Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Figurengedichte als Text-Bild- Kompositionen. Das Kreuzeslob von Hrabanus Maurus und seine kunsthistorische Bedeutung

Dozent Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers
Zeit und Ort Di 14.15 - 15.45 Uhr,
Audimax – Hörsaal A
Termine 9. April bis 2. Juli 2019
Unterrichtsstunden 2 Std. pro Semesterwoche
Teilnehmerzahl max. 10 Plätze für das Kontaktstudium
Veranstaltungsentgelt 30,- EUR

Teilnahmemöglichkeit für Hörerinnen und Hörer mit Ausweis des Kontaktstudiums an einer Vorlesung aus dem Vorlesungsverzeichnis der CAU, die sich in erster Linie an die Fachstudierenden richtet.

Inhalt:
Das um 810 vollendete Kreuzeslob von Hrabanus Maurus ist der Höhepunkt der in der Spätantike entstandenen Form der Figurengedichte. In 28 Bildeinheiten sowie mehreren Vorund Widmungstexten wird ein hoch artifizielles Werk formuliert, in dem sich nicht nur der Bilderstreit der Zeit im Umkreis des Hofes von Karl dem Großen spiegelt, sondern auch neue Bildtypen wie das Stifterbild ausformuliert werden. 2018 hat eine Ausstellung in der Pariser Bibliothéque nationale zudem die Relevanz der diagrammatischen Figurengedichte für die Kunst der Moderne von Piet Mondrian über Josef Albers bis hin zu Sol Le Witt, Jan Dibbets und Franz Erhard Walther aufgezeigt. Die Vorlesung möchte dieses Buch, das schon im 9. Jahrhundert von Kloster Fulda aus in mindestens einem halben Dutzend, teilweise erhaltenen Prachthandschriften verbreitet wurde, in seinem Inhalt, seiner bildlichen Form sowie seiner Bedeutung für die Kunst in karolingischer Zeit sowie im Zeitgenössischen vorstellen und kritisch diskutieren.