Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Zur alttestamentlichen Prophetie

Dozent

Prof. Dr. Dr. Klaus Kürzdörfer

Zeit und Ort

Mo 16.15 -17.45;
Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 413

Beginn

13. April .2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 20; max. 35

Veranstaltungsentgelt

40.- EUR

 

Inhalt:

Propheten des Alten Testaments stehen wie ein widerborstiger Überlieferungsteil der Bibel vor dem neuzeitlichen Bewusstsein. Kann sie ein grober Überblick näherbringen, den „garstigen Graben“ überbrücken? Gibt es Kriterien für Falschprophetie? Überhaupt: wie verstehen sich die Propheten selbst und wie begründen sie ihre Aufträge? Solche und weitere kritische Anfragen türmen sich auf. Aber gemach. Erst einmal gilt es, möglichst unvoreingenommen zu prüfen, was steht da und wie ist das Gesagte zu verstehen? Seit wann treten Propheten in Israel auf und ab wann verebbt ihre Stimme? Fragen über Fragen, die eine angeregte Diskussion herausfordern. Außer renommierten Exegeten befragen wir auch Musik und Kunst, wie sie sich dem Thema nähern und welche Perspektiven sie erschließen. Vorkenntnisse der Teilnehmer/innen sind keine Zulassungsbedingung. Allerdings liegt der Besitz einer neueren Bibelübersetzung im eigenen Interesse.

Religionsgeschichte: Staatskirche, Kirchenstaat oder Staat gegen Kirche

Dozent

Volker Maly (Dipl. Päd.; Pastor i. R.)

Zeit und Ort

Di 14.15 -15.45;  
Leibnizstr. 10, Raum 201

Beginn

07. April 2015, der Termin am 14. April.2015 fällt aus!

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 10; max. 24

Veranstaltungsentgelt

35.- EUR

 

Inhalt:

Wer hat die Macht? Wer bestimmt über Menschen, Geld und Land?   Wer entscheidet über die Ressourcen der Welt, Kirche oder Staat?

In der Spätantike werden die Grundlagen gelegt für die Beziehungen der Staaten zu den Vertretern der Religionen. Im vergehenden Weströmischen Reich verbündet sich die Kirche in Rom mit den germanischen Herrschern, im Ostrom entsteht eine Staatskirche. In beiden Reichen wachsen Macht und Einfluss der Kirchen. Sie überleben den Untergang der Staaten und fangen an, über das Seelenheil der Menschen im Diesseits und im Jenseits zu entscheiden.

Im Sommersemester werden wir untersuchen, welche Mittel jeweils eingesetzt wurden, welche herausragenden Personen an diesem Prozess beteiligt waren, welche historischen Gegebenheiten genutzt werden konnten. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit dem Islam, der sich unglaublich schnell in Teilen des untergehenden römischen Reiches ausbreitet, dazu gehört die jeweilige Propaganda, die sich auch in der Entwicklung der Kirchenbauten von der Antike über Romanik bis Gotik zeigt, dazu gehören die Wirtschaftsbeziehungen, die trotz der religiösen und militärischen Gegnerschaft niemals beendet wurden und die soziale Lage der Bevölkerung. Ebenso gehört dazu die innerkirchliche Kritik der Mönchsorden und Laien, die die Institution Kirche und den Islam verändern.

Aus dieser Veranstaltung könnte sich eine Studienreise ergeben, auf der die Kultur der Städte in Mittelitalien mit ihren außergewöhnlichen Kirchen, Plätzen und Bauwerken erkundet werden kann. Diese Reise würde von Modena über Bologna, Ravenna, San Marino, Perugia, Assisi nach Rom führen.

Islamische Religion und Kultur

Dozent

Prof. Dr. phil. Lutz Berger

Zeit und Ort

Di 16.00 – 18.00;
Leibnizstr.10, Raum 325

Beginn

14. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

5 Plätze für das Kontaktstudium

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

 

Inhalt:

Ziel der Vorlesung ist es, den Teilnehmern/Teilnehmerinnen einen ersten Überblick über die Grundbegriffe und Geschichte der islamischen Religion sowie der Kulturgeschichte der nahöstlichen islamischen Welt zu vermitteln. Durch begleitende Lektüre sollen die Teilnehmer/Teilnehmerinnen diese Kenntnisse zusätzlich festigen und erweitern.

 

Empfohlene Literatur:

-         Jonathan Berkey, The Formation of Islam. Religion and Society in the Near East, Cambridge 2003.

-         Heinz Halm, Der Islam. Geschichte und Gegenwart, 6. Aufl. München 2005.

-         Gerhard Endress, Der Islam, eine Einführung in seine Geschichte, 3. Aufl. 1997.

Indien: Teil I - Eine landeskundliche und kulturgeschichtliche Einführung

Dozent

Prof. Dr. Horst Brinkhaus

Zeit und Ort

Mi 16.15 – 17.45;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 24

Beginn

29. April 2015

Unterrichtsstunden

10

Teilnehmerzahl

min. 12; max. 24

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

Inhalt:

Das moderne Indien ist geprägt einerseits durch die Bewahrung einheimischer Tradition(en) und andererseits durch Fremdeinflüsse, die zum Teil auf Fremdherrschaft über viele Jahrhunderte hin zurückgehen, und aktuell durch zunehmende Globalisierungstendenzen. Um ein Verständnis für die Besonderheiten des gegenwärtigen Erscheinungsbildes und der Bedeutung des Landes im asiatischen sowie im globalen Zusammenhang zu wecken, soll ein erster Überblick über Herkunft, Entwicklung und Ausprägung grundlegender geistiger und materieller Kulturgüter erarbeitet werden.

Stichworte zu den zu behandelnden Gegenständen und Themen sind:

-         Probleme des Indienbegriffs

-         geographische Lage und Beschaffenheit

-         geschichtliche Entwicklung

-         Gesellschaft, Recht und Staat

-         Sprachen, Schriften und Literaturen

-         einheimische Wissenschaften (Grammatik, Poetik, Philosophie, Mathematik, Medizin usw.)

-         Kunstgeschichte, Musik und Tanz

-         Beziehungen zu fremden Kulturen.

 

Teil 2 ist für das Wintersemester 2015/16 geplant unter dem Titel: Die Religionen Indiens.

In den nachfolgenden Semestern können Themenbereiche, für die besonderes Interesse besteht bzw. sich entwickelt, ausführlicher behandelt werden.

 

Empfohlene Literatur:

-         Indien. Ein Handbuch, hrsg. von D. Rothermund, München 1995

-         Cambridge Encyclopedia of India, Pakistan ..., ed. by F. Robinson, Cambridge etc. 1989.

-         Das alte Indien. Geschichte und Kultur des indischen Subkontinents, hrsg. von H. G. Franz,  München 1990.

Die Bücher stehen in der UB zur Verfügung.

Finanzkrise und Eurokrise

Dozent

Prof. Dr. Christian Seidl

Zeit

Sa 14.00 – 18.00;

Beginn

18. April 2015

Einzeltermine und Orte

18.04.2015, CAP3 - Hörsaal 1, (oder Hörsaal 2) 09.05.2015, CAP3 - Hörsaal 1, (oder Hörsaal 2) 23.05.2015, OS40 - R.13 (oder R.201)

06.06.2015, CAP3 - Hörsaal 1, (oder Hörsaal 2) 20.06.2015, CAP3 - Hörsaal 1, (oder Hörsaal 2)

04.07.2015, CAP3 - Hörsaal 1, (oder Hörsaal 2)

 

CAP3 = Christian-Albrechts-Platz 3;

OS40 = Olshausenstr. 40

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

30 Plätze für das Kontaktstudium

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung für Hörer/-innen aller Fakultäten.

 

Inhalt:

DIE ÖKONOMIE DES FINANZSEKTORS

-         Die Rolle des Geldes

-         Ökonomie von Goldumlaufwährungen und Goldkernwährungen

-         Banknoten und Buchgeld: Wie kommt das Geld in die Wirtschaft?

-         Notwendigkeit und Funktionen einer Zentralbank

-         Eine Währungsunion benötigt eine Zentralbank der Zentralbanken

-         Der Saldenausgleich: Bretton Woods als Beispiel

-         Die Rolle einer Reservewährung

-         Die Europäische Währungsunion: Gründung und Schlaraffenland von 1998 bis 2007

 

DIE FINANZKRISE

-         Der amerikanische Immobilienmarkt

-         Verbriefung von Hypotheken und anderen Forderungen und Verkauf in alle Welt

-         Die Rolle der Ratingagenturen

-         Platzen der amerikanischen Immobilienblase

-         Bankenzusammenbrüche wegen:

·        Wertverlustes der CDOs

·        zu geringer Eigenkapitalquote

-         Zweckgesellschaften

-         IFRS

-         Haftungsbeschränkung

-         Austrocknung des Interbankenmarktes für Kredite

-         Staatliche Hilfsprogramme und Leizinssenkungen

 

DIE EUROKRISE

-         Finanzierung der Leistungsbilanzdefizite der Peripherie bis Mitte 2007

-         Griechenlands Offenbarungseid

-         Kapitalflucht aus der Peripherie und Austrocknung des europäischen Interbankenmarktes

-         Euro-Rettung nach der Geld-im-Schaufenster Theorie:

·        Ankauf von Staatspapieren der Peripherieländer auf Weisung der EZB

·        Refinanzierungskredite auf Basis dubioser Pfänder [Target 2 Kredite]

·        Staatliche Rettungspakete für die Peripherieländer

-         Euroskepsis nach der Fass-ohne-Boden Theorie

-         Mutiert die Europäische Währungsunion zur Transferunion?

-         Zerfall der Europäischen Währungsunion?

-         Deutschlands Manie als Exportweltmeister

-         Die globale Verschuldung

 

FAZIT

-         Die verfehlte Konstruktion: Währungsunion vor politischer Union

-         Die Finanzkrise ließ die Eurokrise virulent werden

-         Target und die Rettungsschirme

-         Degeneriert die Europäische Währungsunion zur Transferunion?

Klinische Pharmakologie – Dermatologie, Orthopädie

Dozent

Prof. Dr. med. Hermann Manzke, Prof. Dr. Dr. Enno Christophers, OA Dr. Jörg Löwe

Zeit und Ort

Di 16.15 -17.45;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 166

Beginn

14. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min.12; max. 40

Veranstaltungsentgelt

40.- EUR

 

Inhalt:

In Teil 1 der klinischen Pharmakologie haben wir uns im vergangenen Wintersemester mit der medikamentösen Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Nierenkrankheiten und Stoffwechselkrankheiten (Gicht) beschäftigt und uns aus akutem Anlass der Antibiotikatherapie zugewendet.

 

In Teil 2 der klinischen Pharmakologie werden Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, Lungenerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Osteoporose und Vitaminmangelstörungen im Vordergrund stehen. Multiple Themen aus dem Bereich der Dermatologie, Unfallchirurgie und Orthopädie erweitern das breite Spektrum.

Aktuelle Themen werden kurzfristig in das Programm übernommen.

Entwicklungsstufen medizinischer Wissenschaft von der Antike bis zur Renaissance

Dozent

Prof. Dr. Jörn Henning Wolf

Zeit und Ort

Mo 14.30 – 16.00; Pharmakologisches Institut - Bibliothek, Hospitalstr.4

Beginn

13. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 10; max. 20

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

Inhalt:

Ihren wissenschaftlichen Charakter entwickelte die Heilkunde in den hippokratischen Ärzteschulen auf Kos und Knidos im fünften vorchristlichen Jahrhundert. Im Zeitalter des Hellenismus wurde Alexandria zum Zentrum der Weiterentwicklung medizinischer Theoriebildung, bis dieser Prozess sich nach Rom, der Wirkungsstätte des großen Systematikers Galen, verlagerte. Im Zuge der Tradierung des antiken Wissensfundus in der arabischen Heilkunde einerseits und der abendländischen Klostermedizin andererseits erfuhr die Medizin eine beträchtliche geistige Bereicherung durch Zustrom neuartiger spezifischer Anschauungen, bis in der Periode der Frühen Neuzeit eine wissenschaftliche Ausdifferenzierung auf den Gebieten der Anatomie, der Chirurgie, der ärztlichen Geburtshilfe und im Verständnis des Seuchengeschehens erfolgte. Diesen wissenschaftsgeschichtlichen Prozess darzustellen, ist das Ziel der Veranstaltung.

Geschichte der Rassenhygiene - Medizinisch-naturwissenschaftlich-philosophische Theorien und das Leben der frühen Theoretiker

Dozent

Prof. Dr. phil. et med. habil. Christian Andree

Zeit und Ort

Di 10.30 – 12.45; Pharmakologisches Institut - Bibliothek, Hospitalstr.4

Beginn

14. April 2015  

Unterrichtsstunden

36

Teilnehmerzahl

min. 12; max. 30

Veranstaltungsentgelt

60.- EUR

 

Inhalt:

Schon über hundert Jahre vor den Nazis gab es Vertreter des Rasse-Gedankens, die die Probleme der Menschheit dadurch zu lösen suchten, dass sie völkische, rassistische und antisemitische Gedanken entwickelten.

Meine Vorlesung beabsichtigt nicht, die allbekannten und unbestreitbaren nationalsozialistischen Verbrechen bis in die kleinsten Einzelheiten erneut wieder vorzustellen. Es sollen vielmehr die Wege aufgezeigt werden, die ins „Dritte Reich“ führten und die auch heute noch zum Teil virulent sind.

Im Wintersemester wurden bereits, ausgehend von einigen Theorien, die schon in der Französischen Revolution aufschienen, das Leben und Denken von Gobineau und seinen Zeitgenossen wie Disraeli, Nietzsche, Wagner, de Lagarde, Scheemann und Langbehn behandelt.

Im Sommersemester wird nun (anlässlich des 350-jährigen Jubiläums der Universität) nach den Verstrickungen der Medizinischen Fakultät und anderer in die rassistische Gedankenwelt des Nationalsozialismus sowie weiteren Vertretern dieser Richtung gefragt, zu denen zum Beispiel Kieler Professoren wie Vonkennel oder Catel, aber auch Chamberlain, Ammon, Woltmann, der Theologe Stöcker und mancher andere zählen.

Auch Theodor Fontanes antisemitische Texte kommen noch einmal zur Sprache. Insgesamt wird die Entwicklung des Gedankens von den feindlichen Rassen bis in die Gegenwart verfolgt.

Es wird auch untersucht werden, wie die wenigen mutigen Gegner z. B. antisemitischer Hetze vorgingen und was wir aus deren Taten lernen können.

 

Die Lehrveranstaltung verbindet methodisch eine wissenschaftliche Grundlagenvorlesung mit einem anschließenden Gesprächsangebot des Dozenten, in denen alle Fragen zu der schwierigen Thematik besprochen werden können.

Auch Hörerinnen und Hörer, die die Veranstaltung im letzten Semester nicht besucht haben, können daher problemlos in diesem Semester teilnehmen.

Der Deutsche Orden

Dozent

Prof. Dr. Joachim Reichstein

Zeit und Ort

Do 14.15 – 15.00;
Am Botanischen Garten 7, Raum E60

Beginn

16. April 2015

Unterrichtsstunden

12

Teilnehmerzahl

min. 30; max. 100

Veranstaltungsentgelt

17,50 EUR

Zusatzentgelt

Für Kopien, Materialien, Medien können nach

Absprache weitere Kosten entstehen.

 

Inhalt:

Nach der Blütezeit des Deutschen Ordens im 14. Jahrhundert mit Sitz des Hochmeisters auf der Marienburg im Deutschordenland Preußen entstand dem Ritterorden durch die 1386 vollzogene Union Litauens mit Polen ein übermächtiger Gegner. Durch den Übertritt Litauens zum Christentum wurde zudem die eigentliche Existenzberechtigung des Deutschen Ordens in Frage gestellt. Die Niederlage in der Schlacht bei Tannenberg stürzte ihn in eine tiefe Krise.

Die Vorlesung verfolgt die Ordensgeschichte nach der Niederlegung der Ordensherrschaft im Baltikum in den Ordensballeien im Deutschen Reich während des 15. Jahrhunderts, die Mergentheimer Epoche des Ordens von 1525 bis 1809, die Epoche des „Deutschen Ritterordens“ von 1809 bis 1923 und schließlich des priesterlich-karitativen Ordens mit der Residenz in Wien von 1923 bis in die Gegenwart.

Geplant werden mehrtägige Exkursionen in das Ordensland im heutigen Polen und zu wichtigen Plätzen in süddeutschen Balleien.

Auf nach Holstein! Geschichte der deutschen Landnahme im Osten des südlichen Landesteils Schleswig-Holsteins im Mittelalter

Dozent

Prof. Dr. Joachim Reichstein

Zeit und Ort

Do 15.15 – 16.00;
Am Botanischen Garten 7, Raum E60

Beginn

16. April 2015

Unterrichtsstunden

12

Teilnehmerzahl

min. 30; max. 100

Veranstaltungsentgelt

17,50 EUR

Zusatzentgelt

Für Kopien, Materialien, Medien können nach

Absprache weitere Kosten entstehen.

 

Inhalt:

Die Vorlesung zeichnet die geschichtlichen Voraussetzungen und den spannenden Prozess der Ansiedlung deutscher Bevölkerungsgruppen im ehemals slawischen Siedelgebiet der mittelalterlichen Grafschaft Holstein, auch den Ausbau und die Verteidigung der Herrschaft in dem Gebiet, nach.

Aufbauvorlesung zur Alten Geschichte: Geschichte Vorderasiens im Altertum

Dozent

Prof. Dr. phil. Josef Wiesehöfer

Zeit und Ort

Fr 10.15 – 11.45;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 2

Beginn

17. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

10 Plätze für das Kontaktstudium

Veranstaltungsentgelt

30,-  EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Aufbauvorlesung zur Geschichte der Neuzeit: Christian Albrecht (1641-1694) Herzog – Stifter - Mensch

Dozent

Prof. Dr. Oliver Auge

Zeit und Ort

Mi 08.15 – 09.45;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 4

Beginn

15. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

10 Plätze für das Kontaktstudium

Veranstaltungsentgelt

30.- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

 

Inhalt:

Aus dem aktuellen Anlass des 350jährigen Gründungsjubiläums der CAU soll in der Vorlesung gezielt auf die Person und historische Bedeutung ihres Urhebers, des Herzogs von Schleswig-Holstein-Gottorf namens Christian Albrecht, eingegangen werden. In den einzelnen Sitzungen wird eine Verortung seiner selbst innerhalb seiner Dynastie und seiner Familie, in Bezug auf die damalige politische Großwetterlage und Geistes- und Kulturgeschichte sowie im Kontext der schleswig-holsteinischen Geschichte (Stichwort: Wege zum Absolutismus) vorgenommen.

 

 

Empfohlene Literatur:

-         Dieter Lohmeier, Christian Albrecht, Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf, in: SHBL XII, 2006, S. 71-79.

-         Gerd Steinwascher, Die Oldenburger. Die Geschichte einer europäischen Dynastie (Urban-Taschenbücher, Bd. 703), Stuttgart 2011.

Aufbauvorlesung zur Geschichte der Neuzeit: Wiener Kongress, Haager Friedenskonferenzen, Völkerbund, UNO, Geschichte der internationalen Organisationen

Dozent

Prof. Dr. phil. Manfred Hanisch

Zeit und Ort

Di 10.15 – 11.45;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 1

Beginn

14. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

80 Plätze für das Kontaktstudium

Veranstaltungsentgelt

30.- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Einführungsvorlesung zur Regionalgeschichte: Geschichte Südosteuropas in der Vormoderne. Vom Mittelalter bis zur Frühzeit der Nationalstaaten (bis zum Berliner Kongress 1878)

Dozent

Prof. Dr. phil. Ludwig Steindorff

Zeit und Ort

Mo 10.15 – 11.45; CAP2 – Hörsaal C

Beginn

13. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

10 Plätze für das Kontaktstudium

Veranstaltungsentgelt

30.- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

 

Inhalt:

Hinter der scheinbaren Unübersichtlichkeit der politischen, nationalen und religiösen Verhältnisse im gegenwärtigen Südosteuropa lässt sich aus der historischen Perspektive ein langfristig wirksamer Strukturraum erkennen. Die Geschichtsregion Südosteuropa umfasst das Gebiet der heutigen Staaten Ungarn, Rumänien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kosovo, Montenegro, Makedonien, Bulgarien, Albanien, Griechenland und den europäischen Teil der Türkei. - Gegenstand des ersten Teiles im Sommersemester sind Vorstrukturierung des Raumes in der Antike; frühmittelalterliche Herrschaftsbildung und Christianisierung im Spannungsfeld zwischen Byzanz und Fränkischem Reich; Reichsbildungen und wirtschaftliche Erschließung im Hochmittelalter; die Prägungen durch das Osmanische Reich; österreichische und russische Interessen in Südosteuropa; die Anfänge der nationalen Bewegung und die Entstehung der ersten Nationalstaaten im 19. Jahrhundert bis zum Ende der Orientkrise 1875-1878.

 

Empfohlene Literatur:

Zur Einführung:

-         Karl Kaser: Südosteuropäische Geschichte und Geschichtswissenschaft, 2. Auflage, Stuttgart 2002;

-         Edgar Hösch: Geschichte der Balkanländer, 4. Auflage, München 2002;

-         Geschichte Südosteuropas. Vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart, Hrsg. Konrad Clewing, Oliver Schmitt, Regensburg 2011.

Workshop Philosophie I – Aristoteles: Die Nikomachische Ethik

Dozent

Dr. Gottlieb Florschütz

Zeit und Ort

Mo 18.15 – 19.45;
Olshausenstr. 75, Gebäude S3, Raum 31

Beginn

13. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 12; max. 30

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

 

 

 

 

 




Inhalt:

Nach Platon folgt chronologisch in diesem Semester Aristoteles (384-322 v.Chr.), der als Sohn eines Arztes in Stagyra geboren wurde und die Logik und Ethik der Antike revolutioniert hat. Die Nikomachische Ethik von Aristoteles ist recht gut geeignet, in die Philosophie des großen Aristoteles einzuführen, der bis heute nach Platon als der bedeutendste Denker der Antike gilt und enormen Einfluss auf die gesamte mittelalterlich-scholastische Philosophie, auf die Kirchenväter Augustinus und Thomas von Aquin ausübte; sie gilt z. B. auch heute noch als ethische Grundlage für die katholische und evangelische Soziallehren. Die Frage nach einer übergeordneten Norm für "gut" und "böse" beantwortet Aristoteles mit seinem Tugendkatalog der ethischen und dianoethischen Tugenden, in welchem die Gerechtigkeitsidee absolut vorrangig ist. Im Gegensatz zu Platon definiert Aristoteles die Gerechtigkeit im Staat nicht auf ein Gleichgewicht zwischen den Ständen der Ernährer, Wächter und Herrscher bezogen, sondern als Teilhabe jedes einzelnen an Eigentum und Macht im Staat; eine sehr modern anmutende Auffassung von Gerechtigkeit, die wir heute oft mit Gleichheit gleichsetzen.

 

In seiner sog. "Nikomachischen Ethik" hat Aristoteles die ethischen Grundfragen des menschlichen Lebens thematisiert: Die Fragen nach der rechten tugendhaften Lebensführung, nach dem tieferen Sinn von Freundschaft, Ehe und Familie sowie Ehre und Tapferkeit sowie die dianoethischen Tugenden der Weisheit, Besonnenheit und Gerechtigkeit, die wir alle uns nach Aristoteles aneignen müssen, wenn wir ein menschenwürdiges Leben führen wollen. Das Glück ist nach Aristoteles eine besondere Leistung der Seele, nämlich diejenige Aktivität auszuüben, die jeder einzelnen Seele wesensgemäß ist.

 

Anhand der aristotelischen Ethik kann man besonders prägnant die Unterschiede zwischen heidnischer und christlicher Ethik ermessen: Die ersten Christen und die Stoiker halten die Tugend für das höchste Gut; der Demokrat Aristoteles hingegen hält Macht und Eigentum und die Teilhabe daran für das Wichtigste; er kann deshalb nicht mit einem Gesellschaftssystem einverstanden sein, das in diesen Beziehungen ungerecht ist, wobei er übrigens auch den Platonischen Staatsentwurf als ungerecht brandmarkt.

 

Die christlichen Tugenden der Demut und Selbsterniedrigung lehnt Aristoteles ebenso ab wie Platos Staatsidee der Philosophenkönige in einem statischen Ständestaat und stellt den Stolz, das Selbstbewusstsein des denkenden Menschen an deren Stelle: "Wer Seelengröße besitzt, muss, wenn anders er das Höchste beanspruchen darf, ein vortrefflicher Mensch sein. Also muss, wer wahrhafte Seelengröße besitzt, zugleich auch sittlich gut sein." (Aristoteles, Nikomachische Ethik). Die christliche Ethik missbilligt den Stolz, den Aristoteles für eine Tugend hält, und will die Menschen zur Demut und Selbsterniedrigung erziehen, die Aristoteles gerade als Laster gilt. Die christliche Auffassung der Tugend besteht darauf, dass Tugend für Sklaven und Herren gleichermaßen erreichbar sein müsse; Aristoteles hingegen behauptet, Freundschaft sei nur für ethisch hochstehende Charaktere möglich. Die intellektuellen Tugenden, die Plato und Aristoteles am höchsten schätzten, müssten überhaupt aus der Liste der christlichen Tugenden gestrichen werden, damit die Armen und Demütigen ebenso tugendhaft sein können wie alle übrigen.

 

Papst Gregor der Große tadelte in aller Form einen Bischof, weil er Grammatik lehrte. Im Film "Der Name der Rose" von Umberto Eco lassen Mönche in einem Bergkloster die Komödie des Aristoteles verschwinden, weil im Kloster nicht gelacht werden darf. Die aristotelische Auffassung, die höchste Tugend sei nur wenigen edlen Charakteren vorbehalten, findet ihre logische Begründung darin, dass er die Ethik der Politik unterordnet. Wenn es aber vorrangig ist, eher den guten Staat als den guten Menschen (nicht zu verwechseln mit dem sog. "Gutmenschen") anzustreben, dann ist wohl in einem solchen Staat auch Subordination möglich. Die Demokratie erwartet von einem Präsidenten nicht, dass er voll und ganz dem aristotelischen Menschen von der Seelengröße entspricht; wohl aber nimmt man an, dass er sich beträchtlich vom Durchschnittsbürger unterscheidet und für seine Stellung bestimmte Vorzüge mitbringt. Diese Vorzüge wird man vielleicht nicht unbedingt als "ethische" bezeichnen, was aber daran liegt, dass wir dieses Adjektiv in engerem Sinne gebrauchen als Aristoteles. In unserer demokratischen Gesellschaft mehren sich in letzter Zeit die Stimmen der Unzufriedenen; möglicherweise liegt dies eben genau daran, dass sich unsere politische Elite eben nicht mehr sonderlich vom Durchschnittsbürger unterscheidet und wir keine Vorbilder mehr in ihnen sehen können? Wo finden sich jene sittlich guten, vortrefflichen Menschen, die auch einen demokratischen Staat auf gerechte Weise lenken könnten? Und wie können wir alle dazu beitragen, dass unser Staat gerechter und menschenwürdiger wird angesichts der drohenden politischen, ökologischen und ökonomischen Krisen, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen werden? Wie kann Aristoteles‘ Tugendkatalog uns dabei helfen, diese drohenden Krise zu bewältigen und zu überwinden?

"Nehmt eine Tugend an, die ihr nicht habt, Der Teufel Angewöhnung, der des Bösen Gefühl verschlingt, ist hierin Engel doch: Er gibt der Übung schöner, guter Taten nicht minder eine Kleidung oder Tracht, die gut sich anlegt" (Shakespeare: Hamlet an seine Mutter).

 

Seminarlektüre:

Aristoteles: Nikomachische Ethik (verschiedene Textausgaben möglich)

 

Workshop Philosophiegeschichte II: Philosophen der Gegenwart, Slavoj Zizek: Was ist ein Ereignis?

Dozent

Dr. Gottlieb Florschütz

Zeit und Ort

Mi 18.15 – 19.45;
Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 413

Beginn

15. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 12; max. 30

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

Inhalt:

Zizek unterscheidet drei Ereignisse in der Philosophie: die Wahrheit, das Selbst, das Universale.

Und schließlich spricht er über drei Ereignisse in der Psychoanalyse: das Reale, das Symbolische, das Imaginäre. Von Platon über den Buddhismus bis Shakespeare, Wagner, Chesterton, Hegel und Lacan legt Zizek das Wesen des Ereignisses frei, um schließlich die zentralen Umrisse einer Antwort auf die entscheidende Frage zu skizzieren: Was ist ein politisches Ereignis?

Diese Frage ist brisant in den heutigen Zeiten, in denen sich alles in einem nie da gewesenen hektischen Tempo ständig verändert. Im Kapitalismus, wo sich die Dinge ständig ändern, um letztlich gleich zu bleiben, würde das wahre Ereignis darin bestehen, das Prinzip der Veränderung selbst zu verändern. Eine erotische Begegnung ist das Ereignis der Liebe, wenn es die Leben der Liebenden vollständig verändert und sie um die Konstruktion eines geteilten Lebens um das Paar herum organisiert. In der Politik ist ein Aufruhr - eine Revolte - ein Ereignis, wenn es ein Engagement des kollektiven Subjekts für ein neues universales emanzipatorisches Projekt erzeugt - etwa wie die 68er-Bewegung - und damit die geduldige Arbeit, die Gesellschaft neu zu strukturieren, in Gang setzt. Können wir uns heute noch ein solches politisches Ereignis vorstellen - nun, da die Linke mit dem neuen Jahrhundert seit der Auflösung des SED-Regimes in der DDR im Jahr 1990 in eine Periode tiefer Krise eingetreten ist?

Jetzt sind der ökonomische Abschwung und die soziale Auflösung da, auf die die Linke schon lange gewartet hat, und massive Proteste und Revolten tauchen überall um den Globus herum auf. Die heute allenthalben in Europa explodierende Wut ist ohnmächtig und folgenlos, da Bewusstsein und koordinierte Handlung sich jenseits der Reichweite der gegenwärtigen Gesellschaft zu befinden scheinen. Schauen wir uns die europäische Krise an: Nie zuvor in unserem Leben haben wir einer Situation gegenübergestanden, die so voller revolutionärer Chancen steckt. Nie in unserem Leben sind wir so ohnmächtig gewesen. Nie sind Intellektuelle und Politiker so stumm gewesen, so unfähig einen Weg zu finden, der eine neue mögliche gesellschaftspolitische Richtung zeigen könnte.

Was aber fehlt, ist irgendeine konsistente linke Antwort auf diese Ereignisse, irgendein Projekt, wie die Inseln chaotischer Widerstände in ein positives Programm sozialen Wandels überführt werden könnten?" (Slavoj Zizek: Was ist ein Ereignis, S. 178f.)

Slavoj Zizeks Buch ist ein  provokanter und unterhaltsamer Trip in die Gegenwartsphilosophie, das uns zum kreativen Mitdenken und politischem Engagement auffordert.

 

Seminarlektüre:

Slavoj Zizek: Was ist ein Ereignis, S. Fischer-Verlag, 17,- Euro

Aufbruch in die Moderne: Die deutsche Literatur als Ausdruck und Antwort auf die Kulturkrise des beginnenden 20. Jahrhunderts

Dozent

Dr. Wolfgang Kehn

Zeit und Ort

NEUE UHRZEIT: Mi 12.15 –13.45;
Olshausenstr.75, Gebäude S2, Raum 23

Beginn

23. April 2015

Teilnehmerzahl

min. 15; max. 30

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

Zusatzentgelt

Für Kopien, Materialien oder Medien können in Absprache weitere Kosten entstehen

 

Inhalt:

Die Zeit um 1900 wurde von vielen Zeitgenossen als eine Zeitenwende erlebt, - dies jedoch auf sehr unterschiedliche Weise: einerseits als Aufbruch in ein glückliches Jahrhundert, in dem durch Technik und Wissenschaft Wohlstand und Gesundheit für immer mehr Menschen möglich werden wird; und andererseits als Zeitalter eines sinnentleerten Materialismus, dem Nietzsche die Diagnose gestellt hatte: „Gott ist tot!“ Die Kunst und Literatur reagieren darauf besonders sensibel: Unter dem Eindruck dieser Krise beginnt in Literatur und Kunst das Zeitalter der Moderne.

 

Im letzten Semester hat das Literaturseminar sich auch schon mit dieser Zeit beschäftigt und am Beispiel der Erzählungen Arthur Schnitzlers erkennen können, wie hier mit den Mitteln der Literatur durch die Herausbildung spezifisch moderner Erzählweisen auf eine damals entstehende neue Psychologie (Freud u. a.) kreativ reagiert wird. - Im neuen Semester werden wir uns dem gleichen Zeitraum widmen, jedoch nunmehr unsere Aufmerksamkeit besonders auf die dramatisch sich beschleunigenden sozial- und kulturgeschichtlichen Veränderungen jener Zeit vor dem Ersten Weltkrieg richten. Die Lyrik des Frühexpressionismus wird dazu besonders untersucht werden. Ent­sprechende Texte werden im Seminar zur Verfügung gestellt. Einige Beispieltexte haben die Teilnehmer des Schnitzler-Seminars bereits erhalten; neu hinzukommende Teilnehmer können sie bei mir per Email w.kehn@gmx.de abrufen.

Wie immer wird auch diese Veranstaltung nicht als Vorlesung, sondern in Seminarform angeboten. Da aufgrund dieser Arbeitsweise die Gruppengröße auf maximal 30 Teilnehmer/-innen begrenzt ist, wird bei höherer Zahl von Anmeldungen wieder ein Zusatztermin am Donnerstag, 10 – 12 Uhr, angeboten. Es würde die Planung erleichtern, wenn bei der Anmeldung vermerkt würde, ob Sie gegebenenfalls auch auf den Donnerstag-Termin ausweichen könnten. Die erste Sitzung findet am Mittwoch (23.04.) statt; hier wird endgültig entschieden, ob von der folgenden Woche an auch donnerstags ein Seminar stattfindet.

Geschichte der deutschen Sprache

Dozent

Prof. Dr. Michael Elmentaler

Zeit und Ort

Di 14.15 –15.45;
Olshausenstr. 75, Hans-Heinrich-Driftmann-Hörsaal (ehemals Hörsaal 3)

Beginn

14. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

10 Plätze für das Kontaktstudium

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

 

Inhalt:

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der hochdeutschen und niederdeutschen Sprache von den Anfängen bis zur Gegenwart.

 

Literatur:

Als Begleitlektüre wird empfohlen: Wilhelm Schmidt, Geschichte der deutschen Sprache, neueste Aufl. Stuttgart, sowie für das Niederdeutsche: Willy Sanders, Sachsensprache – Hansesprache – Plattdeutsch, Göttingen 1982.

Einführung in die Ältere Deutsche Literatur

Dozent

Jun. Prof. Dr. Julia Weitbrecht

Zeit und Ort

Do 14.15 –15.45;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 1

Beginn

16. April 2015

Unterrichtsstunden

2 Semesterwochenstunden

Teilnehmerzahl

5 Plätze für das Kontaktstudium

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

 

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

 

Inhalt:

Die Vorlesung vermittelt Grundlagen und Verständnisperspektiven für die Beschäftigung mit Sprache und Literatur des Mittelalters und führt in zentrale Gegenstände, Themen und Methoden der Germanistischen Mediävistik ein. Behandelt werden u. a. die medialen Voraussetzungen und gesellschaftlichen Grundlagen von Literatur, Spezifika der Handschriftenkultur und die für das mittelalterliche Weltbild konstitutiven Wissensbestände und Kulturtransfers. Eingeführt wird in die literarischen Gattungen Heldenepik, Legende, Antikenroman, Artusroman und Minnesang.

 

Zur Einführung geeignet:

-         Heinz Sieburg, Literatur des Mittelalters, 2., akt. Aufl. Berlin 2012 (Akademie Studienbücher Literaturwissenschaft).

-         Hilkert Weddige, Einführung in die germanistische Mediävistik, 7., durchges. Aufl. München 2008.

-         Max Wehrli: Geschichte der deutschen Literatur im Mittelalter. Von den Anfängen bis zum Ende des 16. Jahrhunderts, 3. Aufl. Stuttgart 1997.

Ein Sommer mit Montaigne

Dozentin

Dr. Karin Wittlinger

Zeit und Ort

Do 10.15 - 11.45;
Olshausenstr. 75, Gebäude S3, Raum 184

Beginn

16. April 2015

Unterrichtsstunden

20

Teilnehmerzahl

min. 10: max. 20

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

Inhalt:

Ein Sommer mit Montaigne, so lautet der Titel eines Buches, das 2013 monatelang auf Platz 1 der französischen Bestsellerlisten rangierte. – Aber wer war Michel de Montaigne? - Ein Mann der Renaissance, der sich die Freiheit nahm, über das Leben nachzudenken, all seinen Facetten nachzuspüren und die Entwicklung seiner Gedankengänge schriftlich zu dokumentieren. Nach damaligen Maßstäben eher formlos – weder im Kleid des philosophischen Traktats noch als wissenschaftliche Abhandlung – führt uns Montaigne in seine Betrachtungen ein. Heute wird diese Formlosigkeit als die Geburtsstunde des literarischen Essay gehandelt. Es gibt kein Thema, das den Geist nicht in Bewegung versetzt und das es nicht wert wäre, durchdacht zu werden. Montaignes Essais sind meist kurze Texte, die nicht aufeinander aufbauen, sodass der Leser aus dem breiten Fundus nach Belieben auswählen kann. Kein anderer Literat und Philosoph lädt in diesem Sinne mehr dazu ein, ihm auf seinen geistigen Spaziergängen zu folgen, um schließlich ganz eigene Wege einzuschlagen und neue Sichtweisen zu entwickeln.

 

Texte:

Bei der Entscheidung, ob Sie den Sommer mit Montaigne verbringen wollen, hilft Ihnen sicher das Buch von Antoine Compagnon Ein Sommer mit Montaigne, das aber nur über den Autor und die Essais reflektiert. Die Essais selbst liegen in zahlreichen Übersetzungen vor. Eine Auswahl stellt Ulrich Bossier in Michel de Montaigne Was weiß ich? Auswahl der besten Essais zusammen. Als Kronjuwel gilt die Übersetzung von Hans Stilett, die von Hans Magnus Enzensberger herausgegeben wurde. Sie enthält alle Essais, aber um sie alle zu durchdenken, bräuchte man viele lange Sommer.

Der Blick auf die theoretischen Grundlagen des literarischen Essay und andere, berühmte Essayisten sollen das Seminar abrunden.

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen – Les Fleurs du Mal

Dozentin

Dr. Karin Wittlinger

Zeit und Ort

Do 12.15 bis 13.45;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 210

Beginn

16. April 2015

Unterrichtsstunden

20

Teilnehmerzahl

min. 10; max. 20

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

Inhalt:

Die Blumen des Bösen – Wer kennt sie nicht – zumindest vom Hörensagen. Das lässt sich ändern. Charles Baudelaire (1821-1867) zählt zu den bedeutendsten Lyrikern Frankreichs und gilt als Wegbereiter der literarischen Moderne.

1857 veröffentlicht Baudelaire hundert Gedichte, die heute zum Kanon der Weltliteratur gehören. Damals lösten sie allerdings einen öffentlichen Skandal aus, der in ein gerichtliches Verfahren mündete. Der Verfasser musste eine Geldstrafe zahlen und einige Gedichte durften nicht mehr gedruckt werden. Gotteslästerung und Beleidigung der öffentlichen Moral wurden dem Verfasser vorgeworfen.

Die bildgewaltigen Gedichte brechen mit vielen bürgerlichen Tabus und rücken das lyrische, völlig illusionslose Ich in den Mittelpunkt des Kosmos. In diesem Prozess systematischer Desillusionierung und Melancholie nimmt jedoch die Vision einer neuen Welt Gestalt an, einer Welt, in der sich der Künstler noch immer auf Gott bezieht und sein Werk als Zeichen versteht, um sich vor ihm zu verantworten.

 

Texte:

Die Gedichte (sicher nicht alle) werden auf Deutsch gelesen. Französischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Es gibt viele Übersetzungen, aber ich finde die zweisprachige Ausgabe Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen/Les Fleurs du Mal, Deutsch/Französisch, übersetzt von Friedhelm Kemp, herausgegeben von Claude Pichois, geeignet.

Moderne Lyrik: 1. Tomas Tranströmer

Dozentin

Dr. Karin Wittlinger

Zeit und Ort

Sa 12.00 bis 15.30;
Leibnizstr.10, Raum 325

Termin

25. April 2015

Unterrichtsstunden

4

Teilnehmerzahl

min. 5; max. 12

Veranstaltungsentgelt

16,- EUR

 

Inhalt:

Tomas Tranströmer (1931) ist schwedischer Lyriker, der 2011 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Moderne Lyrik gilt als schwierig und unverständlich. Meistens sagen das die, die noch nie ein Gedicht gelesen haben. Ich möchte Sie einladen, mit diesem Vorurteil aufzuräumen. Gerade die Lektüre moderner Lyrik erlaubt dem Leser, Abstand zu gewinnen vom Getriebe der Welt und innezuhalten im Wort, dessen inflationärer Gebrauch im Alltag bis zum Überdruss praktiziert wird. Tranströmers Gedichte strahlen eine meditative Ruhe aus, die an die abstrakte Malerei denken lässt. Schenken Sie sich eine Auszeit, um Gedichte zu lesen!

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Zur Einstimmung empfehle ich: Tomas Tranströmer In meinem Schatten werde ich getragen: Gesammelte Gedichte, 2013. Die Veranstaltung wird als Blockseminar angeboten. Bei positiver Resonanz wird sie fortgesetzt und in jeder Sitzung ein weiterer Lyriker vorgestellt

Henrik Ibsen

Dozentin

Dr. Karin Wittlinger

Zeit und Ort

Do 18.00 bis 21.15;
Olshausenstr.75, Gebäude S2, Raum 24

Termine

23.04.; 07.05.; 21.05.; 04.06.; 18.06.; 02.07.2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 8; max. 14

Veranstaltungsentgelt

60,- EUR

 

Inhalt:

Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen seine Lebenslüge, so nehmen Sie ihm zugleich sein Glück.                                    Die Wildente

 

Die „Lebenslüge“ ist das große Thema des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen (1828-1906). In seinen großen Familiendramen, deren Aktualität sich in der ständigen Präsenz auf den großen Bühnen der Welt widerspiegelt, zieht er gegen die verlogene Moral seiner Zeit und seiner Zeitgenossen zu Felde. Den Ort des Geschehens bildet dabei stets der Mikrokosmos Familie. Im Fokus des Seminars stehen daher die Dramen Ein Puppenheim, Gespenster, Die Wildente, Rosmersholm, Die Frau vom Meer und Hedda Gaber. Wie sind diese fiktiven Familien aufgestellt, welche Rolle und welche Funktionen übernehmen sie? Und warum wird Ibsen noch immer gespielt, obwohl die Familie als Lebensmodell fortwährend totgeredet wird? Ist „Familie“ überhaupt noch ein Thema der modernen Dramatik? Diesen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden.

Die Lektüre der einzelnen Dramen wird in der ersten Stunde festgelegt. Bis auf das Stück Rosmersholm sind alle Dramen im Reclam Verlag erhältlich oder im Internet abrufbar.

Joseph Haydn, Die Schöpfung

Dozenten

Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt

Zeit und Ort

Fr. 10.15 – 11.45;
Olshausenstr.75, Gebäude S2, Raum 166

Termine

17.04., 24.04., 08.05., 15.05., 22.05., 29.05., 05.06., 12.06., 19.06.2015

Unterrichtsstunden

18

Teilnehmerzahl

min.10; max. 30

Veranstaltungsentgelt

30,- EUR

 

Inhalt:

Haydns großes Oratorium „Die Schöpfung“ ist entstanden 1796 – 1798. Es ist also ein Alterswerk und zugleich der krönende Abschluss seines Gesamtwerks. Den Auftrag erhielt Haydn vom Baron Gottfried van Swieten.

Der hat auch das Textbuch geschrieben, eine Bearbeitung von John Miltons Paradise Lost. Der Baron war Haydns Freund und Mäzen. Er sorgte dafür, dass dieser ohne Geldsorgen und in Ruhe zwei Jahre am Werk arbeiten konnte. Haydn hat geschrieben: Nie war ich so fromm als bei der Komposition der ´Schöpfung´. Wie konnte ein Mensch den gewaltigen Schöpfungsakt überhaupt zum Klingen bringen?

Sein Werk ist ein Vermächtnis und eine Mahnung, Gott dankbar zu sein für sein Schöpfungswerk und dafür zu sorgen, dass es weiter gepflegt wird und erhalten bleibt. Wir sind in der Zeit der beginnenden Industrialisierung.

Der fromme Christ Joseph Haydn (1732 – 1809) folgt damit Jean Jacques Rousseaus (1712 – 1778) kulturkritischem Leitspruch: Zurück zur Natur.

Wir werden in dieser Veranstaltung eingehend die musikalischen Besonderheiten der „Schöpfung“ und auch der „Jahreszeiten“ behandeln. Und davon ausgehend werden wir weitere „Naturwerke“ behandeln und vergleichen:

-         Antonio Vivaldi, Vier Jahreszeiten

-         Ludwig v. Beethoven, 6. Sinfonie (Pastorale)

-         Franz Schubert, Die schöne Müllerin

-         Gustav Mahler, 3. und 6. Symphonie

-         Richard Strauss, Eine Alpensinfonie.

Große Komponisten aus dem Osten Europas

Dozent

Dr. Klaus Volker Mader

Zeit und Ort

Mi 16.15 – 17.45;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 1

Beginn

15. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 14; max. 60

Veranstaltungsentgelt

35,- EUR

 

Inhalt:

Parallel zur deutsch-österreichischen Tradition entstand im östlichen Teil Europas eine Musikkultur mit vorwiegend slawischen Wurzeln. Temperamentvoll, emotional und sehr musikantisch hat sie seit je her Zuhörer in aller Welt begeistert. Die Werke bedeutender Komponisten wie Peter Tschaikowsky, Bedřich Smetana und Antonín Dvorák sind heute aus allen großen Konzertsälen nicht mehr wegzudenken. Aber auch deren etwas weniger berühmte Kollegen haben häufig eine herrliche, mitreißende Musik geschrieben, die leider viel zu selten gespielt wird.

Die Wurzeln dieser Kompositionen sind häufig in der traditionellen oder folkloristischen Musik der entsprechenden Regionen zu finden. Die emotionale Bindung der dort lebenden Menschen an musikalische Ausdrucksformen scheint die Basis einer großen schöpferischen Kraft zu sein.

Die Vorlesung widmet sich in der Hauptsache Komponisten der Klassik und Romantik und deren Werken, die in ausgewählten Klangbeispielen vorgestellt werden. Dabei kommt der Betrachtung der musikalischen Entwicklung und dem Vergleich mit Kompositionen aus anderen Teilen der Welt eine große Bedeutung zu.

Sie entdecken Unbekanntes und erfahren Bekanntes neu. Durch differenzierte Betrachtung von Instrumentation, stilistischen Ausdrucksmitteln und traditionellen Bezügen erhalten Sie Einblick in die Geheimnisse dieser aufregenden Musik. Aufgrund seiner Erfahrung als Dirigent, der viele der besprochenen Werke selbst dirigiert hat, vermittelt der Dozent auch Informationen über deren praktischen Anforderungen und Aufführungsprobleme.

Übung: Madrigale, Lieder, Gospels, Evergreens

Dozenten

Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt, Regina Wunderlich

Zeit und Ort

Mo 10.15 – 11.45

Musikwissenschaftliches Institut; Brahms-Saal

Termine

13.04., 20.04., 27.04., 04.05., 11.05., 18.05., 01.06., 08.06., 15.06., 22.06., 29.06.2015

Unterrichtsstunden

22

Teilnehmerzahl

min. 14; max. 35

Veranstaltungsentgelt

35,- EUR

 

Inhalt:

In dieser Veranstaltung soll vor allem das Interesse am „richtigen“ Singen gefördert werden. Bei der Auswahl ist auch an Sänger/innen gedacht, die längere Zeit nicht mehr gesungen haben. In dieser Gesang-Werkstatt wird besonderer Wert gelegt auf die technischen Voraussetzungen des Singens, also auf Atmen und Stimmführung sowie Tonbildung und Artikulation. Hierbei kommt es nicht zuerst darauf an, Chorwerke aufführungsreif zu erarbeiten, sondern das Ziel ist, deutlich zu machen, wie organisch und stilistisch angemessen gesungen werden kann. Die Motivation und das Mutmachen zur sängerischen Selbstdarstellung stehen dabei im Mittelpunkt. Individuelle stimmbildnerische Hilfen sind im Programm eingeplant.

Das Kunstwerk und seine Betrachter

Dozent

Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Christian Otterbein,

Kunsthochschulprofessor i. R.

Zeit und Ort

Do 16.15 -17.45;
Am Botanischen Garten 7, Raum E60

Beginn

16. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 14; max. 50

Veranstaltungsentgelt

35,- EUR

 

Inhalt:

Das Kunstverständnis sollte nicht das Privileg von Spezialisten sein. Aber das Phänomen „Kunstwerk“ entschlüsselt sich auch nicht über den flüchtigen Blick. Da Kunst auch eine Sprache ist, ist es nötig, die ‚Übersetzung‘ dieser Sprache zu erlernen. Auch ordnet sich die Kunst in die allgemeine Kultur- und Geistesgeschichte ein. Bei Werken der abbildenden, das heißt der ‚gegenständlichen‘ Kunst, ist die Thematik des Inhalts (Ikonographie) zu erkunden. Da sich seit dem 20. Jahrhundert die Kunst vermehrt vom Gegenständlichen löst, spielt die ‚Botschaft‘ des Künstlers eine besondere Rolle. Es ist der Weg vom Abbild zum Sinnbild – auch von der Harmonie zur Disharmonie.

Von großer Bedeutung sind auch das Material und die technischen Mittel der Künste.

Diese Vorlesungsreihe kann nicht alle kunstgeschichtlichen Richtungen und Fragen besprechen. Es soll vielmehr einen Einblick ermöglichen – teils auch in seminaristischer Form.

Außerdem ist beabsichtigt, eine 3-tägige Exkursion zu den Museen in Stuttgart (Staatsgalerie) und in Karlsruhe (Kunsthalle und Landesmuseum) zu unternehmen.

Film-Workshop: Woody-Allen-Werkschau, Der Stadtneurotiker und andere Missgeschicke

Dozent

Dr. Gottlieb Florschütz

Zeit und Ort

Fr 14.00 – 17.00;
Olshausenstr. 75, Gebäude S2, Raum 26

Beginn

17. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 12: max. 24

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

Inhalt:

Woody Allen gehört zu den wenigen noch lebenden Independent-Autorenfilmern Hollywoods. Er gilt zu Recht als der Pionier des modernen Therapiefilms, denn der "Stadtneurotiker" (1972) ist ohne seinen Therapeuten gar nicht mehr lebensfähig. Allens reiches Oeuvre umfasst jedoch weit mehr als dies: In "Purple Rose of Kairo" thematisiert Allen die parasozialen Beziehungen der Zuschauer zu ihren bewunderten Filmstars: Mitten im Film wird eine Szene im Kino gezeigt, wo ein angehimmelter Filmstar plötzlich aus der Leinwand heraus mitten ins Publikum hineinspringt; hier wird der Übergang von der virtuellen Kinowelt in die Alltagsrealität gleitend überschritten.

Warum sollten wir also nicht Selbstgespräche mit unseren virtuellen Stars führen, die uns auch im Alltag begleiten wie parasoziale Lebensbegleiter?

In seinem letzten Film "Magic is the Moonlight" (2015) thematisiert Allen die Grundfragen menschlicher Existenz nach Gott und Sinn und Leben nach dem Tod. Gibt es einen tieferen Sinn im Leben, der möglicherweise sogar noch über das Ende unseres physischen Lebens hinausreicht - oder ist unser ganzes Leben am Ende ebenso absurd wie Allens sinnfreie Slapstick-Tragikomödien?

"Als Nadelmann mit meiner Tochter und mir einmal in der Mailänder Oper war, beugte er sich aus seiner Loge und fiel in den Orchestergraben. Zu stolz zuzugeben, dass das ein dummes Missgeschick war, besuchte er die Oper nun einen Monat lang jeden Abend und wiederholte jedes Mal diesen Sturz. Bald zog er sich eine leichte Gehirnerschütterung dabei zu. Ich machte ihm klar, dass er damit aufhören könne, da er seinen Zweck erreicht habe. Er sagte: 'Nein. Noch ein paarmal. Es ist wirklich nicht so übel...'" (Woody Allen: Nebenwirkungen)

Wir werden uns die unterhaltsamsten Filme von Woody Allen anschauen und in anschließenden Filmgesprächen seine spezifische Allen-Semiotik und  ‑Semantik zu entschlüsseln versuchen.

Eingeladen sind alle Cineasten, die hintergründigen Humor und spaßigen Slapstick im Film zu schätzen wissen und am Freitagnachmittag nichts Besseres vorhaben, als Filme zu gucken.

 

Filmauswahl (vorläufig, unvollständig):

-         Der Stadtneurotiker (Annie Hall)

-         Purple Rose of Kairo

-         Die letzte Nacht des Boris Gruschenko

-         Bananas

-         Mighty Aphrodite

-         Magic is the Moonlight

u. a.

Planetensysteme und astronomische Instrumente und Techniken

Dozent

Prof. Dr. Wolfgang J. Duschl

Zeit und Ort

Do 18.15 -19.45;
Olshausenstr. 75, Hörsaal 4

Beginn

16. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 15; max. 60

Veranstaltungsentgelt

35.- EUR

 

Inhalt:

Die Erde als Planet ist ein Teil eines Systems von Planeten, die zu einem Stern, der Sonne gehören. Seit Langem wurde es schon vermutet, seit Mitte der 1990er Jahre wissen wir es aus Beobachtungen sicher, dass solche Planetensysteme auch um andere Sterne eher der Normalfall als die Ausnahme sind. In der Vorlesung werden unser eigenes Planetensystem und die um andere Sterne vorgestellt und die Beobachtungsmöglichkeiten und -grenzen besprochen. Im zweiten Teil der Vorlesung werden moderne astronomische Techniken und Instrumente allgemein vorgestellt und in ihre Prinzipien eingeführt.

Blockveranstaltung „Biologische Meereskunde - Aktuelles und Praxis“

Die Blockveranstaltung von Dr. Karen von Juterzenka und Dr. Michael Schmid findet an einem Wochenende im SoSe statt.

Details zum Inhalt, zu den Terminen und Orten sowie dem Veranstaltungsentgelt erscheinen ab April auf der Webseite und den Informationstafelndes Kontaktstudiums in der Olshausenstr. 75.

 

Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich bereits unverbindlich voranzumelden.

Voranmeldung an:

Michael Vesper, 0431 880 5208 oder mvesper@uv.uni-kiel.de.

 

Biologie – Erlebnishaftes Lernen in der Natur

Dozent

Dr. Wolfgang Dreyer, ehem. Direktor des Zoologischen Museums

Zeit und Ort

nach Absprache zwischen 1. Mai und 30. Juni, jeweils donnerstags

Beginn

Nach Absprache

Unterrichtsstunden

12

Teilnehmerzahl

min.8; max. 16

Veranstaltungsentgelt

60.- EUR

 

Inhalt:

Erlebnishaftes Lernen draußen will dieser Kurs anbieten. Auf drei Exkursionen in schleswig-holsteinische Landschaften erfahren die Teilnehmer/innen spannende Lebensgeschichten von Tieren und Pflanzen und ihren Wechselbeziehungen. Die Exkursionen finden zwischen dem 1. Mai und 30. Juni 2015 statt und werden mit wöchentlichem Vorlauf nach guten Wetterbedingungen jeweils an Donnerstagen angesetzt. Die Laufweite beträgt nicht mehr als 2 – 3 Kilometer, festes Schuhwerk und ein Fernglas sind notwendig.

 

1. Die Vogelwelt der Teiche

Teiche sind Lebensräume mit einer Fülle von ökologischen Nischen und Lebensstrategien. Besonders Wasservögel zeigen hier ihre Anpassungen und Spezialisierungen, um erfolgreich nebeneinander existieren zu können. Sie werden Adler beim Jagen, Rohrsänger beim Gesangswettbewerb, Rothalstaucher beim notwendigen Streit um Territorien, brütende Eisvögel und seltene Meisen, die sich ein Beutelnest bauen, erleben. Sie werden erfahren, warum der Kuckuck selten wird und warum sich die Erle jedes Jahr gegen einen Käfer mit raffinierten Appetitzüglern wehren muss, den auch kein Vogel mag.

 

Exkursionsort Kasseteiche, Muxall

Anfahrt B 502 Kiel-Schönkirchen-Richtung Schönberg, am Ortsende Muxall an der Bushaltestelle

 

2. Der Wald des 21. Jahrhunderts

Nach dem Waldsterben in den Neunzigern und den verheerenden Stürmen mit großen Baumschäden hat die Forstwirtschaft europaweit ein neues Konzept entwickelt: Nachhaltigkeit durch natürlichen Waldbau. Standorttaugliche Bäume, ein Netz von Habitatbäumen für Specht, Käfer und Fledermäuse, sowie neue Strategien der Bewirtschaftung. Aus biologischer Sicht ein großartiger neuer Weg, der im Dodauer Forst schon gut zu sehen und erleben ist. Sie werden Z-Bäume (Baum der Zukunft) sehen, den Wald mit anderen Augen erleben und vor dem einzigen Baum mit eigener Postleitzahl stehen. Tiere und Pflanzen mit ihren spannenden Lebensstrategien werden uns begleiten

 

Exkursionsort: Dodauer Forst, Treffpunkt Parkplatz an der Bräutigamseiche. B 76 Richtung Eutin, Am Waldende des Dodauer Forstes links abbiegen und dem Schild „Bräutigamseiche“ folgen.

 

3. Die Schwentine von innen und außen

Schleswig-Holsteins langer Fluss zwischen Bungsberg und Kieler Förde ist ein biologisch hoch interessantes Gewässer von großer Vielfalt. Wir schlagen am Rosenfelder See der Schwentine ein kleines Forschungscamp auf, werden käschern und vieles finden: Wanzen mit Schnorchel, Larven mit Raketenantrieb. Käfer, die sich von Pflanzen Luft liefern lassen und die wohl faulsten Fluginsekten des Frühsommers. Am Ufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Pflanzengesellschaften auf engstem Raum, in denen spezialisierte Tiere leben. Wir werden ihre Lebensformen untersuchen. Diese Exkursion gibt Einblicke in die komplizierten Strukturen von Lebensgemeinschaften im und  am Wasser.

 

Treffpunkt: Rosenfelder See

B 76 bis Schwentinental, Ausfahrt B 202 Richtung Lütjenburg. Parkplatz an der Schwentine-Brücke.

Ausrüstung: Gummistiefel, Brille, wenn möglich Lupe, Campingsitz

Workshop: Kommunikation – Theorie und Praxis

 

Dozentin

Hildtraut Bruhns (Diplom-Sozialpädagogin)

Zeit und Ort

Di 18.00 bis 20.30 Uhr,
Olshausenstr. 75, Gebäude S1, Raum 514

Termine

14.04., 21.04., 28.04., 12.05., 19.05., 02.06., 09.06., 23.06.2015

Unterrichtsstunden

24

Teilnehmerzahl

min. 10; max. 15

Veranstaltungsentgelt

60,- EUR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

Die thematische Gestaltung basiert auf den Konzepten der humanistischen Psychologie und der Kommunikationspsychologie. Die humanistische Psychologie orientiert sich an den Bedürfnissen (u. a. Kontakt, Anerkennung, Selbstentfaltung), Werten (u. a. Gleichberechtigung, Toleranz, Fairness) und der Würde des Menschen, um seelische Gesundheit und persönliches Wachstum in der Gemeinschaft zu unterstützen.

Menschliche Motivation zielt von daher im Kern auf Beziehungen, die den Grundbedürfnissen (Kontakt, Anerkennung usw.) entsprechen und Räume für seelisches Wachstum, Selbstentfaltung sowie Lebensqualität im Miteinander zu schaffen.

Das Thema „Kommunikation“ hat demnach einen tragenden Stellenwert im zwischenmenschlichen Umgang, denn sie entscheidet darüber, ob Beziehungen überhaupt gelingen.

Die alltägliche Erfahrung zeigt allerdings, dass so manches danebengehen kann, wenn wir miteinander kommunizieren.

So entstehen Störungen, Missverständnisse, Konfusionen auch Tragödien z. B. durch das „falsche Wort“, die individuelle Interpretation, verletzende Verhaltensweisen und andere Umstände, die eine gute Verständigung mehr oder weniger behindern.

Offensichtlich ist gelungene Kommunikation – so erstrebenswert sie für uns ist – kein leichtes Unternehmen. Kommunikation als wechselseitiger Austauschprozess von Informationen ist ein komplexes Geschehen, denn sie vollzieht sich im Kontakt nicht nur durch die Sprache: auch Mimik, Gestik, Körperhaltung – oftmals nicht bewusste Signale – wirken auf den Verständigungsprozess ein. Außerdem gibt es oftmals wenig Eindeutigkeiten und keine objektive, keine „wirklichkeitstreue“ Wiedergabe des Gesagten. Paul Watzlawick (Kommunikationswissenschaftler) beschreibt, dass jeder Mensch sich praktisch seine Wirklichkeit konstruiert, so gibt es also unterschiedlichste Wirklichkeitsauffassungen.

Angesichts dieser Tatsachen bleibt zu fragen, wie begegnen wir dieser kommunikativen Komplexität, dieser Herausforderung?

Wie können wir mit unseren kommunikativen Fähigkeiten, unseren Einsichten, Wertorientierungen und Haltungen dazu beitragen, dass menschliche Begegnung und Verständigung zufriedenstellend gelingt?

Wie können wir einen Konsens erzielen?

Diesen Fragestellungen möchte ich mit Ihnen anhand von relevanten kommunikationspsychologischen Erkenntnissen theoretisch und praxisorientiert nachgehen.

 

Inhaltliche Schwerpunkte:

-         Kommunikationsmodelle (P. Watzlawick, Schulz von Thun)

-         Basiskompetenzen z. B. aktiv Zuhören

-         Wahrnehmung, Wertorientierungen, soziale Kompetenz

-         Die Bedeutung der Beziehungsebene

-         Empathie

-         Förderliches, hinderliches Gesprächsverhalten

-         Gesprächstechniken

-         Störungen wahrnehmen-klären-zueinander finden

-         Feedback

-         Metakommunikation

 

Methodisch arbeite ich mit dem Handlungskonzept der Themenzentrierten Interaktion (R. Cohn).

 

Literatur:

-         Friedemann Schulz von Thun, Miteinander reden 1 – Allgemeine Psychologie der Kommunikation, rororo, 51. Auflage 2014

-         Paul Watzlawick, Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gerne Knoblauch essen, Piper 2008

-         Hrsg. Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig Holstein 2003, Schreberweg 5, 24119 Kronshagen, Titel:  Professionelle Gesprächsführung, Best.-Nr. 21011/2001

Forschendes Lernen - Biografieforschung Thema: Schreiben von Erinnerungsgeschichten

Dozentin

Elke Mahnke, Dipl. Päd., StRn

Zeit und Ort

Kurs A - Di 16.00 bis 18.00;
Leibnizstr. 6, Raum 434

Kurs B - Mi 12.00 bis 14.00,
Leibnizstr. 1, Raum 206

Beginn

Kurs A: 14. April 2015

Kurs B: 15. April 2015

Unterrichtsstunden

24

Veranstaltungsentgelt

40,- EUR

 

Teilnehmende der letzten Semester; aufgrund der besonderen Thematik keine Neuzugänge.

 

Inhalt:

Wir leben im Jetzt in eine unbekannte Zukunft hinein und möchten beides gestalten sowie sinnerfüllt und selbstbestimmt leben und handeln.

Das betrifft alle Menschen besonders im Prozess des Älterwerdens und Alterns und braucht schon ein wenig Lebenskunst.

In der biografischen Reflexion wurde durch verschiedene wissenschaftliche Themen im Kontext des „guten Lebens“ zu unterschiedlichen Lebensschwerpunkten ein Bezug hergestellt, der die Pendelbewegung zwischen der Alltags- und Lebensperspektive erleichtert.

Bei der Verschriftlichung von Erinnerungen ist zudem noch eine „Zähmung der Erinnerung“ (Paul Ricoeur) unvermeidlich, denn die Erzählenden richten sich an eine ihnen unbekannte Öffentlichkeit und zugleich wurde ja auch vieles vergessen was einst bewusst war.

Das bedeutet, sich auf die Suche machen zu müssen und das ist mit Anstrengung, viel Zeit und Geduld verbunden. Im SoSe wird hieran deshalb weiter gearbeitet.