Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Ehe und Familie im Wandel

Dozent Prof. Dr. Dr. Klaus Kürzdörfer
Zeit und Ort Mo 16.15 – 17.45; Leibnizstr. 4 – Raum 327
Beginn 28. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Es lässt sich nicht leugnen, dass sich Europa und Nordamerika in einem unterschiedlich empfundenen Wertewandel befinden. Während ihn die einen als dramatischen Verfall empfinden, verstehen ihn andere als zu tolerierende notwendige Anpassung an die gesellschaftliche Fortentwicklung. Ein konkretes Für und Wider lässt sich an der heftigen Diskussion über Ehe und Familie exemplarisch studieren. Seit der Wiederaufrüstung der BRD, der Ostdenkschrift der EKD und der Abtreibungsdebatte war kaum etwas so umstritten wie die sog. „Orientierungshilfe des Rates der EKD „Zwischen Gemeinschaft und Anpassung. Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“, Gütersloh Juni 2013 (oder als Download www.ekd.de/download/20130617_familie_als_verlaessliche_gemeinschaft.pdf). Das heftige Für und Wider der Argumente provoziert geradezu eine persönliche Stellungnahme, während andererseits das pluralistische Meinungsgeflecht verwirren kann. Auch wenn einfache Patentrezepte nicht vorhanden sind, verlangt eine gediegene Urteilsbildung eine gründliche Analyse der vorgebrachten Argumente vor dem  Hintergrund der europäischen Geistesgeschichte. Bei der Breite der Thematik ist selbstverständlich eine radikale Auswahl unumgänglich. Die didaktische Konzentration erfolgt jedoch nicht autoritär, sondern im Benehmen mit den Interessenten an diesem Seminar.

 

Religionsgeschichte: Glaube und Macht

Aufgrund der sehr geringen Anzahl der Anmeldungen wird die Veranstaltung von Herrn Maly in diesem Wintersemester leider nicht stattfinden. Alle Angemeldeten erhalten eine gesonderte Nachricht über die Stornierung. Bereits gezahlte Teilnahmeentgelte werden umgehend erstattet.

Dozent Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i.R.)
Zeit und Ort Di 14.15 -15.45; Leibnizstr. 8, Raum 234
Beginn 29. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 20
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Methode:

Themenerarbeitung anhand von Vorträgen, Textlektüre sowie Diskussionsrunden.

 

Inhalt:

In allen Religionen der Welt gibt es eine Beziehung zwischen Grundvertrauen und der Erkenntnis von Wahrheit.

Glaube scheint dabei das Kriterium zu sein, das einen „wahren“ Einblick in die Welt und in das Wesen der eigenen Person geben kann.

 Grundvertrauen hingegen ist eine Vergewisserung welche dem Individuum vermittelt, dass es in allen Lebenslagen geborgen ist, in seinen Handlungen richtig geleitet wird und über die eigenen Kräfte hinaus in ein System eingebettet ist, das jeden Einzelnen trägt, hält und schützt, möglicherweise sogar über den eigenen Tod hinaus.

Dieser persönliche Glaube bezieht sich meistens auf ein kulturell vorgegebenes System allgemeiner Glaubensvorstellungen, die wiederum versuchen Grundvertrauen zu bestätigen und ebenso einen Anspruch erheben, dass in sie eingebundene Personen die Welt wahrhaftig durch Erkenntnis und Erleuchtung durchschauen können.

Weil sich beide Bereiche, der persönliche oder individuelle Glaube wie auch die allgemeinen Glaubensvorstellungen in den verschiedenen Religionen auf Grundbedürfnisse des Menschseins beziehen, sind sie manipulierbar.

 

Wir werden uns im Wintersemester damit befassen, wie Glauben benutzt werden kann um Menschen zu manipulieren, wie Glaube für politische Zwecke missbraucht wird, wie in unterschiedlichen Zeiten religiöses Wissen, religiöse Empfindungen oder Gefühle genutzt wurden, um über Menschen mit ähnlichen oder fremden Glaubensvorstellungen zu herrschen, sich sie oder ihren Besitz anzueignen oder sie zu vernichten.

Möglicherweise werden wir genaueres darüber erfahren, ob „Religionskriege“ tatsächlich ihren Ursprung in unterschiedlichen Glaubensvorstellungen haben oder ob sie dazu dienten, jeweils eigene Machtvorstellungen auch mit Hilfe von religiösen Vorstellungen durchzusetzen.

Beispiele dafür lassen sich in der gesamten Menschheitsgeschichte bis auf den heutigen Tag finden.

Pazifismus und Recht in fünf deutschen Systemen

Dozent Manfred Krause (Präsident des Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgerichts a. D.)
Zeit und Ort> Mi 16.15 – 17.45;
am 20.11 und 27.11 findet das Seminar nicht statt
Leibnizstr. 4, Raum 023
Beginn 30. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Militärische Optionen gehören seit jeher zu den Selbstverständlichkeiten staatlicher Machtausübung. Kriegsgegner waren daher immer in einer Minderheitenposition und sahen sich nicht selten staatlicher Verfolgungsmaßnehmen ausgesetzt. In der Veranstaltung zum WS soll im Einzelnen untersucht und dargestellt werden, mit welchen Reaktionen Pazifisten im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts rechnen mussten. Beginnend mit dem Kaiserreich sollen die Verhältnisse in der Weimarer Republik, während der Nazidiktatur sowie in den beiden deutschen Staaten der Nachkriegszeit anhand von einschlägigen Rechtsquellen sowie exemplarischer Gerichtsverfahren (u. a der "Weltbühnen"-Prozess gegen Carl von Ossietzky, die Verfahren gegen die Hitler-Attentäter und das "Soldaten sind Mörder"-Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht) beleuchtet werden.

Ökonomische Theorien im Wandel und ihre Bedeutung für das Verständnis von Wirtschaft und Wirtschaftspolitik heute

Dozent Prof. Dr. Klaus-Peter Kruber
Zeit und Ort Mi 10.15 – 11.45; Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 415
Beginn 30. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Gliederung:

- Einführung und Anfänge ökonomischen Denkens in Antike und im Mittelalter – Wirtschaften und Ethik
- Merkantilismus – Der (Fürsten-)Staat als wirtschaftspolitischer Akteur
- Klassische Nationalökonomie – Eigennutz und Wettbewerb
- Marxismus/Sozialismus – Gemeinnutz und Wirtschaftsplanung
- Neoklassik – homo oeconomicus
- Soziale Marktwirtschaft – Sozialstaat und Eigenverantwortung
- Keynessche Makroökonomik – Globalsteuerung der Volkswirtschaft
- Angebotstheorie – Wirtschaftsfreiheit und Deregulierung
- Neue Institutionenökonomik – Anreize und Umweltökonomie
- Außenwirtschaftstheorien – Globalisierung
- Theorie der optimalen Währungsräume – Europäische Währungsunion

Literatur:

Zur Theoriegeschichte

- Koesters, Paul-Heinz: Ökonomen verändern die Welt, Hamburg 1984
- Kruber, Klaus-Peter: Theoriegeschichte der Marktwirtschaft, Münster/Hamburg 2002
- Kurz, Heinz D. (Hg.): Klassiker des ökonomischen Denkens, 2 Bde. München 2008
- Söllner, Fritz: Die Geschichte des ökonomischen Denkens, Berlin/New York 2001

 

Zu Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik

- Althammer/Andersen/Detjen/Kruber (Hg.): Handbuch ökonomisch-politische Bildung, Schwalbach 2007
- Mankiw, N. Gregory u. Marc Taylor: Volkswirtschaftslehre, 5. A. Stuttgart 2012
- May, Hermann (Hg.): Handbuch zur ökonomischen Bildung, 9. A. München 2008

Diversity und Gender: Konstruktion und De-Konstruktion von Differenz

Dozentin Prof. Dr. Uta Klein
Zeit und Ort Do 18.15 – 19.45; CAP2 (Audimax) - Hörsaal F
Beginn 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

Inhalt:

- Theoretische Zugänge zu Vielfalt in der Gesellschaft und zu Konstruktion und De-Konstruktion von Differenz;
- Intersektionalität;
- Formen und Ausprägungen von Diskriminierung;
- Diversity-Konzepte

Autoimmunkrankheiten

Dozent Prof. Dr. med. Hermann Manzke, Prof. Dr. Dr. Enno Christophers
Zeit und Ort Di 16.15 -17.45; Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 24
Beginn 29. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 50
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Nach einer kurzen Einführung in die Aufgaben des Immunsystems beschäftigen wir uns speziell mit den Autoimmunkrankheiten einschließlich der Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Einige von ihnen wurden bereits in den vorangegangenen Vorlesungen unter anderen Gesichtspunkten dargestellt. Neue Aspekte vervollständigen das Bild und betonen den Wert der Frühdiagnose und rechtzeitigen Behandlung.

Autoimmunkrankheiten treten im Laufe des Lebens bei 5 - 6 % aller Menschen auf. Autoantikörper gegen verschiedene Gewebe lassen sich im Blut sogar bei einem noch höheren Prozentsatz aller untersuchten Personen nachweisen. Entscheidend für die Manifestation einer Autoimmunkrankheit sind zusätzliche (z. T. unbekannte) Faktoren wie vorangegangene Infektionen, Stoffwechselstörungen, Medikamenten-Induktionen, physikalische Einflüsse (Kälte, Wärme), Tumorerkrankungen etc.. Humangenetisch sind bestimmte Allele mitentscheidend. Sie gehören zum Histokompatibilitätskomplex = MHC - Complex ( Major Histocompatibility Complex ) und werden dementsprechend als Risiko-Allele bezeichnet. Umgekehrt lassen sich mit dem MHC-Komplex auch protektive Allele assoziieren. Wichtig ist bei allen Immunreaktionen die Unterscheidung zwischen eigenem und fremdem Gewebe.

Überreaktionen oder falsche Reaktionen führen klinisch zu Autoimmunerkrankungen (Autoaggressionskrankheiten), die sich an den verschiedensten Organen abspielen können.

Träger der Immunantwort sind insbesondere die T-Lymphozyten. Sie spielen auch bei der Verträglichkeit der Organtransplantation eine wichtige Rolle. Von ihnen aggressiv beeinflusste Krankheitsbilder werden systematisch abgehandelt.

Im Bereich des Zentralnervensystems sind die häufigsten Autoimmunkrankheiten die Multiple Sklerose, die Myasthenia gravis und das Guillain-Barré-Syndrom, bei den Hauterkrankungen die Psoriasis (Schuppenflechte), die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) und die Sklerodermie in ihren verschiedenen Ausdrucksformen, bei den entzündlichen Darmerkrankungen der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa, im Bereich der Leber die Autoimmunhepatitis und die Cholangitis, bei den hämatologischen Autoimmunreaktionen die Autoimmunhämolytische Anämie sowie verschiedene Formen der Thrombozytopenie (Blutplättchenmangel) und Neutropenie (Verminderung der neutrophilen  Granulozyten), im Bereich der Nieren Autoimmunreaktionen, welche sich je nach Proteinurie (Eiweißausscheidung) und Urinsediment als rasch verlaufende nephritische (wenig Eiweiß, reichlich Erythrozyten) und langsam verlaufende nephrotische (massive Proteinurie) Syndrome präsentieren.

Von der Pathologie her unterscheidet man glomeruläre und tubuläre Schäden

sowie Mischformen. Als häufigste Autoimmunerkrankungen der endokrinen Drüsen sind der Morbus Addison (Nebennierenrinden-Insuffizienz), die Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditis) und der Diabetes mellitus Typ 1 zu nennen.

Den zahlenmäßig größten Umfang nehmen die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises ein, von denen hier nur stellvertretend die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) und die Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) genannt seien.

„Geschichte der Medizin von der Renaissance bis zur mittleren Neuzeit“ (Teil II)

Dozent Prof. Dr. Jörn Henning Wolf
Zeit und Ort Mo 14.30 -16.00; Pharmakologisches Institut - Bibliothek, Hospitalstr. 4
Beginn 28. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Die Geschichte der Medizin wird bedeutende Entwicklungen auf dem Gebiet der medizinischen Grundlagenfächer darstellen wie zum Beispiel die Anfänge der systematischen Anatomie und ihre Weiterentwicklung durch herausragende Forscher- und Lehrerpersönlichkeiten wie Andreas Vesal oder auf dem Sektor der Physiologie die Schritte bis zur revolutionären Erkenntnis des Blutkreislaufs durch William Harvey sowie im Bereich der Krankheitslehre die chemische Ausrichtung in den pathologischen Anschauungen eines Franziskus Sylvius und Thomas Willis.

Geschichte der Armut nach 1500

Dozent Prof. Dr. phil. Thomas Riis
Zeit und Ort Mi 14.15 – 15.45; Leibnizstr. 1, Raum 208 b
Beginn 30. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Es mag verwundern, dass ein Historiker sich mit diesem Thema beschäftigt; der Grund ist, will man die Armut nachhaltig bekämpfen, muss man die Entwicklungsmöglichkeiten kennen, die langfristig zur Armut führen können. Aus diesem Grund werde ich versuchen, die Geschichte der Armut darzustellen.

Da die üblichen heutigen Definitionen der Armut diese in ihrem vollen Umfang nicht umfassen, werden wir eine neue Definition suchen, die für sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart Gültigkeit hat Die langfristige Entwicklung der Armut wird erörtert, zeitgenössische Untersuchungen in Indien haben gezeigt, dass die Hungersnot die letzte Phase einer längeren ungünstigen Entwicklung bildet, eine Feststellung, die mit zahlreichen Beispielen bestätigt werden kann.

In der Wirtschafts-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte bildet der Schwarze Tod (Mitte des 14. Jahrhunderts) den großen Umbruch. Der Arbeitskraftmangel wegen der Seuche führte in mehreren Ländern zur Einführung einer Arbeitspflicht und zu einer härteren Haltung überhaupt den Armen gegenüber von Seiten der Nicht-Armen. Diese veränderte Einstellung ist keine Folge der Reformation, sondern erscheint schon um 1400 in Norditalien.

Das merkantilistische System sah zu Recht die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung als Ressourcenverschwendung, die Beschaffung von Arbeit wurde daher Teil der Wirtschaftspolitik, in der Regel aber mit wenig Erfolg. Erst die Aufklärung begann einen erfolgreichen Kampf gegen die Armut, der auch heute als Vorbild vom Interesse wäre.

 

Empfohlene Literatur:

Aspects of Poverty in Early Modern Europe I-III hrsg. Thomas Riis 1981-1990;
Poverty, its Degrees, its Causes and its Relief – a Multidisciplinary Approach to an Urgent Problem hrsg. Thomas Riis & Mareike Hansen, Kiel 2009.

Die Hanse II

Dozent Prof. Dr. Joachim Reichstein
Zeit und Ort Do 14.15 – 15.00; Olshausenstr. 75, Hörsaal 4
Beginn 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 12
Teilnehmerzahl max. 120
Veranstaltungsentgelt 17,50 EUR

 

Inhalt:

Die Vorlesung im Sommersemester 2013 schilderte die Hanse als eine Organisation von Kaufleuten. „Hanse“ war im Mittelalter ein Personenverband. Eine Stadt galt als Hansestadt, wenn ihre Fernhändler allesamt der deutschen Hanse angehörten. Diese Kaufleute hatten ihre Repräsentanten in den Räten der Städte und damit die Hansestädte zwischen Reval, Breslau und Nimwegen so fest im Griff, dass sie sich ein halbes Jahrtausend lang für die Belange des Personalverbandes Hanse einsetzten. Die Vorlesung im Wintersemester 2013/14 wird sich ergänzend der Vororten der deutschen Hanse und den großen Kontoren widmen. Vom Spätmittelalter soll dann die Geschichte der Hanse bis ins 17. Jahrhundert (Westfälischer Frieden 1648, letzter Hansetag 1669) und darüber hinaus verfolgt werden.

 

Es sind weitere Exkursionen zu Hansestädten geplant.

Einführungsvorlesung in die Regionsgeschichte: Die Geschichte der Stadt Kiel

Dozent Prof. Dr. Oliver Auge
Zeit und Ort Mi 08.15 – 09.45; Leibnizstr. 8, Raum 125/128
Beginn 30. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

 

Inhalt:

Das 1242 mit Stadtrecht versehene, zwischen den älteren urbanen Zentren Schleswig und Lübeck gelegene Kiel führte lange Zeit ein eher beschauliches Dasein einer Klein-, allenfalls Mittelstadt – obwohl es ein Zentrum des holsteinischen Adels war und zeitweilig auch als Residenz holsteinischer Landesherren diente. Genauso wenig wirkte sich die Gründung der Universität im Jahr 1665 zunächst auf die Entwicklung der Stadt aus. Nur durch den sog. Kieler Umschlag kam ihr eine zeitweilig überlokal bedeutsame Rolle zu. Schlagartig änderte sich das freilich mit der Verlegung der preußischen Marinestation von Danzig nach Kiel im Jahr 1865, welcher Vorgang als zweite Stadtgründung gewertet wird. Innerhalb von knapp 50 Jahren stieg die Bevölkerung durch die damit verbundenen Folgen mit einer reichsweit einmaligen Dynamik auf das über Zehnfache an und wurde zur Großstadt, von der nicht nur wesentliche Impulse zum Sturz des monarchischen Systems im November 1918 ausgingen, sondern als Zentrum maritimer Streitkräfte und Rüstungsfirmen nach dem Zweiten Weltkrieg nicht viel übrig war. Man spricht folgerichtig von Kiels dritter Gründung nach 1945. Dabei überwogen, wie neuerdings festgestellt wird, in vielerlei Hinsicht eher die Kontinuitäten als die Umbrüche im Vergleich zur Zeit der NS-Diktatur davor. Die Vorlesung wird wesentliche Etappen der Geschichte Kiels aufzeigen.

 

Empfohlene Literatur:

Jürgen Jensen/Peter Wulf (Hg.), Geschichte der Stadt Kiel, Neumünster 1991.

Geschichte der Neuzeit: Imperialismus, Kolonialismus

Dozent Prof. Dr. phil. Manfred Hanisch
Zeit und Ort Di 10.15 – 11.45; OS75 - Hans-Heinrich-Driftmann-Hörsaal (ehem. Hörsaal 3)
Beginn 29. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 60
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

 

Inhalt:

Workshop Philosophie: B) Schopenhauer und Nietzsche als Antipoden zu Kant

Dozent Dr. Gottlieb Florschütz
Zeit und Ort Mi 18.00 -19.30; Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 413
Beginn 30. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 25
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Während die Philosophen des deutschen Idealismus Kant, Hegel, Fichte und Schelling das Licht der Vernunft propagierten, fokussierten Schopenhauer und Nietzsche am „Fin de siecle“ die dunkle Seite des menschlichen Gemüts. Nach Schopenhauer steht hinter der Erscheinungswelt ein irrationaler, dunkler, blinder Drang, ein metaphysischer Wille, der sich in allen Erscheinungsformen des vitalen Lebens objektiviert. Alles menschliche Streben und Handeln ist durchzogen von Egoismus und Menschenverachtung, die einzige Ausnahme bildet das Mitleid, das jedoch nur wenigen edlen Charakteren vorbehalten ist. Schopenhauers Erlösungslehre ähnelt dem buddhistischen Weg der Verneinung und Aufhebung des Lebenswillens bis zur Askese und totalen Annihilation des Willens. Eine vorübergehende Erlösung erfährt der rastlose Wille in der künstlerischen Kontemplation und im Mitleiden mit der leidenden Kreatur. Die Vernunft ist nur das Vehikel des Willens, das ihm die Wege und Methoden aufzeigt, um seine im Irrationalen verankerten Ziele zu erreichen.

Friedrich Nietzsche ist der Philosoph der Dekadence und des Nihilismus. Alles Streben des Menschen ist getrieben von einem dunklen Willen zur Macht. Dieser nimmt keine Rücksichten auf soziale Belange, sondern setzt sich rücksichtslos – auch gegen die Interessen der Mitmenschen – durch. Von Nietzsches Herrenmenschen-Moral zur arischen Rassenlehre Hitlers lassen sich durchaus gewisse Parallelen ziehen; Nietzsche unterteilt die Menschen in Herrenmenschen und Sklavenmenschen. Während sich die Sklavenmenschen - durch eine heuchlerische Priesterkaste verführt - an die falschen moralischen Werte halten, tragen die Herrenmenschen noch jenen ursprünglichen Raubtier-Instinkt in ihrem Inneren, der von Anfang dem Menschengeschlecht eigen war. Aus dieser edlen Herrenmenschen-Rasse soll nach Nietzsches Vision eines Tages jener geniale Übermensch hervorgehen, den Zarathustra predigt. In seinem Nachlass-Werk „Der Wille zur Macht“ gibt der „Freie Geist“ Friedrich Nietzsche die grundlegenden Ergebnisse seiner Spätphilosophie preis, er sinniert hier über die drohende Heraufkunft des europäischen Nihilismus, die geistige Lage seiner Zeit am „Fin de siecle“, über Moral- und Religionskritik und einen radikalen Entwurf für eine grundlegend neue Wertsetzung. Wir werden uns mit diesen beiden Philosophen des Irrationalen auseinandersetzen, die im konträren Gegensatz zu den Vernunftphilosophen der Aufklärung wie Immanuel Kant stehen. Die Frage, inwiefern dieses Andere der Vernunft unsere gegenwärtige Lebenswirklichkeit auch heute beherrscht, wird uns ebenso beschäftigen wie die Frage nach der Dialektik der Vernunft und ihr Abrutschen ins Irrationale, wie dies gerade wir Deutschen bei Massenbewegungen im Dritten Reich in der jüngsten Vergangenheit hautnah miterlebt haben.

 

Literatur:

- Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung, Diogenes-Verlag.
- Friedrich Nietzsche: Der Wille zur Macht – Versuch einer Umwertung aller Werte, hrsg. von Elisabeth Förster-Nietzsche, Kröner-Verlag 2009.

Goethe (1749 – 1832): Die Wahlverwandtschaften

Dozent Dr. Wolfgang Kehn
Zeit und Ort A: Mi 10.15 – 11.45; Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 165 (ausgebucht!)
B: Do 10.15 - 11.45; wird noch bekannt gegeben
Beginn A: 30. Oktober 2013
B: 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 45
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

Es wird wieder ein zweites Seminar am Donnerstag zur gleichen Uhrzeit angeboten (Beginn 31. Oktober 2013).
Anmeldungen können nur noch für die Donnerstagstermine angenommen werden.

Inhalt:

Goethes „Wahlverwandtschaften“ (1809) gehören zum Spätwerk des Dichters. Sie lösten bei ihrem Erscheinen einen moralisch-religiösen Skandal und haben seitdem immer wieder besonders kontroverse Deutungen und Bewertungen provoziert: Goethe selbst hat geäußert, in diesem Roman gehe es darum, „sociale Verhältnisse ...symbolisch gefasst“, nämlich im Symbol der „Wahlverwandtschaft“, darzustellen. „Wahlverwandtschaft“ ist in der damaligen Zeit ein Fachausdruck der Chemie, die Bezeichnung für die Affinität von unbelebten Stoffen, aufgrund derer sie Verbindungen miteinander eingehen oder sie lösen. Was besagt es, wenn Goethe sie in seinem Roman als Symbol für lebendige zwischenmenschliche („sociale“) Beziehungen behandelt? Werden diese damit einem naturgesetzlichen Mechanismus unterworfen und damit der freien Entscheidung und sittlichen Verantwortung entzogen? In der Tat war dies der zentrale Punkt, an dem sich der zeitgenössische moralische Skandal entzündete. Und Goethe – so scheint es auf den ersten Blick – hat diese Auffassung in der „Selbstanzeige“, mit der er seinen Roman ankündigte, noch bekräftigt, wenn er darauf hinweist, dass „doch überall nur eine Natur ist und auch durch das Reich der heitern Vernunftfreiheit die Spuren trüber, leidenschaftlicher Notwendigkeit sich unaufhaltsam hindurchziehen.“ –

Die Vorstellung von „nur Einer Natur“ – sein Pantheismus – war für Goethe seit seiner Jugend eine zentrale Idee: Sie erfährt in den „Wahlverwandtschaften“ jedoch eine deutliche Problematisierung: In der Jugend hatten er und seine Freunde die „Mutter Natur“ als zentrale Sinngebungsinstanz verehrt und sich ihr gläubig anvertraut:

„Alles ist immer da in ihr.  […] Sie ist gütig. Ich preise sie mit allen ihren Werken. Sie ist weise und still. […] Sie ist listig, aber zu gutem Ziele […].Sie hat mich hereingestellt, sie wird mich auch herausführen. Ich vertraue mich ihr. Sie mag mit mir schalten, sie wird ihr Werk nicht hassen. […]“

Dieser Glaube seiner Jugend, dass die Natur „gütig“ und zu einem „guten Ziele“ wirke und dass sich dies vor allem in der Liebe – der „Krone“ der Natur – manifestiere, scheint erschüttert, wenn Goethe nun damit rechnet, dass in der „Natur“ – eben weil sie allumfassend ist – auch mit dem „unaufhaltsamen“ Wirken „trüber, leidenschaftlicher Notwendigkeit“ gerechnet werden muss. Und dies ist es in der Tat, was der Roman demonstriert: Er schildert das tragische Scheitern von Liebesbeziehungen: wie ein Kreis von edlen Menschen unter dem Zwang leidenschaftlicher Liebe ihr Lebensglück, ja ihr Leben selbst zerstört.

Wie immer, so wird die Lehrveranstaltung auch diesmal nicht in Form von Vorlesungen, sondern im Seminargespräch durchgeführt. Dazu ist eine gute Kenntnis des Romans schon zum Seminarbeginn nötig. Damit die Gespräche eng am Text geführt werden können, ist es sehr wünschenswert, wenn alle die folgende Ausgabe benutzen:

Goethe: Die Wahlverwandtschaften, Reclamausgabe RUB 7835.
Dazu gibt es ein Bändchen mit Erläuterungen, das sehr empfohlen wird (RUB 8156).

 

Literatur: 

- B. v. Wiese: Kommentar zu Die Wahlverwandtschaften in: Goethes Werke, hrsg. v. E. Trunz (= „Hamburger Ausgabe“) Bd.VI, 10.neubearb. Aufl., München 1981.
- E. Rösch (Hrsg.): Goethes Roman Die Wahlverwandtschaften, Darmst.1975 (= Wege der Forschung 53).
- H.R. Vaget: Ein reicher Baron. Zum sozialgeschichtlichen Gehalt der Wahlverwandtschaften, in: Jahrbuch der Schiller-Gesellschaft 25 (1980), S.123-161.
- W. Schwan: Goethes Wahlverwandtschaften. Das nicht erreichte Sociale. München 1983.
- M. Niedermaier: Das Ende der Idylle . Symbolik, Zeitbezug, Gartenrevolution in Goethes Roman Die Wahlverwandtschaften. Berlin 1992.

Kleinere Erzählformen der Vormoderne

Dozent Dr. Christian Seebald
Zeit und Ort Do 14.15 -15.45 Uhr, Olshausenstr. 75, HS2
Beginn 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

Inhalt:

Die Vorlesung führt ein in das vielgestaltige Feld der vormodernen deutschsprachigen Kurznarrativik. Das Spektrum ausgewählter Erzähltypen reicht dabei von der Fabel, die typischerweise durch nicht-menschliche Akteure bestimmt ist und insbesondere über die Rezeption der lateinischen Sammlungen für die deutsche Literatur wirksam wird, über das verwandte Bispel bzw. Exemplum, bei dem zwischen besonderem Erzähltypus und allgemeinerem Funktionstypus differenziert werden muss, bis hin zum Maere, das Hanns Fischer phänomenologisch und in Abgrenzung von der neuzeitlichen Novelle als Erzählform sui generis bestimmt hat. Von diesen drei Erzähltypen, die sowohl erzähltechnisch als auch funktional diverse Überschneidungen aufweisen, unterscheiden sich schließlich die Legende und ihr nahestehende hagiographische Kleinformen wie das Mirakel aufgrund ihres dezidiert geistlichen Sujets und Gebrauchszusammenhangs. Zu den übergreifenden Überlegungen zu gattungstypologischen Voraussetzungen, narrativen Möglichkeiten und Funktionszusammenhängen der vorgestellten Erzählformen und Genres treten Beispiele je spezifischer historischer Realisierungen.

Literatur:

Zur Einführung empfehlen sich die einschlägigen Artikel im Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft (hg. von Klaus Weimar u.a.): Erzählung, Exemplum, Fabel, Legende, Maere, Mirakel, Novelle, Schwank.
Weiterhin: Kleinere literarische Formen in Einzeldarstellungen, Stuttgart 2002 (RUB 18187).

Die Entwicklung des Solokonzertes von der Barockzeit bis zur Gegenwart

Dozent Dr. Klaus Volker Mader
Zeit und Ort Mi 16.15 – 17.45; Olshausenstr. 75, Hörsaal 4
Beginn 30. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 80
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Welchen Tonumfang hat eine Querflöte?
Wie ist eine Geige gebaut?
Was macht das Hornspielen so schwer?

In der Vorlesung werden Funktionsweise aller gängigen Instrumente sowie deren bauliche Veränderungen und die Entwicklung der Spielweise im Laufe der Zeit betrachtet.
Die Kunstfertigkeit einzelner Musiker mit der Klangfülle eines Orchesters zu kombinieren, war für Komponisten seit jeher eine reizvolle Aufgabe.
Anhand von Noten- und Klangbeispielen wird die Entstehung des Virtuosentums dokumentiert und seine Entwicklung nachgezeichnet.

Wie setzt der Solist den Notentext um?
Wo endet die vom Komponisten vorgegebene Verbindlichkeit, wo beginnt die künstlerische Freiheit des Interpreten?

Diesen Fragen wird anhand unterschiedlicher Interpretationen großer Solisten von ausgewählten Beispielen der Sololiteratur nachgegangen.

Igor Strawinsky und die russische Musik

Dozenten Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt
Zeit und Ort Fr. 10.15 – 11.45; Olshausenstr.75, Gebäude S2,Raum 26
Beginn 01. November 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Als Strawinskys Le sacre du printemps („Frühlingsopfer“) 1913 in Graz aufgeführt wurde, löste das einen Skandal aus. Für die einen war das der Untergang der abendländischen Kultur, andere wiederum genossen das als ein  sensationelles Spektakel. Strawinsky hat mit diesem Werk eine neue Musik eingeleitet, die sich von romantischen Vorstellungen und von gefühlsästhetischen Erwartungen radikal abgewandt hat. Er hat sich dabei als musikalischer Erfinder verstanden, nicht mehr als Komponist, der höheren Eingebungen folgt. Dieser Ästhetik sind auch andere moderne Komponisten gefolgt: Schönberg, Bartok, Hindemith. Strawinsky hörte in seiner Jugend, wie Frauen alte russische Volkslieder sangen; und er hat sich mit dem Denken und Schaffen der „Mächtigen Fünf“; Rimsky-Korssakoff, Mussorgski, Borodin, Glinka, Cui, auseinandergesetzt. Aus diesen Quellen ist auch sein eigenes Schaffen gespeist. Für den Dirigenten Ernest Ansermet war Strawinskys Werk die eigentliche neue Musik. Schönbergs atonale Werke waren für ihn unnatürlich und dem menschlichen Empfinden unzugänglich. Das wiederum war für Th. W. Adorno unverständlich.

Indien: Teil I – Eine landeskundliche und kulturgeschichtliche Einführung

Dozent Prof. Dr. Horst Brinkhaus
Zeit und Ort Mi 16.15 – 17.45; Leibnizstr. 10, Raum 15
Beginn 30. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 35
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Das moderne Indien ist geprägt einerseits durch die Bewahrung einheimischer Tradition(en) und andererseits durch Fremdeinflüsse, die zum Teil auf Fremdherrschaft über viele Jahrhunderte hin zurückgehen, und aktuell durch zunehmende Globalisierungstendenzen. Um ein Verständnis für die Besonderheiten des gegenwärtigen Erscheinungsbildes und der Bedeutung des Landes im asiatischen sowie im globalen Zusammenhang zu wecken, soll ein erster Überblick über Herkunft, Entwicklung und Ausprägung grundlegender geistiger und materieller Kulturgüter erarbeitet werden.

Stichworte zu den zu behandelnden Gegenständen und Themen sind:

- Probleme des Indienbegriffs
- geographische Lage und Beschaffenheit
- geschichtliche Entwicklung
- Gesellschaft, Recht und Staat
- Sprachen, Schriften und Literaturen
- einheimische Wissenschaften (Grammatik, Poetik, Philosophie, Mathematik, Medizin usw.) - Kunstgeschichte, Musik und Tanz
- Beziehungen zu fremden Kulturen.

Teil 2 im Sommersemester 2014 ist geplant unter dem Titel: Die Religionen Indiens. In den nachfolgenden Semestern können Themenbereiche, für die besonderes Interesse besteht bzw. sich entwickelt, ausführlicher behandelt werden.

Empfohlene Literatur:

- Indien. Ein Handbuch, hrsg. von D. Rothermund, München 1995
- Cambridge Encyclopedia of India, Pakistan..., ed. by F. Robinson, Cambridge etc. 1989.
- Das alte Indien. Geschichte und Kultur des indischen Subkontinents, hrsg. von H. G. Franz,  München 1990.

Medien in Gesellschaft und Organisation

Dozentin Prof. Dr. Heidrun Allert
Zeit und Ort Di 16.15 -17.45 Uhr, Olshausenstr. 75, Hörsaal 2
Beginn 29. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

Inhalt:

Die Vorlesung bietet eine fundierte Einführung in das Themengebiet Einsatz von Medien in Lernprozessen unter Berücksichtigung gesellschaftlicher und organisationaler Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen sozio-kulturelle Fragestellungen, Bedingungen und Phänomene des medien- bzw. technologiegestützten Lernens, grundlegende Modelle, Bedingungen und Wirkungen der computervermittelten Kommunikation und Kooperation sowie Möglichkeiten und Formen des Einsatzes technologiegestützter Lernumgebungen in Organisationen. Zentraler Ausgangspunkt ist hierbei jeweils die integrative Betrachtung von Lernprozessen an der Schnittstelle zwischen Individuum, Technologie und Organisation beziehungsweise Gesellschaft.

Behandelt werden dabei neben anderen aktuellen Beispielen auch sozio-kulturelle Phänomene wie die Entwicklung und der Erfolg von Wikipedia.

Könige und Kaiser in Deutschland XI

Dozent Prof. Dr. Joachim Reichstein
Zeit und Ort Do 15.15 – 16.00; Olshausenstr. 75, Hörsaal 4
Beginn 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 12
Teilnehmerzahl max. 120
Veranstaltungsentgelt 17,50 EUR

 

Inhalt:

Die mehrsemestrige Vorlesung behandelt die 52 Könige und Kaiser im deutschen Reich bis 1806. Im Sommersemester wurde die Behandlung Karls V. auf den weltgeschichtlich bedeutsamen Konflikt zwischen dem jungen König und „Erwählten Kaiser“ und Martin Luther in aller Ausführlichkeit behandelt, so dass für das Wintersemester 2013/14 noch über Karls Jahre nach dem Reichstag zu Worms (1521) bis zu seinem Tode (1558) berichtet werden muss. Es wird dann noch um die Habsburger Kaiser Ferdinand I., Maximilian II. und wohl auch noch Rudolf II. gehen.

Geschichte Dänemarks 12-16. Jahrhundert

Dozent Prof. Dr. Martin Krieger
Zeit und Ort Fr. 10.15 – 11.45; Leibnizstr. 8, Raum 125/128
Beginn 01. November 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5
Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

 

Inhalt:

Das hohe und späte Mittelalter war für Dänemark von konstitutiver Bedeutung. Erstmals entstand ein einheitliches, landesweites Königtum, und der Machtmittelpunkt verlagerte sich von Jütland auf die dänischen Inseln. Im Konflikt mit den südlichen Nachbarn trat das Land allmählich auch als nordische Großmacht auf – eine Entwicklung, die mit der Gründung der Kalmarer Union ihren Höhepunkt erreichte. In der Vorlesung wollen wir das Dänemark des hohen und späten Mittelalters in politischer, kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht betrachten. Den Abschluss bildet die Reformation, die letztlich den Weg in die frühmoderne Staatlichkeit ebnete.

Die Umbrüche in Osteuropa 1989-1991

 

Dozent Prof. Dr. phil. Ludwig Steindorff
Zeit und Ort Mo 10.15 – 11.45; Otto-Hahn-Hörsaal 2
Beginn 28. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

 

Inhalt:

Nachdem es mehrere Jahrzehnte geschienen hatte, die aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangenen politischen und gesellschaftlichen Ordnungen in Europa würden langfristig stabil bleiben , kam es, einsetzend mit der Solidarnosc-Bewegung in Polen um 1980, im Bereich der bis dahin sozialistischen Staaten zu Umbrüchen, die nicht nur die inneren Verhältnisse, sondern teilweise auch die Staatsgrenzen veränderten. In den jugoslawischen Nachfolgekriegen nahm der Umbruch extrem gewaltsame Form an. Wir wollen den Verlauf der Neuordnung in den einzelnen Ländern und die gegenseitigen Beeinflussungen betrachten, auf die Rolle von Religion und Nation als neue, alte Identifikationen eingehen und den Umbruch als wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierungskrise untersuchen. Wir werden die unterschiedlichen Formen der Konsolidierung und deren Sichtweisen auf das Erbe der sozialistischen Ära vergleichen.

 

Empfohlene Literatur:

Zur Einführung: Gale Stokes: The Walls Came Tumbling Down. The Collapse of Communism in Eastern Europe, New York - Oxford 1993;

Renéo Lukic – Allen Lynch: Europe from the Balkans to the Urals. The Disintegration of Yugoslavia and the Soviet Union, Oxford: 1996;

György Dalos: Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa, München 2009.

Workshop Philosophie: A) Existenzphilosophie: Jean Paul Sartre

Dozent Dr. Gottlieb Florschütz
Zeit und Ort Do 18.00 -19.30; Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 415
Beginn 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Die Existenzphilosophie Nietzsches, Heideggers, Sartres, Camus’ und Kierkegaards ist d i e Philosophie der Postmoderne, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts begann, das Denken im westlichen Abendland dominierend zu bestimmen. Wenn man sich mit existenzphilosophischen Fragen befassen will, kommt man an Sartres Werk „Das Sein und das Nichts“ nicht vorbei. Wir lesen den Text in einer gekürzten, zusammenfassenden und vereinfachenden Version („Der Existenzialismus ist ein Humanismus“): „Wir sind verdammt zur Freiheit“, ist eine von Sartres existenzphilosophischen Kernthesen. Die Verlassenheit des gottlosen Individuums geht nach Sartre stets einher mit der Angst. Die Angst, existenzielle Verlassenheit und soziale Verantwortung für die eigene, freie Entscheidung gegenüber dem Nichts (nicht gegenüber einem Gott, der unser Leben von Anfang an durchgeplant hätte) sowie die Beziehung zum Anderen sind - kurz zusammengefasst - Sartres Existenzialkategorien, mit denen er unser Leben beschreibt. Uns Menschen als willkürlich ins Dasein Geworfene bleibt letztlich – nach der Abschaffung Gottes - nur der Zwang, uns in Freiheit selbstverantwortlich entwerfen zu müssen, ohne  Gewissheit, ob dieser Entwurf tragfähig oder zum Scheitern verurteilt ist? Wir können uns in Freiheit auf den Anderen, auf ein „Du“ hin entwerfen, aber Vorsicht: „Die Hölle, das sind die anderen“, so warnt Sartre, denn der Andere schränkt meine eigene Freiheit schon durch seine bloße Anwesenheit ein. In seinem pessimistischen Theaterstück „Geschlossene Gesellschaft“ hat er uns seine existenzphilosophischen Erkenntnisse anschaulich vor Augen geführt. Sartre, der sich auch politisch stark für die Linke engeagierte und die RAF in Stammheim besuchte, gehört zu den Denkern des modernen Lebensgefühls, der in den Sechziger und Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts die grundlegenden existenzphilosophischen Kategorien bereitgestellt hat, aus denen sich unser Lebensgefühl bis heute, am Beginn des neuen Zeitalters, immer noch nährt und an denen sich der moderne Individualismus stößt und reibt. Wir wollen Sartres radikalen Freiheitsbegriff herausarbeiten und auf aktuelle Fragen der Gegenwart beziehen, die uns unter den Nägeln brennen.

 

Text:

- Jean-Paul Sartre: Der Existenzialismus ist ein Humanismus, erschienen bei Rowohlts Taschenbuchausgabe 2002
- Albert Camus: Der Mythos von Sisyphos

Arthur Schnitzler – Leben und Werk, Teil 1

Dozent Prof. Dr. phil. et med. habil. Christian Andree
Zeit und Ort Di 11.30 – 13.00; Pharmakologisches Institut - Bibliothek, Hospitalstr.4
Termine 05.04., 22.04., 29.04., 06.05., 13.05., 20.05.,27.05.,2014, sowie ein Blocktermin (8 Unterrichtsstunden) am Sa., 07.06. mit Filmvorführungen und ein letzter Termin nach Verabredung.
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Einer der bedeutendsten Dichter neuerer Zeit wird in diesem Wintersemester auf unserem Programm stehen:

Arthur Schnitzler (1862–1931, Wien), Sohn eines Kehlkopfspezialisten und selber Arzt, beschäftigte sich zunächst intensiv mit Hypnose und Suggestion als therapeutische Mittel. Seine 1893 eröffnete Praxis gab er zugunsten der Schriftstellerei auf. In seinen Novellen und Dramen spürte er der dekadenten Wiener Gesellschaft nach, zeigte ihre Mischung aus Todessehnsucht, Lebensüberdruss und Frivolität. Er schildert eine Zeit, die unter dem Verlust ihrer traditionellen Werte und am Zerfall ihrer liberalen Ordnung litt und wirkt dadurch wieder aktuell.

Der Dichter Schnitzler ist dem Arzt Schnitzler treu geblieben. Der „Arzt-Dichter“ gilt als literarisches Pendant zu Sigmund Freud und war dessen Freund.

Wir werden uns mit dem literarischen Skandalon des so oft mißverstandenen „Reigen“ beschäftigen und die berühmte filmische Umsetzung dazu (mit dem unvergesslichen Adolf Wohlbrück) ansehen und besprechen. Vom „Anatol“-Zyklus werden uns „Die Frage an das Schicksal“ und nicht nur diese beschäftigen. Unter Schnitzlers Dramen betrachten wir unter anderem „Liebelei“, „Professor Bernhardi“ bis zu „Der weite Weg“, „Der einsame Weg“, „Der Weg ins Freie“, „Der Weg zum Weiher“.

Die Lehrveranstaltung ist auf zwei Semester angelegt. Das Wintersemester wird vorwiegend biographische und frühe literarische sowie therapeutische Ansätze Schnitzlers behandeln. Das nächste Sommersemester ist den literarischen Umsetzungen seiner Ideen gewidmet.

Geschichte des Romans

Dozent Prof. Dr. phil. Albert Meier, M.A.
Zeit und Ort Di 12.15 -13.45 Uhr, Olshausenstr. 75, Hans-Heinrich-Driftmann-Hörsaal (ehem. Hörsaal 3)
Beginn 29. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 10
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

Inhalt:

Die Vorlesung rekonstruiert die Geschichte des Romans als Entfaltung einer ›Logik der Prosa‹ und erläutert sie an den je dominierenden Referenztexten. Die Entwicklung des deutschsprachigen Romans wird dabei im internationalen Kontext behandelt.

Zur Sprache kommen voraussichtlich folgende Werke:

Heliodor: Aithiopika – Cervantes: Don Quijote – Grimmelshausen: Simplicissmus Teutsch – Englische Romane des 18. Jahrhunderts (Fielding: Tom Jones – Richardson: Pamela – Sterne: Tristram Shandy) – Christoph Martin Wieland: Geschichte des Agathon – Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werthers – Johann Wolfgang Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre – Clemens Brentano: Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter – Friedrich Hölderlin: Hyperion oder Der Eremit in Griechenland – Theodor Fontane: Der Stechlin – Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge – James Joyce: Ulysses – Umberto Eco: Il nome della rosa.

Der detaillierte Themen- und Terminplan ist einzusehen unter http://www.ndl-medien.uni-kiel.de/moodle/.

Die Vorlesung wird unter www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de live gestreamt und archiviert.

 

Zur Einführung empfohlen:

Meid, Volker (Hrsg.): Geschichte des deutschsprachigen Romans. Stuttgart 2013.

Geschichte der deutschen Sprache

Dozent Prof. Dr. Michael Elmentaler
Zeit und Ort Do 10.15 -11.45 Uhr, Olshausenstr. 75, HS2
Beginn 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 2 Semesterwochenstunden
Teilnehmerzahl max. 5
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Veranstaltung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU.

Inhalt:

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der hochdeutschen und niederdeutschen Sprache von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Literatur:

Als Begleitlektüre wird empfohlen:

Wilhelm Schmidt, Geschichte der deutschen Sprache, neueste Aufl.Stuttgart,
sowie für das Niederdeutsche: Willy Sanders, Sachsensprache – Hansesprache – Plattdeutsch, Göttingen 1982.

Übung: Chor- und Sololieder, Gospels, Shanties, Evergreens

Dozenten Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt, Regina Wunderlich
Zeit und Ort Mo 10.15 – 11.45; Musikwissenschaftliches Institut; Brahms-Saal
Beginn 28. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

In dieser Veranstaltung soll vor allem die Freude am „richtigen“ Singen gefördert werden. Wir werden Chor- und Sololieder sowie Gospels, Shanties und Evergreens singen. Bei der Auswahl ist bewusst auch an TeilnehmerInnen gedacht, die längere Zeit nicht mehr gesungen haben. In dieser Gesangs-Werkstatt wird besonderer Wert gelegt auf die gesangstechnischen Voraussetzungen des Singens, also auf Atmen und Stimmführung sowie Tonbildung und Artikulation. Hierbei kommt es nicht zuerst darauf an, Musikstücke aufführungsreif zu erarbeiten, sondern das Ziel ist, deutlich zu machen, wie organisch und stilistisch angemessen gesungen werden kann. Die Motivation und das Mutmachen zur sängerischen Selbstdarstellung stehen dabei im Mittelpunkt. Individuelle stimmbildnerische Hilfen sind im Programm eingeplant.

Die Baukunst der Gegenwart – Teil B

Dozent Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Christian Otterbein, Kunsthochschulprofessor i. R.
Zeit und Ort Do 16.15 -17.45; Olshausenstr. 75, Gebäude S3, Raum 30
Beginn 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 60
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Während Teil A der Vorlesungen zur Baukunst der Gegenwart  des 20. Jahrhunderts, Empirische Tendenzen zeitgenössischer Architektur betonte, befasst sich Teil B mit Richtungen, Tendenzen und Strömungen, die besonders theoriebetont sind.

Nach einem kurzen Einblick in Arbeiten von Architekturstudenten gibt es eine Einführung in die Semiotik. Die Theorien führen uns von der Moderne über die Postmoderne zur sogenannte Zweiten Moderne.

Folgende Richtungen sollen zumindest in Ansätzen besprochen werden:

High-Tech Architektur, Charles Jenckes, Postmoderne, Manierismus und Historismus, Bauen im historischen Kontext, Robert Venturi, Charles Moore, Rationalismus, Five Whites, Hans Hollein, Formalismus, Zweite Moderne, Dekonstruktivismus und Theorie der Faltung.

Übung: Betrachtung der Epochen: Die Malerei des Manierismus in Italien

Dozentin Agnes Köhler
Zeit und Ort Di 14.15 -15.45; Wilhelm-Seelig-Platz 2, Raum 122
Beginn 29. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 20
Teilnehmerzahl max. 20
Veranstaltungsentgelt 30,00 EUR

 

Inhalt:

Jede Zeit hat ihre großen Meister und ihre Themenschwerpunkte, und wird mit einem Epochenbegriff meist im Nachhinein benannt. Innerhalb der großen Klammer eines Begriffs zeigen sich sowohl ähnliche als auch unterschiedliche und individuelle Stile, die Bildinhalte sind je nach Jahrhundert und Nation mal mehr, mal weniger von Kirche und Staat vorgegeben, aber fast immer von gesellschaftlicher Entwicklung getragen.

Diese Bestimmungsübung gehört zu einer Reihe, die durch die Jahrhunderte der Malerei führt, um den offene Blick des Betrachters auf die Bilder zu lenken. Von Bildaufbau, Bildmotiv und Stil ausgehend sollen die Teilnehmer (im Laufe der Zeit) Rückschlüsse auf Künstler, Entstehungszeit und Entstehungsort ziehen.

Workshop Film: Der futuristische Film – Zwischen Untergang und Utopie

Dozent Dr. Gottlieb Florschütz
Zeit und Ort Fr 14.00 – 16.00; Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 26
Beginn 01. November 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 24
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Die naive Technik-Euphorie der Sechziger und Siebziger Jahre ist nach dem Unfall von Tschernobyl und dem Absturz der Raumfähre Columbia einer tiefen Skepsis gegenüber den bedrohlichen Seiten des technischen Fortschritts gewichen. Barack Obamas Abhörprogramm des Internet sprengt jeglichen Datenschutz – wir alle sind in den Augen der Geheimdienste potentielle Terroristen - Great Brother ist watching over us!

In futuristischen Filmen wie George Orwells „1984“ werden Staat und Gesellschaft von einem omnipräsenten Potentaten namens „Great Brother“ kontrolliert, eine düstere Zukunftsvision, die angesichts ständiger Überwachung und Datenvorratsspeicherung schon heute Wirklichkeit zu sein scheint. In Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ werden die Menschen durch die künstliche Droge „Soma“ zu bewusstlosen Zombies umgeformt, eine Entwicklung, die angesichts von 3-D-Fernsehen und Cyberspace heute schon nahe zu sein scheint.

Im futuristischen Film wird auf derartige bedrohliche Entwicklungen Bezug genommen, wobei die zunehmende Selbstentfremdung des modernen Menschen in einer arbeits- und verantwortungsteiligen Leistungs- und Konsumgesellschaft ein Kernthema ist, wie schon im frühen Stummfilm, z. B. in Fritz Langs Klassiker „Metropolis“ (1926). In Philip K. Dicks futuristischen Visionen „Total Recall“, „Matrix“ und „Project Brainstorm“ werden menschliche Gehirne durch intelligente Computerprogramme so gezielt manipuliert, dass sie diese digital vorgekaukelte Welt für die einzig wirkliche halten, eine fatale Selbsttäuschung, aus der es kein Entrinnen mehr gibt. H. G. Wells hat in seinen prophetischen SF-Romanen „Die Zeitmaschine“ und „Die Insel des Doktor Moreau“ gegenwärtige technologische Entwicklungen wie die genetische Manipulation von Tieren und Menschen vorweg genommen, die zur Selbstentfremdung und Exkulpation des Menschlichen führen. In den futuristischen Fiktionen von Rainer Erler „Das Genie“ und „Unsterblichkeit“ (Reihe: „Das blaue Palais“) kann auch das menschliche Gehirn transplantiert werden und Menschen durch genetische Manipulation unsterblich gemacht werden. In Rainer Werner Fassbinders futuristischer Utopie „Welt am Draht“ verschmelzen Wirklichkeit und virtuelle Illusion, in Jean Luc Godards düsterer Utopie „Alphaville“ werden die Menschen von einem Zentralgehirn kontrolliert. In Ray Bradburys „Fahrenheit 254“ wird die menschliche Gesellschaft als geschichts- und identitätslose Massenkultur geschildert, in der es keine Bücher mehr gibt und das eigenständige Denken verboten ist. H. G. Wells entwirft in seinem düsteren Zukunftsroman  „Die Insel des Doktor Moreau“ unheimliche Chimären, gewissenlose Zwitterwesen zwischen Mensch und Tier, die nur durch schmerzliche Strafen davon abgehalten werden können, das Blut ihrer Mitmenschen zu trinken – finstere Visionen, die angesichts des Genomprojekts schon heute durchaus denkbar erscheinen. In „Soylent Green“ werden die Menschen selbst am Ende selbst der technischen Verwertbarkeit unterworfen und als Nahrung für die übervölkerte Erde genutzt. In „Omega Man“ ist die degenerierte Menschheit einem Virus zum Opfer gefallen, der in einem Biowaffenlabor erzeugt wurde. In apokalyptischen Filmen wie „The Day After“ und „Quiet Earth“ wird die Apokalypse als nukleares Inferno geschildert. In Stanley Kubricks „Doktor Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ wird ein Atomkrieg aus Versehen ausgelöst, ein Szenario, das von Militär-Experten durchaus für plausibel gehalten wird. Spüren Tiere wie etwa Ratten das drohende Ende der Menschheit schon lange vor dem Untergang wie jene  prophetische Ratte in Günter Grass’ futuristischem Roman „Die Rättin“? Werden intelligente Aliens uns vor dem drohenden atomaren Holocaust retten wie in „Der Tag, an dem die Erde stillstand“? Oder wird am Ende eine andere Spezies wie die die intelligenten Schimpansen in „Planet der Affen“ bald die Herrschaft über die Erde antreten und die Menschheit vom „Thron der Schöpfung“ verdrängen? Stanley Kubricks futuristische Vision „Odyssee 2001 – Verschollen im Weltraum“ schildert die Reise der Menschheit zu den Sternen als Odyssee von den affenartigen Primaten-Vorfahren bis zum Weltraumzeitalter, das von superintelligenten Computern wie HAL 9000 beherrscht wird und in dem wir Menschen im Grunde entbehrlich geworden sind. Futuristische Filme enthalten viel utopisches Potenzial, dem wir im Film-Workshop nachspüren wollen. Sie spiegeln die gegenwärtigen Trends zur Übervölkerung, Massenkultur, Daten-Überwachung, Genmanipulation, Atomkrieg, Umweltvergiftung, Klimawandel etc., deren fatale Folgen sie visionär vorwegnehmen. Ausgehend von ausgewählten futuristischen Filmen wollen wir über diese Fragen angeregt diskutieren und nach Lösungen und Rettungen suchen, denn – wie schon Goethe sagte: „Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch…“.

 

Filmauswahl (vorläufig):

- Metropolis, von Fritz Lang
- Odyssee 2001, von Stanley Kubrick
- Fahrenheit 451, von Ray Bradbury
- Schöne neue Welt, von Aldous Huxley
- 1984, von George Orwell
- Die Insel des Doktor Moreau, von H.G.Wells (DNA, mit Marlon Brando)
- Der Tag, an dem die Erde stillstand
- Welt am Draht, von Rainer Werner Fassbinder
- Alphaville, von Jean Luc Godard
- Doktor Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben (Stanley Kubrick)
- Quiet Earth
- The Day After
- Planet der Affen
- Omega Man
- Die Zeitmaschine (H.G. Wells)
- Die Insel des Doktor Moreau (H.G. Wells)
- Westworld
- Matrix
- Project Brainstorm
- Die Rättin (nach Günter Grass)
- Das Genie (aus der Reihe: „Das blaue Palais“ von Rainer Erler)
- Unsterblichkeit (aus der Reihe: „Das blaue Palais“ von Rainer Erler)
- Fleisch, von Rainer Erler
- Das schöne Ende dieser Welt, von Rainer Erler
- Plutonium, von Rainer Erler

... und über uns die Sterne - eine Einführung in Astronomie und Astrophysik

Dozent Prof. Dr. Wolfgang J. Duschl
Zeit und Ort Do 18.15 -19.45; Olshausenstr. 75, Hans-Heinrich-Driftmann-Hörsaal
Beginn 31. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 200
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Inhalt:

Beobachtungen mit neuen Großteleskopen haben uns das Weltall in den letzten wenigen Jahrzehnten in nie gekanntem Detail gezeigt und dabei unser Verständnis des Universums geradezu revolutioniert. So wissen wir zum Beispiel inzwischen sicher, dass es auch um andere Sterne, und nicht nur um die Sonne, Planeten gibt. Wir beginnen aber auch zu begreifen, dass die Entwicklung des Weltalls insgesamt wohl viel komplizierter ist, als wir noch vor zwanzig oder dreißig Jahren dachten, und dass wir hier offensichtlich an die Grenzen der heute bekannten Physik stoßen.

Der Kurs wird zum Einen einen Überblick über unser modernes Verständnis des Weltalls geben. Er ist dazu in vier Blöcke eingeteilt, die sich mit Planeten, mit Sternen, mit Galaxien und mit dem Universum als Ganzem befassen. Zum Anderen werden ganz aktuelle Fragen behandelt werden, wie z. B. die nach nicht-irdischem Leben im Weltall und eben der Entwicklung des ganzen Universums.

Literatur:
Prof. Duschl stellt auf der Webseite Informationen zu seiner Vorlesung bereit.
Die Zugangsdaten werden in der Vorlesung bekannt gegeben.

Biologische Meereskunde (Biologische Ozeanographie) – Einführung und aktuelle Fragen (Vorlesung und Demonstrationen)

 

Dozenten Dr. Karen von Juterzenka; Dr. Michael Schmid
Zeit und Ort Mo 14.15 -15.45; Forschungswerkstatt, Am Botanischen Garten 14G
Beginn 04. November 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 30
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Das Meer beginnt vor unserer Haustür und ist der größte Lebensraum der Erde. Auch wir werden fast täglich mit Themen der Biologischen Meereskunde konfrontiert, sei es als Konsument von Fisch und Meeresfrüchten, Tourist an nahen oder fernen Badestränden, Bootsbesitzer, beim Kosmetik-Kauf oder in Verbindung mit der maritimen Wirtschaft. In den Medien wird über mögliche Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die Meere und marine Ressourcen diskutiert – von der globalen Erwärmung bis zur Versauerung des Meerwassers. Aber wie hängt dies alles zusammen?

Die Biologische Meereskunde beschäftigt sich mit den Organismen des Meeres und ihrer Rolle in den marinen Systemen. Dazu gehören Wechselwirkungen mit anderen Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen und der unbelebten Umwelt sowie ihre Funktion in den Stoffkreisläufen der Ozeane. Die Kenntnis der Lebewesen und der Prozesse, an den sie beteiligt sind, ist die Voraussetzung für einen nachhaltigen Umgang mit der Meeresumwelt Einige marine Organismen besitzen erstaunliche Eigenschaften und dienen als Anzeiger für Veränderungen, als Helfer in der Biochemie oder gewinnen Bedeutung als künftige Ressource für Medizin und Pharmazie. Vielfalt ist nicht nur bei den Arten zu finden, sondern auch bei den Untersuchungsmethoden: Das heimische Wattenmeer stellt andere Herausforderungen als die Tiefsee, tropische Meere oder Polargebiete.

Diese Veranstaltung bietet eine allgemeine Einführung in die marine Lebewelt und grundlegende Prozessen sowie einen Überblick über aktuelle Forschungsgebiete. Zusätzlich werden auch aktuelle Ereignisse diskutiert: von saisonalen Veränderungen an der Küste vor unserer Haustür bis zu neuen Forschungserkenntnissen. Die Vorlesung wird durch Demonstrationen ergänzt.

„Zeit“- Was bedeutet sie und wie wird sie gemessen

Da auch diese Vorlesung aufgrund des noch geringen Anmeldestands gefährdet ist, bitten wir alle an dem Thema Interessierten um baldige Anmeldung.

Dozent Prof. Dr. Pieter Grootes
Zeit und Ort Mi 18.15 -19.45; Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 415
Beginn 27. November 2013
Unterrichtsstunden 10 Termine (27. Nov.; 4., 11., 18. Dez.; 8., 15., 22., 29.Jan. und 5., 12. Feb.)
Teilnehmerzahl max. 25
Veranstaltungsentgelt 30.- EUR

 

Inhalt:

Zeit kennen wir alle. Wir brauchen immer mehr davon und können sie weder fassen noch aufhalten. Der Begriff „Zeit“ ist aber komplex. Zeit und Veränderung sind eng verbunden und der zeitliche Ablauf einer Veränderung bestimmt, wie man sie wahrnimmt. Wahrnehmung bestimmt dabei auch das Zeitgefühl und ein Ereignis kann als lang- oder kurzweilig empfunden werden.

Die direkte Zeitwahrnehmung im Alltag reicht von Bruchteilen von Sekunden – eine hundertste Sekunde kann eine Medaille im Sport bringen – bis vielen Jahren (ein Baum wächst, ein Gebäude zerfällt und wir altern alle). Mit Hilfe physikalischer Techniken kann man darüber hinaus viel kürzere Zeitintervalle, bis im Picosekundenbereich (10-12 Sekunden), und viel längere, im Bereich 1010 Jahre, messen.

Zur naturwissenschaftlichen Bestimmung der Größe „Zeit“ kann eine Vielzahl von Zeitmessgeräten sowie radiometrischen, chemischen, biologischen und anderen Datierungsmethoden verwendet werden. Diese erlauben Altersbestimmungen im Bereich von einigen Jahren bis zum Erdalter von ca. 4,6 Milliarden Jahren und darüber hinaus. Die damit konstruierten, immer detaillierteren Zeitskalen erbringen ein neues Verständnis der Evolution von Mensch und Umwelt. Sie quantifizieren die Ablaufgeschwindigkeit von Klimaschwankungen, Sedimentation, Plattentektonik, und die Bildung der Erdkruste und damit ihre biologischen und gesellschaftlichen Folgen.

Wir werden den Begriff Zeit, die Grundlagen und die Geschichte der technischen Entwicklungen wie man sie misst, sowie die Anwendungen wichtiger Mess- und Datierungsmethoden in unterschiedlichen Forschungsbereichen diskutieren.

Die Grenzen der Computerallmacht: Warum Computer nicht die Welt regieren können.

Dozent Prof. Dr. Willem P. de Roever (a.D.)
Zeit und Ort Mo 18.00 -19.30; Leibnizstr. 1, Raum 207b
Beginn 04. November 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 20
Veranstaltungsentgelt 35.- EUR

 

Inhalt:

Nichts hat unser Leben so drastisch beeinflusst wie die wohl bedeutendste Innovation des 20-sten Jahrhunderts - die Computer -, denn ihr Können scheint grenzenlos. Computer fliegen und steuern Flugzeuge und Raumschiffe, bestimmen Wahlergebnisse, regeln Kraftwerke, leiten gleichzeitig Millionen Telefongespräche, bewältigen die immensen Datenbewegungen in globalen Netzwerken wie dem Internet und spielen Schach mit den Weltbesten. Aber wie uneingeschränkt ist die Zukunft des Computers wirklich? Werden Computer eines Tages Teil unserer Intelligentia sein, werden Sie medizinische Diagnosen geben können, Organisationen leiten, Musik komponieren und sich vielleicht sogar verlieben?

In dieser Vorlesungsserie werden wir anhand von praktischen Beispielen die beschränkte Allmacht von Computern ergründen und die realen Grenzen der Computer-Innovationen aufzeigen. Die sieben Haupt-Themen sind unten jeweils aufgeführt:

I.    Was Algorithmen und Kochrezepte gemeinsam haben und wie Bits dazu passen.
II.   Unüberwindbare Hürden: welche Probleme von keinem (nicht einmal zukünftigen) Computer gelöst werden können.
III.  Selbst eine perfekte Brücke kann ins Nichts führen: die praktischen materiellen Limits und was die Türme von Hanoi damit zu tun haben.
IV.  Das Affenpuzzle, die Kunst des ‘Backtrackings’, und die Grenzen der Informatik.
V.   Schlechte Nachrichten und die dafür schmerzlindernden Mittel: Eine Einführung in die Welt der Parallelität, Randomisierung, Quanten- und Molekularcomputer.
VI.  Wie die Verschlüsselungslehre (Kryptographie) die schlechten Nachrichten der Berechenbarkeitstheorie für sich arbeiten lässt.
VII. Das strittige und spekulative Gebiet der Künstlichen Intelligenz und welche Schwierigkeiten auftauchen, wenn wir Computer als möglicherweise intelligente Wesen ansehen.

Literatur:

David Harel, Das Affenpuzzle und weitere bad news aus der Computerwelt, Springer Verlag, 2002.
David Harel mit Yishai Feldman, Algorithmik: Die Kunst des Rechnens, 3. Auflage, Springer Verlag, 2010 (Softcover).
Juraj Hromkovic, Sieben Wunder der Informatik, Teubner Verlag, 2006.

Photoshop

Dozent Dr. Klaus Blänsdorf
Zeit und Ort Mo 14.00 -16.00; Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZFS), Leibnizstr. 10, Erdgeschoß, „Windows-1“-Raum
Beginn 28. Oktober 2013;
Unterrichtsstunden und Termine 24
>28.10.; 4.11.; 11.11.; 18.11.; 25.11.; 2.12.; 9.12.; 16.12.2013; 6.1.; 13.1.; 20.1.; 27.1.2014
Teilnehmerzahl Mindestens 5, höchstens 20 Personen
Veranstaltungsentgelt 72,- EUR

 

Hinweis:

Leider dürfen Mäntel und Taschen nicht in das Zentrum mitgenommen werden. Jedoch gibt es dafür Schränke auf dem Flur vor dem Zentrum. Das erforderliche kleine Vorhängeschloss bringen Sie bitte mit. Es wird dringend empfohlen, keine Wertsachen in den Schränken zu deponieren.

Inhalt:

Adobe Photoshop ist de facto der Qualitätsmaßstab für Bildbearbeitungsprogramme, es ist ein Muss für Profis und umfasst ein Maximum von Möglichkeiten. Abschreckend, insbesondere für Amateure, ist der wirklich hohe Preis. Da inzwischen ältere Versionen zu einem geringeren Preis zur Verfügung stehen, ist es dennoch attraktiv, sich mit dem Programm zu befassen. Im ZfS ist die Version CS 3 installiert.

InDesign und Scribus

Dozent Dr. Klaus Blänsdorf
Zeit und Ort Di 10.00-12.00; Computerlabor des Mathematischen Seminars, Ludewig-Meyn-Str. 4, Raum 513
Beginn 29. Oktober 2013;
Unterrichtsstunden und Termine 16
29.10.; 5.11.; 12.11.; 19.11.; 26.11.; 3.12.; 10.12.; 17.12. 2013
Teilnehmerzahl Mindestens 5, höchstens 12 Personen
Veranstaltungsentgelt 48,-EUR

 

Inhalt:

InDesign ist ein professionelles, teueres Layout- und Satzprogramm, mit dem man Handzettel, Plakate, Faltblätter, Broschüren oder auch ganze Bücher gestalten kann. Texte, Tabellen, Bilder und sogar Audio- und Videodateien lassen sich einfügen. Ein Vorteil gegenüber Word u. Co. besteht darin, dass Bilder auf den Seiten genau dort bleiben, wohin man sie gesetzt hat, und der Aufbau einer Seite kann mit mehr Finesse und ästhetischem Anspruch erfolgen. Die Handhabung des Programms ist allerdings komplexer. Zur Verfügung steht die Version die etwas ältere Version CS2.

Scribus ist ein aktuelles, kostenloses Layout-Programm, mit dem man Poster, Handzettel und Faltblätter gestalten kann. Gegenüber der genannten, älteren Version von InDesign hat Scribus einige wenige Vorteile (stufenloses Drehen von Textrahmen), sonst aber deutliche Einschränkungen (keine Verkettung von Textrahmen und damit für längere Texte nicht geeignet; keine Fußnoten). Je nach Anlass wird man also zu diesem oder jenem Programm greifen.

Illustrator und Inkscape

Dozent Dr. Klaus Blänsdorf
Zeit und Ort Do 10.00-12.00; Computerlabor des Mathematischen Seminars, Ludewig-Meyn-Str. 4, Raum 513
Beginn 07. Januar 2014;
Unterrichtsstunden und Termine 8
07.1.; 14.1.; 21.1.; 28.1.2014
Teilnehmerzahl Mindestens 4, höchstens 12 Personen
Veranstaltungsentgelt 24,- EUR

 

Inhalt:

Dieser kurze Kurs soll einen Einblick in das Zeichnen am Computer geben. Was soll man zeichnen? Man kann – wie auch sonst beim Zeichnen –  Porträts, Landschaften, Pflanzen und Tiere skizzieren, aber z. B. auch Diagramme, Konstruktionszeichnungen, Wegeskizzen oder Symbole anfertigen. Es gibt also einen künstlerischen Aspekt und daneben Möglichkeiten für technische Präzision.– Der Vorteil gegenüber einem „Malen“ am Computer besteht darin, dass sich die einzelnen Zeichnungselemente aus berechneten Kurven (nicht aus Pixeln wie bei einem Foto) zusammensetzen, so dass man eine solche Zeichnung in der Größe verändern kann, ohne dass „Treppeneffekte“ oder Unschärfen entstehen.

Adobe Illustrator ist ein kommerzielles Programm. Zur Verfügung steht die ältere Version CS2, die aber für viele Zwecke von Amateuren ausreicht.

Das aktuelle, kostenlose Programm Inkscape hat ein vergleichbares Ziel, erreicht aber nicht ganz die Perfektion von Illustrator.

Biografieforschung – Kurs A: In Bewegung

Dozentin Elke Mahnke, Dipl. Päd., StRn
Zeit und Ort Di 16.00- 18.00; Leibnizstr. 1, Raum 206
Beginn 29. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 15
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Bewegung ist ein zentraler Begriff für das Selbstverständnis unserer Zeit, der ein bestimmtes Mensch-Welt-Verhältnis in der modernen Gesellschaft begründet. Letztere versteht sich selbst nicht nur als eine in Bewegung befindliche, sondern der Begriff wurde so dynamisiert, dass die Geschichte der Moderne eine Geschichte des Fortschritts, der Beschleunigung und der Geschwindigkeit ist. Menschen der Moderne leben im dauernden Übergang, die Bezugsrahmen sind flüchtig geworden und können nicht ohne Weiteres Orientierung im Leben geben.

Das „Flüchtige“ wird als Schlüsselbegriff der Gegenwart bezeichnet (Zygmunt Bauman: Die flüchtige Moderne. Hamburg 2003, S. 8) und existenzielle Mobilität ist zur Norm geworden. Wo wir jeweilig auch stehen – wir stehen jeweilig. Man lernt nie aus, auch noch in hohem und höchstem Alter werden wir mit Neuem konfrontiert. Der Aufbruch ins Neue braucht demnach ein „Denken in und aus der Bewegung“. Doch auf welchem Boden stehen wir eigentlich?

Unsere Identität beruht in erster Linie auf unserer Vergangenheit. Selbst das, was wir noch sein werden oder haben wollen, hat sein Fundament in der persönlichen biografischen Geschichte. Der Bewegungsspielraum ist relativ eingeengt, das betrifft sowohl die Wahrnehmung, das Empfinden und Bewerten von Ereignissen. Um Neues annehmen zu können, muss Altes erst „verlernt“ werden.

Doch auch wenn die Dinge niemals besser oder schlechter, nur eben anders werden, gilt als höchste Form der Bejahung des Lebens die Aufforderung zum Handeln: das Leben so zu leben, dass man es genau so, wie es gelebt wurde, noch einmal leben möchte.

Ablauf

Im Wintersemester sollen unterschiedliche theoretische Gedankengänge zur thematischen und biografischen Reflexion anregen.

Biografieforschung – Kurs B: Bewegungswissen des Körpers und der Gesellschaft

Dozentin Elke Mahnke, Dipl. Päd., StRn
Zeit und Ort Mi 12.00 – 14.00; Leibnizstr. 1, Raum 206
Beginn 30. Oktober 2013
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 15
Veranstaltungsentgelt 35,- EUR

 

Inhalt:

Der Körper und dessen Bewegungen sind nicht nur Repräsentanten sozialer Ordnung, nicht nur Objekt kultureller Formung und Zeichenträger von Normen, sondern auch Medium von Wirklichkeit in und durch Bewegung. Denn es ist die körperliche Bewegung, die der Handlungsabsicht einen praktischen Sinn verleiht, indem diese im Bewegungsvollzug sozial wirksam wird. Bewegung ist demnach der spezifische Modus der Sinnstiftung, das Medium, mit dem und über das der Mensch die Welt erfasst.

Dazu haben wir ein Körper- und Bewegungsgedächtnis, dass die Voraussetzung bereitstellt, situationsadäquat agieren zu können (Bourdieu). Es ist ein Erfassen von Welt, das vom absichtlichen, bewussten Entziffern generell zu unterscheiden ist.

Mit der rasanten Beschleunigung unserer Zeit jedoch vollzieht sich nun eine Beschleunigung des Subjekts in Raum und Zeit. Der „passive Körper“ (Richard Sennett) tritt auf die historische Bühne. Durch Technologien wird der Körper zum Stillsitzen gezwungen und körperliche Bewegung soll der Ausgleichsfaktor sein: Fitness, Sport- und Tourismusindustrien kommerzialisieren den heutigen bewegungsarmen Körper.

Ablauf

Im Wintersemester sollen unterschiedliche theoretische Gedankengänge zur thematischen und biografischen Reflexion anregen.