Geschäftsstelle Allgemeine Wissenschaftliche Bildungsangebote

Die Laokoongruppe und ihre nachantike Rezeption

Dozent Dr. Joachim Raeder
Zeit und Ort Di 16.15 - 17.45 Uhr,
Antikensammlung –Kunsthalle zu Kiel, Düsternbrooker Weg 1
Beginn 23. Oktober 2018
Unterrichtsstunden 24
Teilnehmerzahl max. 40
Veranstaltungsentgelt 40,- EUR

Inhalt:
Die bis heute berühmte Skulpturengruppe, die den trojanischen Priester Laokoon und seine beiden Söhne im Kampf mit den von Göttern gesandten und ihnen den Tod bringenden Schlangen darstellt, galt bereits in der Antike als Meisterwerk der hellenistischen Bildhauerkunst. Durch einen glücklichen Umstand ist genau diese von Plinius genannte Gruppe in Rom 1506 entdeckt worden und seitdem ein touristischer Anziehungspunkt in den Vatikanischen Museen. So berühmt diese  Skulpturengruppe ist, so umstritten ist in der archäologischen Wissenschaft ihre Datierung, ihre Deutung und ihre Rekonstruktion. In dieser Veranstaltung, die vor dem Abguss der Laokoongruppe in der Kieler Antikensammlung stattfinden wird, werden der archäologische Befund, die antiken Quellen und die Ikonographie der Gruppe vorgestellt und die Schlussfolgerungen daraus diskutiert. Die Rezeption der Gruppe in der nachantiken Kunstgeschichte und Literatur ist bis in die Gegenwart  ungebrochen, so dass man über die Jahrhunderte von einer 'Laokoonmanie' sprechen kann. Wie sich das nachantike Bild und Verständnis der Laokoongruppe  verändert hat, soll an ausgewählten Beispielen in einem zweiten Teil der Vorlesung aufgezeigt werden.

Vorbereitende Literatur als Empfehlung:
B. Andreae, Laokoon und die Gründung Roms (Mainz 1988).
S. Muth (Hrsg.), Laokoon. auf der Suche nach einem Meisterwerk (Rahden 2017).