100
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Im Jahr 1969 brannte er wieder einmal, der Fluss Cuyahoga in Cleveland (USA). Niemand interessierten früher die Brände. Doch diesmal war alles anders. Das Nachrichtenmagazin „Time“ schreckte die breite Öffentlichkeit mit einem Bericht über die Brände nach Ölverschmutzung auf – erst jetzt, als die Industrie im Niedergang begriffen war. Es sollte der letzte Brand gewesen sein.
Die Dozenten zeigen in vielen eindrucksvollen Geschichten, wie Menschen ihre Umwelt verändert haben, seit sie damit begannen – bereits in der Jungsteinzeit an manchen Orten. Sie führen uns
• zu den Mythen der Osterinsel,
• zu Alexander Selkirk auf der Robinson Crusoe Insel, wo ein Wald zur Wüste wurde,
• zu den rolling hills in der Lößlandschaft des Palouse im Nordwesten der USA,
• auf die kleine Kakao-Insel Sao Tomé vor Afrika,
• in das dicht besiedelte und intensiv genutzte Hochland im Süden Äthiopiens,
• nach Deutschland zu den Hochwässern von 1342 und 1784,
• zu den Sturmfluten von 1362 und 1634 an der Nordseeküste,
• zu den Terrassen auf dem nordchinesischen Lößplateau,
• nach Singapur, das gerade zu einem Garten in der Stadt gewandelt wird, und
• zu vielen anderen Orten und Regionen unserer Erde.
Es sind gute Geschichten. Wie die der menschengemachten Terra Preta-Böden Amazoniens, oder die der Steingärten der Osterinsel, die den von Jared Diamond postulierten Kollaps tatsächlich verhinderten. Und auch böse Geschichten. Über die Hintergründe von Schiffs- und Kernkraftunfällen, über Seuchenzüge wie die Pest in Europa in den Jahren 1347 bis 1351 oder die Cholera in Hamburg im 19. Jahrhundert. Stets fragen die Dozenten: Was ist geschehen? Warum ist es geschehen? Welchen Anteil an Veränderungen hatten Menschen, welche natürliche Vorgänge gab es? Und: Was lernen wir daraus?
Die Vorlesung endet mit einem Ausblick in die Zukunft, der klar aufzeigt, wie wir gemeinsam unsere Probleme und die Probleme der Menschheit lösen können: durch Einsicht, Rücksicht und Zuversicht, über lange Zeiträume und auf ganz verschiedenen Wegen - durch uns alle!

Literatur:

Winiwarter/Bork: Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. Darmstadt, 2015

Kommunikation - Workshop I: Theorie und Praxis

Dozentin Hildtraut Bruhns (Diplom-Sozialpädagogin)
Zeit und Ort Di 18.00 - 20.30 Uhr,
Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 514
Termine 25. Oktober, 08., 22. November, 06., 20. Dezember 2016, 10., 24. Januar 2017, 07. Februar 2017
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl min. 10; max. 15
Veranstaltungsentgelt 60,- EUR

 

Inhalt:

Die thematische Gestaltung basiert auf den Konzepten der humanistischen Psychologie und der Kommunikationspsychologie. Die humanistische Psychologie orientiert sich an den Bedürfnissen (u. a. Kontakt, Anerkennung, Selbstentfaltung), Werten (u. a. Gleichberechtigung, Toleranz, Fairness) und der Würde des Menschen, um seelische Gesundheit und persönliches Wachstum in der Gemeinschaft zu unterstützen.
Kern aller menschlichen Motivation sind von daher im Wesentlichen gelingende Beziehungen, die den Grundbedürfnissen (Kontakt, Anerkennung usw.) entsprechen und Gedeihräume für seelisches Wachstum, Selbstentfaltung sowie Lebensqualität im Miteinander schaffen. Das Thema „Kommunikation“ hat demnach einen tragenden Stellenwert im zwischenmenschlichen Umgang, denn sie entscheidet darüber, ob Beziehungen überhaupt gelingen.
Gelungene Kommunikation ist also die Essenz für wohltuende Beziehungen.
Die alltägliche Erfahrung zeigt allerdings, dass so manches danebengehen kann, wenn wir miteinander kommunizieren.
So entstehen Störungen, Missverständnisse, Konfusionen auch Tragödien z. B. durch das „falsche Wort“, die individuelle Interpretation, verletzende Verhaltensweisen und andere Umstände, die eine gute Verständigung weniger oder mehr behindern.
Offensichtlich ist also gelungene Kommunikation – so erstrebenswert sie für uns ist - kein leichtes Unternehmen. Kommunikation als wechselseitiger Austauschprozess von Informationen ist ein komplexes Geschehen, denn sie vollzieht sich im Kontakt nicht nur durch die Sprache: auch Mimik, Gestik, Körperhaltung – oftmals nicht bewusste Signale – wirken auf den Verständigungsprozess ein. Außerdem gibt es oftmals wenig Eindeutigkeiten und keine objektive, keine „wirklichkeitstreue“ Wiedergabe des Gesagten. Paul Watzlawick (Kommunikationswissenschaftler) beschreibt, dass jeder Mensch sich praktisch seine Wirklichkeit konstruiert, so gibt es also unterschiedlichste zahl-lose Wirklichkeitsauffassungen.
Angesichts dieser Tatsachen bleibt zu fragen, wie begegnen wir dieser kommunikativen Komplexität, dieser Herausforderung? Wie können wir mit unseren kommunikativen Fähigkeiten, unseren Einsichten, Wertorientierungen und Haltungen dazu beitragen, dass menschliche Begegnung und Verständigung zufriedenstellend gelingt?
Wie können wir einen Konsens erzielen?
Diesen Fragestellungen möchte ich mit Ihnen anhand von relevanten kommunikationspsychologischen Erkenntnissen theoretisch und praxisorientiert nachgehen.

Inhaltliche Schwerpunkte:
Kommunikationsmodelle (P. Watzlawick, Schulz von Thun)
Basiskompetenzen z. B. aktiv zuhören
Wahrnehmung, Wertorientierungen
Die Bedeutung der Beziehungsebene
Empathie
Förderliches, hinderliches Gesprächsverhalten
Gesprächstechniken
Störungen wahrnehmen - klären - zueinander finden
Feedback
Metakommunikation
Methodisch arbeite ich mit dem Handlungskonzept der themenzentrierten Interaktion (R. Cohn).

Literatur:

Friedemann Schulz von Thun, Klarkommen mit sich selbst und anderen, rororo 2007
Paul Watzlawick, Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gern Knoblauch essen, Piper 2008
Pörksen/Schulz von Thun, Kommunikation als Lebenskunst, Carl Auer Verlag 2014

Forschendes Lernen – Der forschende Blick auf das eigene Leben Thema: Gefühl und Vernunft bei moralischen Entscheidungen

Dozentin Elke Mahnke, Dipl. Päd., StRn
Zeit und Ort Kurs A - Di 16.00 - 18.00 Uhr;
Wilhelm-Seelig-Platz, Seminarraum 3
Kurs B - Mi 12.00 - 14.00 Uhr;
Leibnizstr. 1, Raum 207b
Beginn Kurs A: 25. Oktober 2016
Kurs B: 26. Oktober 2016
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl jeweils max. 14
Veranstaltungsentgelt 50,- EUR

 

Inhalt:
In unserem Lebensalltag sind wir häufig vor moralische Gewissensfragen gestellt und kommen nicht umhin, uns mit der Welt auseinanderzusetzen. Worauf hören wir dann mehr, auf das Gefühl oder den Verstand?
Gern verlassen wir uns auf das eigene intuitive Wertgefühl, denn Gefühle lassen uns etwas ahnen, sind authentisch und ursprünglich. Letztlich muss man ja auch über alle rationalen Argumente und Vorschläge selbst entscheiden.
Die moralische Praxis jedoch konfrontiert uns mit der Frage nach dem Verhältnis von Gefühl und Vernunft. Bei allen Gewissensfragen ist zu klären, wieweit Gefühle und abstrakte rationale Überlegungen beteiligt sind.
Um unseren Handlungen eine Richtung geben zu können, brauchen wir eine Vorstellung davon, woraufhin wir handeln wollen und was wir nicht wollen. Die Frage dabei ist, welches System von Regeln und Normen den moralischen Maßstab bestimmt und sich in „Wertgefühlen“ niederschlägt. Immer signalisieren diese ein Sollen, nicht ein alternativloses Muss.

Ablauf:
Nachdem wir im Sommersemester die Dokumentation über den forschenden Blick auf das eigene Leben im Kontaktstudium abgeschlossen haben, wenden wir uns diesem neuen Thema zu. Die biografische Reflexion geht dabei von verschiedenen Texten aus der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Pädagogik aus, die zu Beginn des Seminars bekannt gegeben werden.